Dorf-Glücksspiel fliegt auf

Dorf-Glücksspiel fliegt auf
KhaoSod

BURIRAM, THAILAND – Ein in sozialen Netzwerken aufgetauchtes Handyvideo eines Dorffestes mit angeblichen Glücksspielrunden an Neujahr beschäftigt nun Polizei und Lokalbehörden in der Provinz Buriram.

Video aus Dorf geht viral

Die Diskussion entzündete sich an einem Clip, den eine Frau auf Facebook veröffentlicht hatte. Sie beschrieb darin, dass in Ban Jok Tieo, Dorf 13 der Gemeinde Hai Sok im Bezirk Phutthaisong in der Provinz Buriram, seit dem Vormittag Glücksspiel betrieben worden sei.

In ihrem Beitrag nannte sie konkret das Spiel „ไฟแคลง“ und zusätzlich Hilo (ein Würfelspiel) und schrieb, die Runden hätten „ab zehn Uhr morgens“ begonnen. Das Geschehen habe sich nahe einem lokalen Schutzschrein (ศาลปู่ตา) abgespielt, die Zufahrtswege seien komplett mit Fahrzeugen der Besucher zugeparkt gewesen, sodass die heilige Stätte kaum noch zu sehen gewesen sei.

Die Frau behauptete außerdem, es gebe tägliche Einsätze und Geldeinsammelaktionen, und appellierte an Dorfvorsteher und lokale Verwaltungsorganisation (อบต.), einzugreifen und den Spielort zu verlegen.

Dorfvorsteherin bestätigt Neujahrsfeier

Nangfa Ajchara Chamnan-sing, Dorfvorsteherin von Dorf 13 in Ban Jok Tieo, bestätigte gegenüber lokalen Medien, dass die Aufnahmen echt seien und während des Neujahrsfestes entstanden.

Sie erklärte, sie selbst sei zum Zeitpunkt der Feier nicht vor Ort gewesen. Nach ihren Informationen stamme das Video von einer Dorfbewohnerin, die mit einem Ausländer verheiratet sei und zum Jahreswechsel in ihre Heimat zurückgekehrt war.

„Die Feier hat es so gegeben, sie fand zum Neujahrsfest statt“, sagte die Vorsteherin. Die Veröffentlichung des Clips erfolgte jedoch erst Wochen später – ein Umstand, der im Dorf für zusätzliche Irritationen sorgte.

Gastgeber räumt Glücksspiel ein

Der Eigentümer des Hauses, in dem die Feier stattfand, schilderte, dass an diesem Abend mehrere Spielrunden parallel gelaufen seien. Hintergrund sei der gemeinsame Wunsch der Dorfbewohner gewesen, den Jahreswechsel zu feiern und „bis zum Countdown zu spielen“.

Er bestätigte, dass auch die Frau, die das Video aufgenommen hatte, selbst an den Spielen teilgenommen habe. „Wir wissen nicht, warum sie den Clip ausgerechnet jetzt online gestellt hat“, erklärte er. Zusätzliche Angaben zu Einsätzen oder Gewinnen machte er nicht.

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ZUM ANGEBOT

Polizei kündigt Ermittlungen an

Polizeidirektor P. o. Noppadon Thuntawisiansak, Leiter der Polizeistation Phutthaisong, bewertete den Fall nach Sichtung des Materials eindeutig.

Er sagte, die Bilder zeigten tatsächliches Glücksspiel, da auf dem Hilo-Brett klar Bargeld zu erkennen sei. „Wir werden die Aufnahmen auswerten. Wenn wir die Beteiligten zweifelsfrei identifizieren können, werden wir sie im Rahmen der geltenden Gesetze strafrechtlich verfolgen“, so der Kommandant.

Die Ermittlungen zielen insbesondere darauf ab, Teilnehmer und Organisatoren der Spielrunden festzustellen. Nach aktuellem Stand lagen noch keine Informationen über konkrete Anklagen oder Festnahmen vor.

Lokale Behörden unter Druck

Mit dem öffentlichen Posting und den Vorwürfen, dass es sich um ein wiederkehrendes Geschehen handeln könnte, geraten nun auch lokale Verantwortliche verstärkt in den Blick:
Dorfverwaltung soll die Lage vor Ort klären
Gemeindeverwaltung (อบต.) steht in der Pflicht, auf Beschwerden zu reagieren
Polizei prüft mögliche Verstöße gegen Glücksspielgesetze

Die Vorsteherin hatte die Bevölkerung zugleich aufgefordert, Beschwerden über ähnliche Vorfälle direkt an zuständige Behörden zu melden, damit diese zeitnah reagieren können.

🗣 Wenn Feiern plötzlich strafbar werden

Ein Dorf, ein Jahreswechsel, ein Handyvideo – und aus einer privaten Feier wird ein öffentlicher Skandal. Ist das harmlose Tradition oder klarer Gesetzesbruch? Und wie viel Verantwortung trägt derjenige, der erst mitspielt – und später alles ins Netz stellt?
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Quelle: KhaoSod

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