BANGKOK, THAILAND – Ein britisches Paar sitzt in Thailand fest, nachdem Flugstreichungen im Zuge der Krise zwischen den USA, Israel und Iran den Rückweg über Dubai blockierten. Die beiden berichten von wochenlanger Ungewissheit, hohen Alternativpreisen und Lücken beim Schutz von Reisenden.
Der verpasste Heimflug über Dubai
Laura Webster (40) aus Birmingham sagte, sie und ihr Mann hätten von ihrem Reisebüro die Auskunft bekommen, dass es für mindestens zwei Wochen keine verfügbaren Flüge zurück nach Großbritannien gebe.
Besonders bitter: In Großbritannien warten junge Kinder, die nach Angaben der Familie derzeit von früheren Partnern betreut werden.
Emirates streicht – nur noch reduzierter Betrieb
Geplant war ein Flug mit Emirates am 5. März von Thailand nach Dubai, dort drei Nächte Aufenthalt und anschließend weiter nach Birmingham.
Doch der Flug wurde gestrichen, während Fluglinien ihre Kapazitäten in der Region zurückfahren, und Emirates teilte mit, man fliege bis auf Weiteres nur einen reduzierten Flugplan und lasse Transitpassagiere nur zu, wenn der Anschlussflug tatsächlich stattfinde.
Alternativen gibt es – aber zu Mondpreisen
Webster sagte, das Paar suche fieberhaft nach irgendeinem Weg nach Hause und nehme notfalls auch mehrere Umstiege in Kauf.
Eine Route über Japan sei zwar auffindbar gewesen, habe aber bei rund 10.000 Pfund pro Ticket gelegen und sei damit unbezahlbar gewesen.
Luftraumsperren im Nahen Osten verschärfen die Lage
Auslöser der Störungen sind weitreichende Luftraumschließungen im Nahen Osten, nachdem der Konflikt am vergangenen Wochenende eskalierte und zahlreiche Verbindungen gestrichen oder stark ausgedünnt wurden.
Zusätzliche Unruhe erzeugten Bilder aus Dubai, auf denen über dem Hafen von Jebel Ali schwarzer Rauch zu sehen war, nachdem Trümmerteile einer abgefangenen iranischen Rakete das Gebiet getroffen haben sollen.
Wenn das Recht nicht greift – das Risiko bei Nicht-EU-Airlines
Der Fall lenkt den Blick auf Grenzen des Passagierschutzes, wenn Flüge von Airlines betrieben werden, die weder in Großbritannien noch in der EU ansässig sind.
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Dann greift laut Bericht nicht automatisch britisches Verbraucherrecht, und Fluggesellschaften müssen betroffene Passagiere nicht zwingend auf andere Anbieter umbuchen, selbst wenn eine alternative Route schneller ans Ziel führen würde.
Versicherung zahlt nicht – und das Hotel nur kurz
Das Reisebüro habe immerhin drei zusätzliche Nächte Unterkunft in Thailand organisieren können, danach habe das Paar selbst weiterplanen müssen.
Die Reiseversicherung helfe nicht, weil es sich um Störungen im Zusammenhang mit Krieg handele, was in vielen Policen ausgeschlossen ist.
Unklare Perspektive für Drehkreuze wie Dubai
Die BBC berichtete, dass die Unsicherheit anhalte, solange Flugpläne reduziert bleiben und regionale Beschränkungen gelten.
Viele Airlines hätten bislang keinen Zeitpunkt genannt, wann der Normalbetrieb über große Drehkreuze wie Dubai vollständig wieder aufgenommen werden könnte.
Deine Meinung
Wie gut sind Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus deiner Sicht in solchen Krisenfällen abgesichert, wenn die Route über außereuropäische Airlines und Drehkreuze führt?
Sollten Reisebüros, Airlines und Versicherer transparenter und verbindlicher regeln müssen, wer im Ernstfall für Umbuchung, Unterkunft und Rücktransport aufkommt?



irgendwie ist das blödsinn-es gab lange one way tickets nach london für 1600 euro!bei starallianz mitgliederairlines.
Sie können nur dann eine andere Fluglinie buchen, wenn Sie in Vorkasse treten und auf die Rückzahlung des stornierten Tickets bei der ursprünglichen Fluglinie warten. Wenn Sie sich jedoch für die kostenlose Umbuchung entscheiden, müssen Sie warten, da die ursprüngliche Fluglinie derzeit nur eingeschränkt fliegt.