KÖLN, DEUTSCHLAND – Ein privater Arztbesuch führte Thaksin Shinawatra und seine Tochter Paetongtarn nach Deutschland. Die ehemalige Premierministerin postete ein Familienfoto vom Spaziergang vor dem Kölner Dom – ein seltener Blick in das Privatleben der politisch einflussreichen Familie.
Paetongtarn teilt privates Bild am Kölner Dom
Am 20. Juli 2026 veröffentlichte Paetongtarn Shinawatra auf ihrem Social-Media-Kanal ein Bild, das sie mit ihrem Vater Thaksin vor der berühmten Kathedrale zeigt. Dazu schrieb sie: „Nachdem ich ihn zum Arzt gebracht habe, ein wenig spazieren gehen.“
Das Foto zeigt die beiden sichtlich entspannt und lächelnd vor der gotischen Kulisse. Es ist ein ungewohnt privater Moment, den die Politikerin mit der Öffentlichkeit teilte.
Wissenschaftler bestätigt Echtheit des Bildes
Phonrak Raksaphol, Mitarbeiter des Ausschusses für Hochschulbildung und unabhängiger Experte für politische Kommunikation, bestätigte, dass es sich bei dem Foto um eine aktuelle Aufnahme der ehemaligen Premierministerin und ihres Vaters am Kölner Dom handelt.
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Naja, in der Gegend sollte er sich ja auskennen. Nach seinem Sturz und der Flucht aus Thailand suchte Thaksin Shinawatra nach einer sicheren Basis in Europa. Der CSU-Politiker Rudolf Kraus und der legendäre deutsche Privatdetektiv und Ex-Geheimagent Werner Mauss nutzten damals ihre Kontakte, um sich politisch für eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung für Thaksin einzusetzen.
Thaksin erschien am 29. Dezember 2008 persönlich beim Ausländeramt in Bonn. Er legte alle notwendigen Dokumente vor – darunter ein deutsches Führungszeugnis sowie den Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel – und erhielt eine befristete Aufenthaltsgenehmigung.
Als der Aufenthalt des per internationalem Haftbefehl gesuchten Milliardärs im Frühjahr 2009 aufflog, gerieten die Behörden unter massiven politischen Druck. Das Auswärtige Amt in Berlin und das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen intervenierten. Am 28. Mai 2009 wurde Thaksins Aufenthaltsgenehmigung offiziell wieder entzogen.
Danach reiste er aus Deutschland ab. In den Folgejahren hielt er sich gerüchteweise zwar immer wieder kurz inkognito für Treffen in Deutschland auf (etwa in München), seinen festen Exilsitz verlagerte er jedoch langfristig nach Dubai.