PATTAYA, THAILAND – Die Polizei nahm am Mittwoch einen 43-jährigen Deutschen fest. Er soll über das Internet viele Menschen betrogen und Geld gewaschen haben. Beamte der Einwanderungsbehörde und der deutschen Botschaft arbeiteten bei dem Einsatz zusammen. Der Mann lebte seit sieben Jahren ohne Visum in der Stadt.
Gemeinsame Jagd auf Betrüger
Am Mittwochmorgen um 10.00 Uhr arbeiteten thailändische Polizisten und Beamte der deutschen Botschaft zusammen. Unter der Leitung von Pol. Lt. Col. Kawinwat Aryasuriwong suchten sie den Verdächtigen. Sie prüften die Hinweise direkt vor Ort und sprachen mit Zeugen in der Umgebung.
Der Gesuchte ist ein 43 Jahre alter Mann aus Deutschland. Die Ermittler fanden seinen Wohnort in einem Haus in der Soi Jomtien 10. Dort lebte er seit langer Zeit unbemerkt von den Behörden. Die Polizei beobachtete das Gebäude vor dem Zugriff für einige Zeit ganz genau.
Zugriff am Motorrad
Die Beamten besorgten sich einen Beschluss vom Gericht für die Durchsuchung. Als sie am Haus ankamen, wollte der Deutsche gerade wegfahren. Er saß schon auf seinem Motorrad und wollte die Unterkunft verlassen. Die Polizisten hielten ihn direkt vor der Einfahrt auf und nahmen ihn fest.
Der Zugriff verlief schnell und ohne große Gegenwehr des Mannes. Die Fahnder führten ihn direkt vom Fahrzeug weg in das Gebäude. Flucht war für den 43-Jährigen in diesem Moment nicht mehr möglich. Er musste sein Zweirad stehen lassen und den Beamten die Tür zu seiner Wohnung öffnen.
Masche mit Internet-Geld
Der Beschuldigte bot Waren auf großen Seiten im Internet an. Er verlangte von den Käufern aber kein normales Geld auf ein Bankkonto. Die Kunden sollten die Beträge in eine digitale Geldbörse für Kryptowährungen einzahlen. Das machte die Spur für die Polizei am Anfang schwerer verfolgbar.
Sobald das Geld bei ihm ankam, verschwand der Mann einfach. Die bezahlte Ware schickte er nie an die Käufer ab. Mit diesem Trick prellte er viele Menschen in seiner Heimat Deutschland. Er nutzte die moderne Technik im Internet für seine illegalen Zwecke und Betrügereien aus.
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Hoher Schaden für die Opfer
Durch seine Taten entstand ein großer finanzieller Verlust. Die Ermittler sprechen von einem Schaden von mindestens 1,5 Millionen Baht. Viele unschuldige Menschen in Deutschland verloren so ihre Ersparnisse an den Betrüger. Die thailändischen Behörden prüfen nun weitere Fälle.
In Deutschland lag deshalb bereits ein Haftbefehl gegen den Mann vor. Ihm werden Betrug und schwere Geldwäsche zur Last gelegt. Die deutschen Behörden baten deshalb ihre Kollegen in Thailand offiziell um Hilfe. Nur so konnte der Aufenthaltsort des Mannes in Pattaya ermittelt werden.
Technik zur Auswertung bereit
Im Haus fanden die Polizisten wichtige Beweisstücke für die Ermittlungen. Ein Computer und drei Mobiltelefone lagen in den Räumen bereit. Auch zwei Kreditkarten steckten die Beamten für die Beweissicherung ein. Alles wurde für das Protokoll der Durchsuchung genau aufgeschrieben.
Spezialisten werten die Daten auf den Geräten jetzt aus. Sie suchen nach Spuren der Geldflüsse und weiteren Opfern des Betrugs. Die Technik soll zeigen, wie der Mann seine Geschäfte genau abwickelte. Jede Datei auf dem Computer könnte als Beweis vor einem deutschen Gericht dienen.
Abschiebung nach Deutschland
Der Deutsche blieb genau 2.591 Tage länger im Land als erlaubt. Dieser enorme Zeitraum ohne Visum wird ihm nun zusätzlich zur Last gelegt. Die Einwanderungsbehörde übergab den Mann an die Polizei von Pattaya City. Dort leiteten die Beamten die ersten rechtlichen Schritte ein.
Parallel dazu bereiten die Behörden bereits die Abschiebung vor. Der Mann soll bald nach Deutschland zurückkehren, um dort vor den Richter zu treten. Bis zum Flug bleibt er in thailändischer Haft. Die Zusammenarbeit der Länder beendet so seine lange Zeit in Freiheit.
Sicher im Internet?
Betrüger nutzen immer öfter digitale Währungen für ihre Beutezüge im Netz. Haben Sie selbst schon einmal Erfahrungen mit Käufen über Kryptowährungen gemacht? Sagen Sie uns, ob Sie bei Angeboten im Internet heute vorsichtiger sind als noch vor ein paar Jahren.



Vielleicht sollten so manche nochmal darüber nachdenken wenn sie immer wieder über die „Qualitätstouristen“ aus anderen Teilen der Welt rumlästern. Nur mal so eine Idee…
egal wo, wer kriminell ist, muss für seine Straftaten haften. Ich denke, die thailändische Polizei hat gute Arbeit geleistet. Hat zwar etwas länger gedauert, aber jetzt wird der hoffentlich seine gerechte Strafe bekommen.
Ich wünsche dem Herren erst mal einen längeren Aufenthalt im thailändischen Gefängnis!