PHUKET, THAILAND – Eine mutmaßliche Betrugsbande, die sich als Polizisten ausgab und Unternehmer zu Geldüberweisungen drängte, ist von der Polizei zerschlagen worden.
Ermittlungen nach Beschwerden aus Chalong
Die Ermittlungen der Polizeistation Chalong hatten begonnen, nachdem sich drei Geschäftsbetreiber meldeten. Sie berichteten, ein Mann habe sie mit einer thailändischen Telefonnummer angerufen und sich als Polizist ausgegeben.
Unter dem Vorwand angeblicher Bußgelder und offizieller Maßnahmen habe der Anrufer Geldüberweisungen gefordert. Die Opfer überwiesen daraufhin Geld auf ein Konto bei der TMBThanachart Bank, registriert auf den Namen Mr. Pongpat (Alias).
Später stellten die Beamten klar, dass der Kontoinhaber keinerlei Verbindung zu einer Strafverfolgungsbehörde hatte. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um ein organisiertes Betrugssystem, das gezielt mit Angst und Autorität arbeitete.
Festnahme auf Koh Samui und erste Beweise
Am 23. Dezember 2025 setzten Ermittler Haftbefehle des Provinzgerichts Phuket gegen Pongpat wegen dreifachen Betrugs durch Amtsanmaßung um. Der Verdächtige wurde auf Koh Samui in der Provinz Surat Thani festgenommen.
Bei der Festnahme stellten die Beamten unter anderem sein Bankbuch sicher. Dieses Konto war nach Erkenntnissen der Ermittler genutzt worden, um die rechtswidrigen Überweisungen zu sammeln und weiterzuleiten.
Netzwerk entstand im Gefängnis
Die weitere Untersuchung ergab, dass Pongpat Anfang 2025 im Gefängnis Samui Mr. Suchart (Alias), auch bekannt als „Baw“, kennengelernt hatte. Nach ihrer Entlassung im September 2025 habe Suchart den Kontakt wieder aufgenommen.
Laut Polizei wies Suchart Pongpat an, dessen Konto für betrügerische Transaktionen zu nutzen. Sobald Geld eingegangen war, musste es an ein zweites Konto bei der Government Savings Bank weitergeleitet werden, das auf Ms. Supatra (Alias) registriert war.
Zwischen September und November 2025 wurden über dieses System rund 80 Transaktionen abgewickelt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 900.000 Baht geschätzt. Pongpat gab laut Polizei zu, für jede Überweisung Provisionen zwischen 100 und 2.000 Baht erhalten zu haben.
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Weitere Haftbefehle und Verhaftungen in Nong Bua Lamphu
Angesichts der Beweislage beantragten die Ermittler zusätzliche Haftbefehle gegen Supatra und Suchart wegen gemeinschaftlichen Betrugs durch Amtsanmaßung. Am 18. Januar 2026 wurden beide in der Provinz Nong Bua Lamphu aufgespürt und festgenommen.
Die Verdächtigen wurden anschließend nach Phuket überstellt, wo sie sich nun einem Strafverfahren stellen müssen. Alle drei sehen sich mehreren Anklagepunkten wegen Betrugs und Amtsanmaßung gegenüber.
Polizei warnt vor falschen Beamten
Nach Angaben der Behörden ist das Vortäuschen einer Polizeizugehörigkeit ein schweres Delikt, das das Vertrauen der Öffentlichkeit untergräbt und nach thailändischem Recht streng geahndet wird.
Die Polizei ruft die Bevölkerung zur Vorsicht auf:
• Keine Geldüberweisungen tätigen, wenn Anrufer sich unter Druck auf angebliche Strafen berufen
• Die Identität von angeblichen Beamten immer direkt bei der örtlichen Polizeistation verifizieren
• Verdächtige Anrufe umgehend der Polizei melden
Ein Sprecher betonte, dass echte Polizeibeamte Geldforderungen nicht per Telefon durchsetzen. „Bei Zweifeln sollte immer zuerst die nächstgelegene Polizeidienststelle kontaktiert werden“, hieß es von offizieller Seite.
🗣 Wenn selbst „die Polizei“ nicht mehr sicher ist
Ein Anruf. Eine Drohung. Ein angeblicher Beamter. Und plötzlich überweisen Menschen Geld aus Angst.
Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn Kriminelle gezielt das Vertrauen in Behörden missbrauchen?
Und wie soll sich ein normaler Bürger noch schützen, wenn sogar Uniform und Titel zur Maske werden?
Was meinst du: Reicht Aufklärung – oder braucht es härtere Strafen und öffentliche Warnsysteme?



ich haette ein geschaeft in phuket alles so wie das gesetz es vorschreibt , es gibt keinerlei dinge die man mir vorwerfen koennte !!
weshalb sollte ich dann auf grund des drucks der ausgeuebt wird zahlen ???
ganz einfach ! wenn mein geschaeft doch nicht sooooo sauber laeuft wie vorgeschrieben wuerde ich wohl dann auch zahlen um keine schafenden hunde zu wecken.
ergo haben die erpressten dreck am stecken , mancher mehr, der andere weniger , aber sie haben ihn 😉!!