Deflation hält an – Preise fallen seit Monaten

Deflation hält an – Preise fallen seit Monaten
Thai Enquirer Facebook

BANGKOK – Die Zahlen sorgen für Stirnrunzeln: Thailands Verbraucherpreise sind im Dezember 2025 zum neunten Mal in Folge gefallen. Das ganze Jahr 2025 schloss mit einer Deflation von -0,14% – ein Minus-Kurs, den es zuletzt vor fünf Jahren gab.

Deflation hat Thailand fest im Griff

Im Dezember lag die Teuerungsrate bei -0,28% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit rutschte das Land das neunte Monat in Folge in den negativen Bereich.

Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich eine Inflationsrate von -0,14%. Das ist der erste Jahreswert im Minus seit 2020.

Laut der Kasikorn Research Center sind vor allem die gesunkenen Energiepreise der Treiber. Sie fielen um satte 7,0% und drückten die Gesamtinflation um -1,7 Prozentpunkte.

Billige Energie, teures Gemüse: Eine gespaltene Preisentwicklung

Der globale Ölpreisverfall und staatliche Maßnahmen wie Subventionen für Flüssiggas (LPG) und gesenkte Diesel- und Stromtarife halten die Kosten niedrig.

Doch es gibt einen Gegenpol: Die Preise für einheimisches Gemüse und Obst stiegen im Dezember um 5,2%.

„Die Überschwemmungen zum Jahresende und ein niedriger Vergleichswert aus 2024 trieben die Preise für Limetten, Koriander und andere frische Lebensmittel in die Höhe“, so die Analysten. Die Lebensmittelinflation war damit erstmals seit acht Monaten wieder positiv.

Was die Deflation für Verbraucher und die Wirtschaft bedeutet

Auf den ersten Blick klingt es gut: Fallende Preise entlasten die Haushaltskasse. Benzin, Strom und Gas sind günstiger.

Doch langfristige Deflation ist ein gefährliches Signal für die Wirtschaft. Sie kann zu Investitionsstopps führen, wenn Unternehmen keine Preiserhöhungen erwarten können.

Auch Staatsschulden werden in realer Wertung schwerer zurückzuzahlen. Die thailändische Zentralbank muss diesen Spagat genau beobachten.

Prognose für 2026: Leichte Erholung, aber Risiken bleiben

Die Kasikorn-Experten erwarten für 2026 eine leichte Rückkehr ins Plus. Die Inflationsprognose liegt bei +0,4%.

Gründe sind der nachlassende Druck bei den Energiekosten, moderate Anstiege bei den Lebensmittelpreisen und ein weiteres Wachstum der Kerninflation.

Doch die Deflationsrisiken sind nicht gebannt. Ein erneuter Einbruch der Weltkonjunktur oder weiter fallende Rohstoffpreise könnten die Erholung zunichtemachen.

Die große Frage: Wann greift die Notenbank ein?

Die thailändische Zentralbank steht vor einer kniffligen Aufgabe. Sollte die Deflation anhalten, könnte sie die Zinsen senken, um die Konjunktur anzukurbeln.

Andererseits könnte eine zu lockere Geldpolitik die Verschuldung anheizen und neue Blasen verursachen.

Die Entwicklung der Preise in den nächsten Monaten wird richtungsweisend für die gesamte Wirtschaftspolitik des Landes sein. Für die Verbraucher bleibt es vorerst eine Zeit der günstigen Preise – mit ungewissem Ausgang.

🗣 Billiger leben – oder stiller Alarm?

Sinkende Preise klingen gut. Doch Deflation kann auch heißen: schwache Nachfrage, gebremster Konsum, unsichere Unternehmen.

Ist das ein Segen für Haushalte – oder ein gefährliches Signal für Thailands Wirtschaft?
Und wie lange kann ein Land im Preisrückgang leben, ohne dass Jobs, Löhne und Investitionen leiden?
Was spürst du im Alltag – Entlastung oder Stillstand?

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Quelle: Thai Enquirer Facebook

Ein Kommentar zu „Deflation hält an – Preise fallen seit Monaten

  1. Die „Statistik“ verwirrt (mich). Habe doch auch hier im NL gelesen, wie die steigenden Lebenshaltungskosten für Durchschnittsrentner in Th zum täglichen Problem werden. Und auch die Steuern auf Verbrennerfahrzeuge sind gestiegen, ebenfalls die Prämien für Krankenversicherungen, ……. um nur ein paar Gegenbeispiele zu nennen.

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