BANGKOK, THAILAND – Ein jüngst festgenommener mutmaßlicher Goldräuber ist nach Polizeiangaben per DNA-Test mit einem ähnlichen Überfall von 2013 in Verbindung gebracht worden. Damit sehen Ermittler einen seit rund zehn Jahren offenen Fall als aufgeklärt an.
Aktueller Raub in Einkaufszentrum auf Soi Sukhumvit 50
Der 28-jährige Jalor, auch als Tew bekannt, war am 19. Februar in Chiang Rai festgenommen worden, nachdem er am 31. Januar in einem Einkaufszentrum in der Soi Sukhumvit 50 in Bangkok Bargeld und Gold im Wert von fast 15 Millionen Baht erbeutet haben soll.
Laut Polizeiaufnahmen von CCTV-Kameras betrat der Verdächtige das Goldgeschäft kurz vor Ladenschluss und bedrohte das Personal, indem er ankündigte, das Einkaufszentrum in Brand zu setzen.
Flucht, Festnahme und mutmaßlicher Goldverkauf
Aus Angst um ihre Sicherheit händigten die Mitarbeiter dem Mann nach Angaben der Ermittler Goldschmuck und Bargeld aus, woraufhin er auf einem Motorrad flüchtete und sich fast drei Wochen der Festnahme entzog.
Der Festgenommene erklärte den Beamten, er habe einen Freund in Myanmar gebeten, das gestohlene Gold zu verkaufen, und bereits 200.000 Baht aus einer ersten Teilmenge erhalten.
Verdacht Verbindung zu Raub von 2013
Ermittler des Metropolitan Police Bureau erklärten gegenüber Channel 7, Aussehen und Vorgehensweise von Jalor ähnelten stark einem Goldraub aus dem Jahr 2013 in einem Einkaufszentrum im Rama-4-Gebiet von Bangkok.
Damals sicherten Beamte DNA-Spuren von dem Griff eines gelben Yamaha-Motorrads, das bei dem Überfall benutzt worden sein soll und dem Täter zugeordnet wurde.
DNA-Abgleich schließt alten Fall
Die Polizei teilte mit, sie habe die DNA des nun festgenommenen Jalor mit den im Fall von 2013 gesicherten Spuren verglichen und eine eindeutige Übereinstimmung festgestellt.
Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass Jalor der damals gesuchte Räuber ist, und kündigten an, die strafrechtlichen Vorwürfe gegen ihn entsprechend zu erweitern.
Weitere ungelöste Fälle und Bedeutung der DNA-Technik
Bereits im September des vergangenen Jahres war ein weiterer ungelöster Fall durch DNA-Analyse vorangekommen, als Ermittler ein in Bangkok gefundenes Skelett als die seit 2013 vermisste Thailänderin Kae identifizierten.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Den Angaben zufolge konnte auch der damalige Freund der Frau als dringend Tatverdächtiger ermittelt werden, der alle Vorwürfe bestritt, jedoch Suizid beging, bevor er erneut vernommen werden konnte.
Holt DNA jetzt alte Täter ein?
Mehr als ein Jahrzehnt blieb der Goldraub von 2013 ungelöst – bis moderne DNA-Analyse den entscheidenden Treffer lieferte. Der 28-jährige Verdächtige, kürzlich nach einem spektakulären 15-Millionen-Baht-Raub gefasst, soll identisch mit dem Täter von damals sein. Eine Spur am Motorradlenker brachte nun die Wende.
Wie viele ungeklärte Fälle könnten durch neue Technik noch aufgerollt werden? Ist das der Beginn einer Welle später Gerechtigkeit?
Deine Meinung interessiert uns. Diskutiere mit!



Wenn der Artikel stimmt beweist die DNA nur, dass er den Griff des Motorrades mal berührte. Ein halbwegs versierter Verteidiger kann argumentieren, dass er das Motorrad am Tag vor der Tat berührte und nach der Tat…
L