Ire bekommt 18 Jahre Haft fĂŒr PassfĂ€lschung

🚔 18 Jahre Haft fĂŒr falsche IdentitĂ€t: Das Provinzgericht Hua Hin verurteilt einen Iren zu 218 Monaten GefĂ€ngnis wegen gefĂ€lschter Papiere. Jahrelang reiste er unter dem Namen eines Verstorbenen ein und aus. Droht ihm danach die Auslieferung nach Australien?

Ire bekommt 18 Jahre Haft fĂŒr PassfĂ€lschung
CH7 News

HUA HIN, THAILAND – Ein flĂŒchtiger Ire ist wegen Delikten rund um einen gefĂ€lschten Pass zu 218 Monaten Haft verurteilt worden. Er soll dafĂŒr jahrelang eine IdentitĂ€t eines bereits verstorbenen Mannes genutzt haben – und steht zudem im Fokus australischer Ermittler.

Hinweis aus dem Ausland bringt Ermittler auf Spur

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Tipp, der bei Beamten in Surat Thani einging und sich auf Berichte aus auslĂ€ndischen Medien sowie auf eine irische Community-Gruppe auf Koh Phangan stĂŒtzte.

Der Hinweis betraf einen Mann, der einem in Australien gesuchten mutmaßlichen GroßverdĂ€chtigen aus dem Drogenmilieu Ă€hneln soll.

Identifizierung per Fingerabdruck und AFP-Kontakt

Nach Angaben der Immigration Police koordinierten die Ermittler den Abgleich mit der Australian Federal Police (AFP) und ließen FingerabdrĂŒcke ĂŒber ein biometrisches System prĂŒfen.

So sei der VerdĂ€chtige als Paul Noel Casey, irischer StaatsbĂŒrger, identifiziert worden.

Tote IdentitÀt und 28 Ein- und Ausreisen

Laut Polizei soll Casey die IdentitĂ€t von Alan Murray benutzt haben, der 2016 starb, um an einen Pass zu gelangen, der 2014 von einer Botschaft ausgestellt worden sei – mit Caseys eigenem Foto.

Erstmals sei Casey 2015 nach Thailand eingereist und habe sich vor allem auf Koh Phangan aufgehalten, wobei er mit der falschen IdentitÀt 28 Mal in das Land ein- und ausgereist sein soll.

Festnahme im Hotel und Vorwurf des Überziehens

Ermittelt wurde demnach zunĂ€chst auf Koh Phangan, bevor Casey schließlich am 11. August 2024 in einem Hotel in Hua Hin in der Provinz Prachuap Khiri Khan festgenommen wurde.

Die Polizei erklĂ€rte, der Mann habe 446 Tage ĂŒberzogen und zudem einem Beamten falsche Angaben gemacht, wĂ€hrend ĂŒber die AFP ĂŒbermittelte Fingerabdruckdaten mit EintrĂ€gen in einer Kriminaldatenbank ĂŒbereingestimmt hĂ€tten.

Urteil nach fast zwei Jahren und Blick nach Australien

Nach fast zwei Jahren Verfahrensdauer fÀllte das Provinzgericht Hua Hin am 13. Januar 2026 das Urteil und verhÀngte wegen der PassfÀlschungsdelikte 218 Monate Haft, wie Beamte am 3. MÀrz mitteilten.

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Nach VerbĂŒĂŸung der Strafe werde Australien voraussichtlich die Auslieferung koordinieren, um dort ein mutmaßliches Verfahren zu Drogen- und GeldwĂ€schevorwĂŒrfen weiterzuverfolgen, die laut von der Polizei zitierten australischen Unterlagen auf 2013 zurĂŒckgehen und bei denen Casey spĂ€ter nicht vor Gericht erschienen sein soll.

Weitere Festnahmen bei gefÀlschten PÀssen

UnabhÀngig davon meldeten Behörden die Festnahme von zwei syrischen MÀnnern, die versucht haben sollen, mit gefÀlschten PÀssen nach Thailand einzureisen.

Offiziellen Angaben zufolge wiesen die Dokumente zahlreiche AuffÀlligkeiten auf, die rasch Verdacht erregten.

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Quelle: The Thaiger