BANGKOK, THAILAND – Die Regierung hat den Dieselpreis kurzfristig eingefroren, nachdem Berichte über einen eskalierenden Konflikt im Nahen Osten in Teilen des Landes zu Hamsterkäufen an den Zapfsäulen geführt hatten. Premierminister Anutin Charnvirakul ordnete an, den Preis für zunächst 15 Tage stabil zu halten.
Preisstopp nach Run auf Tankstellen
Aus Sorge vor steigenden Kosten fuhren am 4. März in mehreren Regionen Autofahrer verstärkt an Tankstellen, einige legten sich zusätzlich Kraftstoffvorräte an.
Auslöser waren Meldungen, dass Kämpfe mit Beteiligung der USA und Israels gegen Iran die Öl-Exporte beeinträchtigen könnten und sich die Lage über etwa vier Wochen hinziehen könnte.
Anutin greift ein – Diesel bleibt bei 29,94 Baht
Premierminister Anutin Charnvirakul, zugleich Innenminister, erklärte in einem Beitrag auf Facebook, er habe das Energieministerium und zuständige Behörden angewiesen, den Dieselpreis zu halten.
Der Liter Diesel werde demnach seit 3. März für 15 Tage auf 29,94 Baht festgesetzt.
PTT-Stationen müssen mitziehen
Anutin teilte zudem mit, dass alle PTT-Tankstellen während der Preisdeckelung Diesel zum festgelegten Satz verkaufen sollen.
Damit setzt die Regierung auf ein sichtbares Signal an Verbraucher und Transportbranche, um weitere Käufe „auf Vorrat“ unattraktiver zu machen.
Was nach 15 Tagen passieren könnte
Der Regierungschef betonte, der Beschluss sei in seiner Funktion als Leiter der Regierung getroffen worden.
Zugleich kündigte Anutin an, nach Ablauf der 15 Tage würden weitere Schritte geprüft, um die Bevölkerung zu unterstützen.
Parallel laufen Evakuierungspläne für Thais im Nahen Osten
Unabhängig von der Diesel-Entscheidung bereitet das Außenministerium Notfallmaßnahmen vor, um thailändische Staatsangehörige im Nahen Osten zu unterstützen und bei Bedarf zu evakuieren.
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Hintergrund ist eine gemeinsame Operation der USA und Israels gegen Iran, nach der Bangkok bei einer weiteren Eskalation mit Gefährdungen für Zivilisten rechnet.
Hotlines, Warnungen, Flugpläne – so soll die Hilfe aussehen
Nach Angaben des Außenministeriums sollen Botschaften und Konsulate Sicherheitswarnungen herausgeben, zu riskanten Orten abraten und über Hotlines den Kontakt zu Betroffenen halten.
Für den Ernstfall sehen die Pläne sichere Sammelpunkte, Evakuierungen über ein sicheres Drittland sowie Charterflüge oder Verbindungen von Thai Airways vor, während die Royal Thai Air Force geeignete Flugzeuge in Bereitschaft versetzt hat.
Deine Meinung
Der Diesel-Deckel wirkt wie eine schnelle Beruhigungspille, doch er zeigt auch, wie nervös Märkte und Verbraucher auf internationale Krisen reagieren.
Soll der Staat bei Energiepreisen häufiger eingreifen oder verzerrt das am Ende nur den Markt und verlagert die Kosten in die Zukunft – was ist Ihre Sicht dazu in den Kommentaren?



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