Thailand: Deutscher reißt Wahlplakate ab

Thailand: Deutscher reißt Wahlplakate ab
KhaoSod
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NONTHABURI, THAILAND – Ein 61-jähriger Deutscher ist von der Polizei in Bang Yai festgenommen worden, nachdem er insgesamt acht Wahlbanner einer Partei heruntergerissen hatte. Der ausländerrechtlich registrierte Mann berief sich auf ein Missverständnis, der geschädigte Kandidat verzichtete nach einer Entschuldigung auf weitere rechtliche Schritte.

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Beschädigte Wahlplakate in Bang Yai

Der Vorfall ereignete sich vor einer Wohnanlage an der Khlong-Thanon-Straße im Bezirk Bang Yai, wo am 1. Februar zunächst zwei Wahlplakate der People’s Party mit ihrem Kandidaten für den Wahlkreis Nonthaburi 6, Sutat Meesiri, beschädigt aufgefunden wurden.

Das Wahlkampfteam ließ die zerstörten Plakate umgehend reparieren und an derselben Stelle wieder anbringen, doch bereits am 2. Februar wurden an diesem Standort sechs weitere Banner gewaltsam heruntergerissen.

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Festnahme nach Auswertung von Kameraaufnahmen

Die Polizei Bang Yai identifizierte den Verdächtigen mithilfe von Überwachungskameras aus der Umgebung und nahm den 61-jährigen Deutschen am heutigen Tag fest, nachdem bestätigt worden war, dass es sich um denselben Mann wie auf den Aufzeichnungen handelt.

Laut Polizeiangaben zeigte das Material eindeutig, wie der Ausländer an den Bannern riss und sie entfernte, woraufhin Ermittler ihn in der Nähe seines Wohnorts stellten und zum Verhör auf die Wache brachten.

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Erklärung des Deutschen und Vermittlung auf der Wache

Der Deutsche gab gegenüber den Beamten an, er habe die Wahlplakate fälschlicherweise für störende Werbeschilder gehalten, die seiner Ansicht nach beim morgendlichen Joggen auf ihn hätten herabfallen können.

Die Polizei lud Sutat Meesiri zu einer vermittelnden Aussprache auf die Wache von Bang Yai ein, wo der Deutsche Reue zeigte, sich entschuldigte und erklärte, er habe die örtlichen Gesetze und Regeln für Wahlwerbung nicht gekannt.

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Einigung ohne weitere Strafverfolgung

In dem Gespräch bot der Mann an, einen Betrag von 2.000 Baht als Schadensersatz für die beschädigten Wahlmaterialien zu zahlen und betonte, er habe keinen bestimmten Kandidaten treffen wollen, sondern aus Sorge um seine persönliche Sicherheit gehandelt, wie Colonel Siraphop erläuterte.

Nach der Entschuldigung und dem Angebot zur Wiedergutmachung entschied Sutat, seine Anzeige zurückzuziehen und stattdessen seinen Wahlkampf unverändert fortzuführen.

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Polizei mahnt und verweist auf ähnliche Vorfälle

Beamte wiesen den Ausländer nachdrücklich darauf hin, dass die Beschädigung von politischen Werbemitteln strafbar ist, und warnten ihn davor, in Zukunft ähnliche Handlungen zu begehen, berichtete das Medium Khaosod.

In einem weiteren Fall forderte ein Thai rechtliche Schritte gegen zwei ausländische Männer, nachdem diese beim illegalen Besprühen von Wänden in Phuket gefilmt worden waren und die veröffentlichten Bilder in den sozialen Medien unterschiedlich aufgenommen wurden.

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⚖️ Dummes Missverständnis – oder klare Grenzüberschreitung?

Ein Deutscher reißt Wahlplakate ab und beruft sich auf ein Missverständnis. Nach Entschuldigung und Schadenersatz verzichtet der Kandidat auf eine Anzeige.
Sollte man in solchen Fällen mehr Nachsicht zeigen – oder konsequent durchgreifen, egal ob Einheimischer oder Ausländer?
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Quelle: The Thaiger

2 Kommentare zu „Thailand: Deutscher reißt Wahlplakate ab

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