3. Update 19.30 Uhr: Beim Unglück mit Zug Nr. 21 auf der Strecke Bangkok–Ubon Ratchathani in Sikhio (Provinz Nakhon Ratchasima) sind inzwischen 99 Betroffene registriert. Bestätigt wurden 32 Todesopfer, 64 Verletzte, drei Personen gelten weiterhin als vermisst.
2. Update 16.45 Uhr: Laut Thairath ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen und liegt nun bei 31. Drei Personen gelten weiterhin als vermisst. Augenzeugen berichteten von dramatischen Szenen bei der Rettung, eine Mutter habe verzweifelt darum geschrien, zuerst ihr Kind zu retten.
Update 15.00 Uhr: Nach Angaben der thailändischen Zeitung Thairath ist die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 29 gestiegen, 67 weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt.
Kran reißt Schnellzug aus den Gleisen
In der thailändischen Provinz Nakhon Ratchasima ist es zu einem schweren Zugunglück gekommen. Ein Baukran stürzte auf einen fahrenden Schnellzug, der daraufhin entgleiste und in Brand geriet.
Nach offiziellen Angaben kamen mindestens 22 Menschen ums Leben. Mehr als 50 weitere Passagiere wurden verletzt, mehrere davon schwer.
Im Artikel finden sich weiter unten zahlreiche Bilder und Videos. Sie zeigen das Ausmaß der Zerstörung, den brennenden Zug und die laufenden Rettungsarbeiten.
Unglück auf Strecke Bangkok–Ubon Ratchathani
Der Unfall ereignete sich am 14. Januar gegen 9.05 Uhr auf der Strecke Bangkok–Ubon Ratchathani. Betroffen war der Special Express Train Nr. 21, ein Diesel-Schnellzug.
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Der Zug befand sich zwischen den Bahnhöfen Sikhio und Nong Nam Khun, als er einen Baustellenbereich passierte.





Bauarbeiten an Hochgeschwindigkeitsstrecke
Nach ersten Erkenntnissen wurde an dieser Stelle an einer Hochgeschwindigkeitsbahn-Brücke gearbeitet. Ein großer Kran hob Betonelemente für das Bauprojekt.
Aus bislang ungeklärter Ursache verlor der Kran die Kontrolle und stürzte direkt auf den fahrenden Zug.
Mehrere Waggons zerstört
Durch den Aufprall wurden mehrere Waggons aus den Gleisen gerissen. Besonders die vorderen Wagen wurden massiv beschädigt und teilweise zerquetscht.
Kurz nach dem Aufprall brach ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete und die Rettungsarbeiten erschwerte.




Panik unter rund 200 Passagieren
Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen sich fast 200 Menschen an Bord des Zuges befunden haben. Augenzeugen berichten von Panik und Chaos unmittelbar nach dem Aufprall.
Einige Waggons wurden von Teilen des Krans getroffen, andere sprangen aus den Schienen und kamen seitlich zum Liegen.
Große Rettungsaktion vor Ort
Rettungskräfte mehrerer Organisationen rückten umgehend an, darunter lokale Hilfsdienste, Feuerwehr und medizinische Notfallteams.
Mit schwerem Gerät mussten Verletzte und Tote aus den zerstörten Waggons geborgen werden, während Feuerwehrkräfte den Brand unter Kontrolle brachten.




