KO PHA-NGAN â Die Touristenpolizei auf der Party-Insel Ko Pha-ngan hat einen international gesuchten DrogenhĂ€ndler gestellt. Der Nigerianer Ukoma Jefta Nuzbech war vor Gericht geflĂŒchtet und tauchte wieder auf â ein fataler Fehler.
Der Dealer, der dem Richter davongelaufen war
Bereits am 12. MÀrz letzten Jahres war der 38-jÀhrige Nigerianer Ukoma Jefta Nuzbech in eine Polizeifalle getappt. Damals lieferte er einem Undercover-Ermittler 25,71 Gramm Kokain im Wert von 240.000 Baht (ca. 6.000 Euro) aus.
Nach seiner Festnahme kam er gegen Kaution frei â unter der Auflage, sich vor Gericht zu verantworten. Doch Nuzbech brach sein Wort. Er tauchte unter und setzte sich vermutlich zwischen Ko Samui und Ko Pha-ngan ab, wo er sein lukratives, aber illegales GeschĂ€ft fortsetzte.
HeiĂe Spur fĂŒhrte zu einem weiĂen Kleinwagen
Ein vertraulicher Tipp setzte am Mittwoch die Jagdmaschinerie in Gang. Die Tourist Police erhielt den Hinweis, der Gesuchte bewege sich auf einer StraĂe der Insel.
Sofort koordinierte sie einen GroĂaufgebot-Einsatz mit der örtlichen Polizeistation und der Provinzpolizei von Surat Thani. Ein straĂensperrendes Kontrollposten wurde eingerichtet.
Dort hielten sie einen weiĂen Mitsubishi Mirage mit Bangkok-Kennzeichen an. Am Steuer: der flĂŒchtige Nuzbech.
So eskalierte die Festnahme
Die Beamten forderten den Nigerianer auf, das Fahrzeug zu verlassen und sich zu ergeben. Doch der 38-JĂ€hrige weigerte sich beharrlich, die TĂŒr zu öffnen.
Was folgte, war eine spektakulÀre Festnahme, gefilmt von Polizeikameras. Ein Beamter schlug mit einem Schlagstock die Seitenscheibe ein, ein Kollege trat gegen das Glas.
Nach diesem entschlossenen Vorgehen gab Nuzbech auf. Er stieg aus und wurde in Handschellen abgefĂŒhrt.
Die Beute: Kokain, Bargeld, ein verdÀchtiges Handy
Bei der Durchsuchung seines Wagens machten die Ermittler fette Beute. Sie beschlagnahmten 1,18 Gramm Kokain, 50.280 Baht (ca. 1.260 Euro) in bar und ein Mobiltelefon.
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Die Auswertung des Handys lieferte den nĂ€chsten heiĂen Hinweis: Nachrichten ĂŒber DrogengeschĂ€fte und ein Kontakt zu einer 29-jĂ€hrigen ThailĂ€nderin aus der Provinz Roi Et.
Nuzbech hatte offenbar einen QR-Code zu ihrem Bankkonto an Kunden verschickt. Gegen die Frau wird nun ebenfalls ermittelt.
Jetzt droht dem RĂŒckfall-TĂ€ter eine lange Haftstrafe
FĂŒr Ukoma Jefta Nuzbech sieht die Zukunft dĂŒster aus. Ihm wird nun der Besitz einer Kategorie-2-Droge mit Verkaufsabsicht vorgeworfen.
Diese Straftat kann mit bis zu zehn Jahren GefĂ€ngnis und einer Geldstrafe von bis zu einer Million Baht geahndet werden. Da er zudem gegen seine Kautionsauflagen verstieĂ, wird das Gericht wohl kaum Milde walten lassen.
Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, um das gesamte Netzwerk des Dealers zu zerschlagen. FĂŒr die PartygĂ€ste auf Ko Pha-ngan ist das eine klare Botschaft: Die Insel ist kein rechtsfreier Raum fĂŒr DrogenhĂ€ndler.
đŁ Dein GefĂŒhl zu diesem Fall?
Ein Mann auf Kaution, weiter im DrogengeschĂ€ft, gestoppt erst nach zerschlagenen Scheiben. War das konsequente Polizeiarbeit â oder ein Beweis, dass das System vorher versagt hat? Sag klar, was dich hier am meisten wĂŒtend oder nachdenklich macht.



„Fette Beute“???
1,18 Gramm.
Nicht 1,18 Tonnen oder wenigstens 1,18 kg.
ReiĂerische Berichterstattung.
Peter , das ist die ThailÀndische Bild
Nee, dass ist eine reiĂerische Berichterstattung in der 1,18g aufgebauscht werden als wĂ€ren es hunderte von Kilos.
Diese Wortwahl kam vom WB, nicht von den involvierten (Polizei-) Behörden.