HAT YAI – In einer Blitzaktion hat die thailändische Polizei einen mutmaßlichen Geldboten einer internationalen Call-Center-Bande hochgenommen. Der 19-jährige Malaysier wurde in einem Hotel festgenommen, als er gerade aus Thailand fliehen wollte.
Weniger als 24 Stunden nach Haftbefehl geschnappt
Die Fahnder schlugen schnell zu. Weniger als 24 Stunden, nachdem das Gericht in Lom Sak den Haftbefehl erlassen hatte, war der Mann in Gewahrsam.
Unter der Leitung von Polizeigeneralleutnant Phanumas Boonyalak stürmten Einheiten der Einwanderungspolizei Songkhla gemeinsam mit Kollegen aus Phetchabun ein Hotel in Zentral-Hat Yai.
Der Verdächtige, der nur unter dem Namen „Febby“ bekannt ist, wurde widerstandslos festgenommen. Er stand bereits mit gepackten Koffern zur Abreise bereit.
So brachte die Bande ihr Opfer um über eine Million Baht
Hintergrund ist ein besonders hinterhältiger Betrugsfall. Ein Ruhestandsbeamter aus Phetchabun erhielt einen Anruf von angeblichen Ermittlern.
Sie beschuldigten ihn, mit Geldwäsche- und Drogenkonten in Verbindung zu stehen. Unter massivem Druck überwies das Opfer über 400.000 Baht auf elf verschiedene Konten.
Danach zwangen die Betrüger ihn, zusätzlich 600.000 Baht als angebliche Kaution zu besorgen. Diese Summe musste er schließlich einem angeblichen Regierungsbeamten persönlich aushändigen.
Der Gesamtschaden: Über eine Million Baht (ca. 25.000 Euro).
Verdächtige spielte eine Schlüsselrolle
Bei diesem persönlichen Geldübergag kam der festgenommene Malaysier ins Spiel. Ermittlungen ergaben, dass er das Bargeld in Phetchabun entgegengenommen hatte.
Anschließend brachte er es zu einem höhergestellten Bandenmitglied in Bangkok. Als Lohn für seinen Kurierdienst erhielt er lediglich 1.000 Ringgit (etwa 7.500 Baht oder 190 Euro).
Bei der Vernehmung gab er an, nicht gewusst zu haben, woher das Geld stammte. Die Polizei glaubt dieser Aussage nicht.
Netzwerk hatte internationale Ambitionen
Nachrichtendienstliche Erkenntnisse deuten auf eine professionelle, transnationale Struktur hin. Der Festgenommene sollte angeblich sogar nach Japan reisen, um auch dort Geld abzuholen.
Die Bande soll in der Lage sein, Opfer weltweit und verschiedener Nationalitäten auszunehmen. Die thailändischen Behörden gehen von einer engen Vernetzung mit malaysischen Partnern aus.
Die schnelle Festnahme des Geldkuriers ist ein Schlag gegen die Logistikkette der Verbrecher. Doch die Köpfe des Netzwerks sind weiterhin auf freiem Fuß.
Polizei setzt auf Abschreckung und weitere Ermittlungen
Der Fall zeigt das brutale Vorgehen der Call-Center-Banden, die ihre Opfer gezielt in Angst und Panik versetzen. Die Polizei will mit schnellen Erfolgen abschrecken.
„Wir werden jeden festnehmen, der diese kriminellen Aktivitäten in Thailand unterstützt, egal welcher Nationalität“, ließen die Behörden verlauten.
Der festgenommene Malaysier wurde an die Ermittler in Lom Kao überstellt. Die Jagd auf seine Komplizen und Hintermänner läuft auf Hochtouren.
🗣 Kleine Fische – großes System?
Ein junger Geldkurier kassiert ein paar Tausend Baht, während Hintermänner Millionen bewegen.
Reicht es, die Boten zu stoppen – oder muss der Fokus endlich konsequent auf die Drahtzieher gehen?
Und wie leicht lassen sich junge Menschen für globale Betrugsnetze rekrutieren?
Was meint ihr: Abschreckung durch schnelle Festnahmen – oder nur Symbolpolitik?




Ja klar, aber wenn der Farang für den Urlaub seine Lieblingswurst, Salami usw. Im Koffer hat, gibt es eine auf die Rübe. Siehe Wochenblitzartikel von heute:
wochenblitz.com/thailand-zoll-fleisch-verbot-beachten/