Lost Place im Militärgebiet: Deutscher löst Ärger aus

Ein „Lost Place“-Clip von einem deutschen Touristen mit ausrangierten Militärjets geht viral – doch der Drehort soll in einer Sperrzone am Flughafen U-Tapao liegen, und plötzlich steht eine heikle Frage im Raum…

Lost Place im Militärgebiet: Deutscher löst Ärger aus
@ruffy_the_travelbuddy

U-TAPAO, THAILAND – Ein ausländischer Instagram-User zeigte dutzende verlassene Flugzeuge in einem Hangar-Gelände, das als „Flugzeugfriedhof“ der Thai Air Force beschrieben wurde. Thailändische Nutzer fragten daraufhin, wie der Zugang zu dem mutmaßlich militärischen Areal möglich war.

Der Clip, der Fragen auslöst

Am 7. März veröffentlichte der Instagram-Account @ruffy_the_travelbuddy ein Video, in dem eine Person über ein altes Hangar- und Abstellgelände läuft.

Zu dem Beitrag stand eine deutsche Bildunterschrift: „Und heute wieder ein ganz besonderer Lost Place für Euch. Ein Flugzeugfriedhof der Thai Air Force…“.

Was im Video zu sehen ist

Die Aufnahmen zeigen mehrere Flugzeugrümpfe und Maschinen, die über eine weitläufige, offene Fläche verteilt abgestellt sind.

Der Eindruck: Es handelt sich um alte Zellen, die offenbar nicht mehr im aktiven Dienst stehen und als ausgemusterte Flugzeuge zurückgelassen wurden.

Zugriff auf ein sensibles Gelände

In thailändischen Kommentaren wurde der Zugang kritisch hinterfragt, weil es sich nach Darstellung mehrerer Nutzer um ein Staatsgelände handeln soll, das selbst für Einheimische schwer erreichbar sei.

Der Account-Inhaber entgegnete, es sei ein offenes Areal gewesen, niemand sei vor Ort gewesen, und man habe „einfach hineingehen“ können.

Hinweis auf Militärzone bei U-Tapao

Ein Kommentator verortete das Gelände innerhalb des Flughafenbereichs U-Tapao in Rayong und bezeichnete es ausdrücklich als militärische Zone.

Daraus leitete er eine klare Warnung ab: Man solle dort nicht hinein, auch wenn es vor Ort möglicherweise keine sichtbaren Verbotsschilder gebe.

Strandweg, Grauzone und Zuständigkeiten

Laut demselben Hinweis soll die Route auch als Durchgang in Richtung Hat Naphatharaphirom Beach genutzt werden, was die Lage für Ortsfremde unübersichtlich macht.

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ZUM ANGEBOT

Ob die zuständige Luftfahrteinheit der Royal Thai Navy Besuche duldet oder genehmigt, blieb in der Diskussion offen.

U-Tapao-Projekt unter Druck

Parallel dazu steht U-Tapao auch wirtschaftlich im Fokus, denn das Großprojekt zur Entwicklung des Flughafens im Umfang von 290 Milliarden Baht kämpft seit Jahren mit Verzögerungen.

Das verantwortliche Konsortium warnte zuletzt, es könne sich wegen anhaltender Verzögerungen und aus seiner Sicht fehlender staatlicher Entscheidungen aus dem Vorhaben zurückziehen.

Deine Meinung

Sollten „Lost Place“-Posts aus militärnahen Arealen in Thailand konsequenter geahndet werden, selbst wenn ein Zugang scheinbar ungesichert wirkt?

Welche Regeln und Grenzen sind aus eurer Sicht bei Fototouren und Social-Media-Drehs rund um Behörden- und Militärflächen angemessen—schreibt es in die Kommentare.

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Quelle: thethaiger.com

Ein Kommentar zu „Lost Place im Militärgebiet: Deutscher löst Ärger aus

  1. Und wie soll der Mann Ärger ausgelöst haben, wenn er auf einen nicht bewachten und freien nicht mit Betrettungsverbot gekennzeichneten Gelände Fotos gemacht hat???
    Hier nimmt sich wohl wieder ein Interner User zu wichtig

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