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Chinesischer Betrüger mit Elite-Visum gefasst

Chinesischer Betrüger mit Elite-Visum gefasst
KhaoSod English

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Polizei hat am Flughafen Bangkok einen chinesischen Staatsbürger festgenommen, dem umfangreiche Betrugs- und Geldwäschevorwürfe zur Last gelegt werden. Der Mann nutzte ein Thailand Privilege Card Programm, besser bekannt als Elite-Visum, um sich legal im Land aufzuhalten und angeblich ein weitreichendes Online-Betrugsnetzwerk zu betreiben.

Ermittlungen nach Facebook-Betrug

Der Fall hatte Ende März begonnen, als ein Opfer einen mutmaßlichen Betrug über Facebook meldete. Eine vermeintlich seriöse Handelsplattform versprach hohe Gewinne über eine E-Commerce-Gruppe auf der Chat-App LINE mit mehr als 700 Mitgliedern.

Zu Beginn erhielt das Opfer tatsächlich eine Bezahlung von 1.420 Baht, nachdem ein Artikel verkauft worden war – scheinbar ein Beweis für die Seriosität der Plattform. Danach wurde es jedoch in private Gruppen mit Titeln wie „Store Visibility Activation“ verschoben, wo es zu immer neuen Zahlungen aufgefordert wurde, angeblich um technische Sperren zu lösen. In Wahrheit handelte es sich um ein ausgeklügeltes Kettenbetrugssystem. Die falschen Administratoren täuschten durch realistisch aussehende Webseiten und Kontostände echte Geschäftsaktivität vor.

Als keine Auszahlung erfolgte, setzte das Opfer weitere Summen ein – insgesamt über 2,9 Millionen Baht (rund 89.700 US-Dollar). Erst danach wandte sich die Person an die Polizei.

Großrazzien und Dutzende Verdächtige

Daraufhin leitete die Cyber Crime Investigation Division großangelegte Ermittlungen ein. Nach und nach konnten 34 Verdächtige identifiziert werden – 10 chinesische und 24 thailändische Beteiligte. Die Behörden gingen dabei von einem mehrstufigen Betrugsring aus, vom Finanzier über Geldwäscher bis hin zu Kontenvermittlern und Auszahlern.

Die Razzien erfolgten in zwei Phasen, am 8. April und 7. Mai 2025. Dabei nahm die Polizei 28 Tatverdächtige fest und beschlagnahmte 12 Laptops, 64 Mobiltelefone sowie Vermögenswerte im Wert von über 6 Millionen Baht.

Geldwäsche in Kryptowährung

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen stießen die Behörden auf Da Qiang, der innerhalb des Netzwerks als Schlüsselfigur galt. Ihm wird vorgeworfen, digitale Währungen – insbesondere USDT (Tether) – in thailändische Baht und chinesische Yuan umgetauscht und die Gelder anschließend an verschiedene Betrugszellen weitergeleitet zu haben.

Laut Finanzunterlagen bewegte der 18 Monate lang aktive Mann umgerechnet mehr als 330 Millionen Baht (über 10 Millionen US-Dollar) durch unterschiedliche Krypto-Börsen, um die Erträge aus betrügerischen Callcenter-Aktivitäten zu verschleiern.

Verhaftung und Hausdurchsuchung

Nach seiner Festnahme begleiteten Beamte den Verdächtigen in seine Wohnung in der Soi Rang Nam im Bangkoker Stadtteil Ratchathewi, wo sie umfangreiche Beweismittel sicherstellten – darunter drei Mobiltelefone, zehn Bank- und Kreditkarten, zwölf SIM-Karten sowie eine Vielzahl von Überweisungsbelegen.

Gegen den Beschuldigten werden mehrere Anklagen geprüft, unter anderem wegen Betruges zum Nachteil der Öffentlichkeit, Fälschung von Computerinformationen, Verschwörung zur Geldwäsche sowie Betrieb einer illegalen Lotterie.

Aussage des Verdächtigen

Bei seiner Vernehmung stritt Da Qiang alle Vorwürfe ab. Er räumte lediglich ein, digitale Geldbörsen betrieben und Währungen getauscht zu haben. Er habe lediglich Anweisungen chinesischer Kunden befolgt und nichts von illegalen Aktivitäten gewusst, sagte er gegenüber Ermittlern.

Weiteres Vorgehen der Behörden

Die Polizei übergab alle Beweismittel an die Staatsanwaltschaft, die nun über die weiteren Schritte entscheiden wird. Die Ermittlungen gegen das ausgedehnte Netzwerk dauern an, insbesondere zur Finanzierung und Steuerung der Betrugszellen aus dem Ausland.

Das thailändische Elite-Visum-Programm, das eigentlich wohlhabenden Ausländern privilegierte Aufenthalte erlaubt, steht dadurch erneut in der Kritik – denn es wurde in diesem Fall offenbar zur Tarnung krimineller Aktivitäten missbraucht.

Wichtige Risiken in diesem Zusammenhang:

• Missbrauch von Langzeitvisa für illegale Finanzstrukturen

• Schwierigkeiten bei der Überwachung digitaler Geldflüsse

• Zunehmende Nutzung von Kryptowährungen zur Geldwäsche

Die Behörden warnen vor ähnlichen Betrugsformen, die über soziale Netzwerke und Lifestyle-Programme verschleiert werden könnten.

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Quelle: KhaoSod English

Ein Kommentar zu „Chinesischer Betrüger mit Elite-Visum gefasst

  1. So ist es. Kleinkriminelle, die beim Lotus eine Badehose stehlen, haben oft ein Tourivisum. Die, die ganz großen Dinger drehen ein Elite Visum. Weil sie es sich leisten können, und auch Geld für die Waschmaschine haben. Welcher Rentner muss sein Geld durch eine Waschanlage scheuchen?

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