Entschädigung für Opfer und Angehörige
Die thailändische Staatsbahn (SRT) hat umfassende Hilfs- und Entschädigungsmaßnahmen für die Betroffenen angekündigt. Nach Angaben von Anan Phothinimdaeng, dem stellvertretenden Gouverneur der Staatsbahn und amtierenden Gouverneur, erhalten die Hinterbliebenen der Todesopfer eine finanzielle Unterstützung in Höhe von umgerechnet rund 80.000 Baht pro Person.
Diese Summe setzt sich aus einer Beihilfe für die Bestattungskosten sowie einer zusätzlichen Entschädigungszahlung zusammen. Darüber hinaus übernimmt die Staatsbahn die Organisation und Kosten für die Überführung der Verstorbenen in ihre Heimatprovinzen, sofern dies von den Angehörigen gewünscht wird.
Verletzte Passagiere werden vollständig medizinisch versorgt. Sämtliche Behandlungskosten werden von der Staatsbahn getragen. Zusätzlich stehen Mitarbeiter bereit, um die Betroffenen bei der Rückreise in ihre Heimat zu unterstützen.
Ermittlungen und Baustopp angeordnet
Unmittelbar nach dem Unglück wurde eine Untersuchung eingeleitet. Nach ersten Informationen befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls ein Bauingenieur auf der Baustelle. Der Lokführer blieb unverletzt und konnte den Gefahrenbereich selbstständig verlassen.
Der Kranführer wird derzeit befragt. Die Bauarbeiten an der betroffenen Stelle wurden vorsorglich vollständig eingestellt, um eine transparente und umfassende Untersuchung zu ermöglichen. Geprüft wird sowohl mögliches menschliches Versagen als auch ein technischer Defekt.
Bergung der Trümmer äußerst komplex
Die Bergung gestaltet sich besonders schwierig, da der umgestürzte Baukran ein Gewicht von rund 400 Tonnen haben soll. Spezialkräne müssen erst in das schwer zugängliche Gebiet gebracht werden, um die Trümmer sicher entfernen zu können.
Nach Abschluss der Bergungsarbeiten sollen Gleisanlagen, Signale und die gesamte Infrastruktur gründlich überprüft werden. Erst danach wird über eine Wiederaufnahme des regulären Zugverkehrs entschieden.
Einschränkungen im Bahnverkehr
Der Bahnverkehr auf der Strecke nach Ubon Ratchathani wurde vorübergehend eingestellt. Züge werden derzeit über alternative Routen umgeleitet, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten.
Die Staatsbahn kündigte an, regelmäßig über Fahrplanänderungen und verfügbare Bahnhöfe zu informieren.
Krisenzentrum in Nakhon Ratchasima eingerichtet
Die Provinzverwaltung von Nakhon Ratchasima richtete ein zentrales Krisen- und Lagezentrum ein. Unter der Leitung des Provinzgouverneurs koordinieren Behörden, Rettungsdienste und technische Teams die Maßnahmen vor Ort.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit der Einsatzkräfte, um weitere Unfälle während der Bergungs- und Aufräumarbeiten zu verhindern.




Ich bin sprachlos.
Mein tief empfundenes Beileid für alle Angehörigen der Opfer.
Allen Verletzten gute Wünsche der Genesung.
Unglaublich,was das Schicksal für uns bereithält. Der Kran stürzt genau um, wenn der Zug kommt.
Schrecklich und traurig..
Der Kran verlor die Kontrolle?????? Das wird noch ein Nachspiel haben.
Warum wurden die Arbeiten nicht paar Minuten eingestellt bis der Zug die Baustelle passiert hat. Wer hatte die Aufsicht????
Leider kann und passiert sowas, immer wieder, wenn man unter oder über dem laufenden Betrieb, Straße oder Bahnstrecke , baut.
Darf natürlich nicht passieren.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren hier sicher nicht ausreichend.
Wird untersucht werden. Und man kann nur hoffen das Lehren aus dem Unglück gewonnen und gezogen werden.
Allen Verletzten kann man nur schnelle Genesung wünschen.
Was für eine Wahnsinn! Mein Mitgefühl mit den Verletzten und Hinterbliebenen. Mögen die Toten in Frieden ruhen. Das System diese aufgeständerten Strecken zu bauen scheint extrem gefährlich. Nicht nur wie in diesem Fall, sondern auch schon mit hunderten Verletzten und Todesopfer zum Beispiel beim Bau des aufgeständerten Rama II Motorway. Jedesmal rennen dann ein paar Politiker da hin, erklären dass da jetzt alles untersucht wird damit sowas nicht wieder passiert. Und dann passiert es wieder und wieder und wieder. Ich weiß es nicht was es ist, aber vermutlich nicht nur eine einzelne Ursache fordern mehr und mehr Opfer. Vielleicht wirklich mal an der Zeit mal grundsätzlich darüber nachzudenken was man da wie macht und kein übliches Politiker-Blabla.
Ich wünsche den Verletzten eine schnelle Genesung. Owohl nicht Alle wieder völig gesund sein werden. Den Hinterbliebenen der Toten viel Kraft den Schmerz zu überwinden.
Ein Horrorszenarium für den Lokführer. Ob der jemals wieder seinen Beruf ausführen kann? Nicht jeder kann so ein Szenarium verarbiten.