Die Preisspirale an Thailands Tankstellen dreht sich in einem beängstigenden Tempo weiter. Nachdem wir erst heute früh über die massiven Erhöhungen berichtet haben, folgt morgen, am 3. April um 5:00 Uhr, bereits der nächste Schock: Die Kraftstoffpreise werden erneut drastisch angehoben.
Zweite Rekorderhöhung innerhalb von 24 Stunden
Besonders die Dieselfahrer trifft es heute und morgen mit voller Härte. Nachdem der Preis bereits heute einen Sprung machte, steigt er morgen um weitere 3,50 Baht pro Liter. Dies gilt für Standard-Diesel. Premium-Diesel steigt um 4,00 Baht pro Liter. Auch die Benzin- und Gasohol-Sorten verteuern sich morgen erneut um 0,70 Baht pro Liter.
Die neuen Rekordpreise ab 3. April (PTT):
- Diesel: Steigt auf ein Rekordniveau von 47,74 THB
- Premium Diesel: Steigt auf 63,94 THB
- Gasohol 95: Steigt auf 43,95 THB
- Gasohol 91: Steigt auf 43,58 THB
- Benzin 95: Steigt auf 52,54 THB
Wirtschaft am Limit: Dieselpreise treffen auch Reisbauern
Mit einem Preis von fast 48 Baht für den Liter Diesel erreicht die Teuerung ein Niveau, das nicht nur die thailändische Logistikbranche, sondern auch Reisbauern und landwirtschaftliche Betriebe unter enormen Druck setzt. Traktoren, Erntemaschinen und viele Pick-up-Fahrzeuge auf dem Land laufen mit Diesel – genau dort, wo die Kostensteigerungen sofort spürbar sind.
Wie bereits in unserem heutigen Morgenbericht analysiert, treibt der Nahost-Konflikt die globalen Ölpreise unaufhörlich nach oben. Für Thailand bedeutet dies eine gefährliche Inflationswelle direkt vor dem Songkran-Fest.
Dass die Preise nun innerhalb von zwei Tagen zweimal massiv angepasst werden, verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Lage. Die Regierung steht unter massivem Druck, da die Subventionen offensichtlich nicht mehr ausreichen, um den Markt zu stabilisieren.
Verbraucher und Landwirte werden dringend gebeten, die Fahrzeuge – sofern möglich – noch heute Abend vollzutanken, bevor morgen die nächste Rekordmarke fällt.
Spüren Sie die Diesel-Krise bereits in Thailand?
Als Expats oder Reisende in Thailand: Wie sehr treffen Sie die rasant steigenden Spritpreise in Ihrem Alltag oder bei Ihren Reiseplänen? Spüren Sie die Auswirkungen bereits bei den Transportkosten oder den Lebensmitteln? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Eindrücke mit uns in den Kommentaren!



Und das wird noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Richtig knackig dürfte es erst nach Songkran werden. Bis das auf so ziemlich alle Lebensbereiche mit gravierenden Preissprüngen durchschlägt kann man auch abwarten. Warum sollte Thailand da eine Ausnahme machen können?
Oskar, verrate uns bitte: Wo hast du deine Glaskugel gekauft…?? 🔮
Dafür braucht man keine Glaskugel. Kein Land der Welt kann sich dauerhaft solche Subventionen leisten.
Aber es gibt europäische Länder die Treibstoffe nicht subventionieren, sondern ueber Steuern richtig „mitverdienen“ und ein Land verschenkt sogar dann diese Mehreinnahmen weltweit.
Ich finde es ja doch immer wieder erstaunlich wie mancher, egal um was es geht, immer wieder mit irgendwelchen plumpen Parolen klar machen muss, dass er sich hier im Exil vor diesem fürchterlichen Furchtbarland befindet. Eigentlich traurig.
Eigentlich kann er nur logisch denken. Transport und Erzeugung verteuert sich spürbar, so hoch ist die Gewinnspanne bei Farmern und Fischern auch nicht nicht. Das muss weitergegeben werden.
Warte nur die Anpassungen der Strompreise ab.
Was für dich Peanuts sind, ist für eine einfache Thai Familie ein ernstes Problem
Auch wenn Herr Kusch ansonsten unter einem unkontrollierten Schreibreflex leidet – hier hat er ausnahmsweise mal absolut recht. Es wird Thailand sogar besonders hart treffen, denn gerade staatlich (teil-)subventionierte Volkswirtschaften haben ein erhebliches Risiko für sprungfixe Kostensteigerungen in den Wertschöpfungsketten.
Oskar kusch kann offenbar die Realität in Deutschland nicht mehr realistisch bewerten.
Das können viele nicht- Wirtschaft ist auch nicht so einfach zu begreifen.
Für die Umsatzsteuereinahmen ist es völlig unerheblich wöfür das verfügbare Einkommen ausgegeben wird. ( Mal die 7% für Lebensnotwendiges aus Vereinfachungsgründen weggelassen) Mehr verfügbares Einkommen bringt die Einnahmen voran, wenn es denn ausgegeben wird. Solche Situationen wie jetzt führten in der Vergangenheit aber zu höheren Sparraten also weniger Konsum und damit Steuern.
Die Zeit ist vorbei, in der sich der PM vor den Wahlen dank des Kambodschas Krieges täglich in den Medien zeigte und davon provitierte. Seit dem Iran Krieg ist er praktisch von der Bildfläche verschwunden.
Danke an Oskar, wenigsten einer der die Mechanismen versteht!
Ich bin froh das mich die Aufschläge nicht betreffen. Ich tanke immer für 500 THB.