PHUKET, THAILAND – Nach Flugstörungen im Nahen Osten konnten einige Ausländer ihre geplante Ausreise nicht rechtzeitig antreten, nun reagiert die Immigration Bureau mit befristeten Erleichterungen. Overstay-Strafen werden unter Bedingungen erlassen, gleichzeitig stauen sich in Phuket die Anträge auf Verlängerung.
Overstay ohne Strafe – aber nur bei Ausreise
Die Immigration Bureau kündigte eine temporäre Regel an: Wer wegen der Flugstörungen nach dem 28. Februar nicht ausreisen konnte, soll bei der späteren Ausreise nicht wegen Overstay belangt werden.
Die Erleichterung gilt laut Behörde ausdrücklich für Reisende, die das Land verlassen, sobald Flüge wieder möglich sind, und ist keine pauschale Freigabe für einen längeren Aufenthalt.
Wer bleibt, braucht weiterhin die 30-Tage-Verlängerung
Ausländer, die nicht ausreisen, müssen weiterhin eine 30-Tage-Verlängerung beantragen, was die Lage in der Phuket Immigration zusätzlich verschärft.
Die Behörde macht damit klar, dass die Overstay-Entlastung kein Ersatz für die regulären Formalitäten ist, sondern eine Ausnahme für die durch Reiseunterbrechungen blockierte Ausreise.
Im Immigration-Büro herrscht seit Tagen Hochbetrieb
Pol Lt Col Laddawan Waenkaew, Sekretärin des Chefs der Phuket Immigration, berichtete von einem ungewöhnlich hohen Andrang bei Verlängerungsanträgen in den vergangenen Tagen.
„Ich bin mir nicht sicher, wie viele Menschen genau ihre Verlängerungen bekommen haben, aber es war zuletzt jeden Tag extrem voll“, sagte sie.
Drive-Thru dicht – Anwohner klagten über Verkehrschaos
Zusätzlich belastet die Schließung des früheren Drive-Thru-Services die Situation, über den Ausländer bestimmte Schritte erledigen konnten, ohne das Gebäude zu betreten.
Laddawan erklärte, der Dienst sei nach Beschwerden von Anwohnern und umliegenden Behörden beendet worden, weil wartende Autos den Verkehr rund um das Immigration-Gelände blockierten.
Schlangen bis zur Zollbehörde und Ärger an Schulen
Nach Angaben der Immigration staute sich die Fahrzeugkolonne zeitweise bis zur nahegelegenen Phuket Customs-Dienststelle, was den Durchgangsverkehr massiv störte.
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Beschwerden kamen demnach auch von thailändischen Eltern, die Kinder zu Schulen in der Umgebung brachten, sowie von Mitarbeitern benachbarter Behörden.
Zwei Automaten waren zu wenig – alles jetzt in Raum 101
Im Drive-Thru standen laut Immigration nur zwei Maschinen zur Verfügung, die die wachsende Nutzerzahl nicht schnell genug abarbeiten konnten, wodurch sich Fahrzeuge entlang der Straße aufreihten.
Die Beamten leiteten die Verfahren deshalb in den regulären Publikumsbereich um und verwiesen Antragsteller auf die Abwicklung im Büro, konkret in Room 101.
Online statt anstehen – und neue Servicepunkte in Prüfung
Trotz langer Schlangen versichert die Phuket Immigration, dass alle Personen, die sich anstellen, noch am selben Tag bearbeitet werden, so Laddawan.
Parallel wirbt die Behörde stärker für Online-Angebote wie die elektronische 90-day reporting-Meldung, während zusätzliche Servicepunkte außerhalb des Hauptbüros als Entlastung geprüft werden.
Hast du solche Warteschlangen schon erlebt?
Viele Ausländer stehen derzeit stundenlang bei der Immigration an, nachdem Flugausfälle ihre Ausreise verhindert haben.
Findest du, Thailand sollte in solchen Situationen mehr digitale oder zusätzliche Service-Stellen anbieten? Oder gehören lange Wartezeiten bei Behörden einfach dazu?
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