Millionen-Raub in Pattaya: Drei VerdÀchtige festgenommen

🚔 Ein Überfall wie aus „Fast & Furious“: In Pattaya entwenden TĂ€ter ĂŒber zwei Millionen Baht und wechseln mehrfach die Fluchtfahrzeuge. Drei VerdĂ€chtige sind festgesetzt – war das ein gezielter Insider-Job?

Millionen-Raub in Pattaya: Drei VerdÀchtige festgenommen
KhaoSod

PATTAYA, THAILAND – In Pattaya ist ein bewaffneter Überfall auf einen britischen StaatsbĂŒrger bekannt geworden, bei dem eine Bande mehr als 2 Millionen Baht aus einem Safe erbeutet und ihre Flucht mit mehreren Fahrzeugwechseln wie in einem Actionfilm inszeniert hat. Die Polizei hat am 28. Februar drei auslĂ€ndische VerdĂ€chtige festgenommen und ermittelt nun zu einem mutmaßlich gezielt geplanten Raub, der offenbar auf Informationen ĂŒber einen kĂŒrzlichen Bargeldabzug zum Hauskauf zurĂŒckgeht.

Der Überfall im Wohngebiet

Der Raub ereignete sich kurz nach Mitternacht am 26. Februar in einem Haus in Chokchai Village 9, Moo 10, im Gebiet Nong Prue im Bezirk Bang Lamung der Provinz Chonburi, einem dicht bebauten Wohngebiet nahe Pattaya.

Drei in Schwarz gekleidete MÀnner mit Sturmhauben sollen in das Haus eingedrungen sein und den 32-jÀhrigen Briten, seine thailÀndische Partnerin und mehrere Freunde mit Messern bedroht haben.

Beute aus dem Safe und Fluchtfahrzeug

Der Brite, der als Koch im Ausland arbeitet, hatte nach Angaben der Ermittler mehr als 2 Millionen Baht in einem Safe in einem Kleiderschrank im ersten Stock aufbewahrt.

Die TĂ€ter trugen den gesamten Safe aus dem Haus und luden ihn in einen schwarzen viertĂŒrigen Ford-Pick-up, mit dem sie anschließend vom Tatort flohen.

Ermittler rekonstruieren die Route

Am 28. Februar setzten Pol Col Nattaphon Phongsuksakul, Chef der Polizeistation Nong Prue, Pol Col Phatsakorn Paijit, Leiter der Kriminalpolizei der Provinz Chonburi, Pol Col Naphatsapong Kosit Suriyamanee, Chef der Einwanderungsbehörde Chonburi, und Pol Lt Col Prabda Suksuntree, Leiter der Tourist Police Division 4, mehrere Teams ein, um die Spur der Bande nachzuverfolgen.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte die Gruppe das Opfer gezielt ausgesucht, nachdem sie erfahren hatte, dass er rund 2 Millionen Baht Bargeld fĂŒr den geplanten Kauf eines Hauses abgehoben hatte und man sich zuvor in einem CannabisgeschĂ€ft in Pattaya kennengelernt hatte.

Drei Fahrzeuge wie im Actionfilm

Videoaufnahmen von Überwachungskameras zeigen den schwarzen Ford-Pick-up zunĂ€chst auf der Bahntrasse-Straße, wo spĂ€ter das Handy des Opfers weggeworfen wurde, bevor das Fahrzeug auf die Sukhumvit Road einbog und in Richtung Wat Boonkanjanaram in Jomtien weiterfuhr.

Um 22.57 Uhr ist laut Aufnahmen zu sehen, wie die VerdĂ€chtigen in ein weißes Auto umsteigen und zu einem Apartment in der Soi Boonkanjanaram 5 etwa acht bis neun Kilometer vom Tatort entfernt fahren, wo sie sich offenbar aufhielten, um den Safe zu öffnen und das Geld aufzuteilen.

Festnahmen und offene Fragen

Um 23.33 Uhr desselben Abends holte ein weiterer viertĂŒriger Ford-Pick-up die Gruppe ab, die dann ĂŒber die Sukhumvit Road in Richtung Chonburi unterwegs war, wobei die Polizei davon ausgeht, dass der Einsatz von drei Fahrzeugen gezielt zur IrrefĂŒhrung der Fahnder diente und den Beamten zufolge an Szenen aus „Fast & Furious“ erinnert.

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ZUM ANGEBOT

Nach einem Bericht der Zeitung Khao Sod wird ein auslĂ€ndischer VerdĂ€chtiger mit dunkler Hautfarbe und einer KörpergrĂ¶ĂŸe von fast zwei Metern derzeit auf der Polizeiwache Nong Prue vernommen, wĂ€hrend zwei weitere VerdĂ€chtige ebenfalls in Gewahrsam genommen wurden, ohne dass die Behörden bislang nĂ€here Angaben zu ihrer Unterbringung oder weitere Details veröffentlicht haben.

Generalprobe fĂŒr Profis – oder Insider-Job?

Mehr als zwei Millionen Baht aus einem Safe, drei Fluchtfahrzeuge, prĂ€zise Zeitplanung – die Polizei spricht von einem minutiös vorbereiteten Coup. Ermittler gehen davon aus, dass die TĂ€ter wussten, dass das Opfer kurz zuvor Bargeld fĂŒr einen Hauskauf abgehoben hatte.

Wie kommen solche sensiblen Informationen in falsche HĂ€nde? War es gezielte AusspĂ€hung – oder ein Vertrauensbruch im Umfeld? Und zeigt der Fall eine neue ProfessionalitĂ€t bei Raubdelikten?
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Quelle: KhaoSod