Gefürchtete Kurve fordert erneut Todesopfer

Gefürchtete Kurve fordert erneut Todesopfer
KhaoSod English

PATTAYA – Der erste Tag des neuen Jahres endete für zwei russische Urlauber in einer Katastrophe. Auf einer berüchtigten Straße in Jomtien krachte ihr Motorrad in voller Fahrt gegen einen Baum. Ein Mann starb sofort.

Crash am helllichten Neujahrsmorgen

Gegen 8:50 Uhr am 1. Januar 2026 geschah das Unglück auf der Jomtien Second Road. Die grüne Yamaha Aerox verlor in einer scharfen Kurve die Kontrolle.

Der Motorradfahrer konnte die Lenkung nicht mehr halten. Das Bike schleuderte quer über die Fahrbahn und prallte mit voller Wucht gegen einen Baum auf der Mittelinsel.

Der Aufprall war so gewaltig, dass der Baumstamm gespalten wurde. Motorradteile lagen über die gesamte Straße verstreut.

Ein Toter, ein Schwerverletzter

Der 28-jährige Russe Zubairu hatte keine Chance. Er wurde noch an der Unfallstelle für tot erklärt. Sein 27-jähriger Landsmann Nikolai überlebte leicht verletzt.

Rettungskräfte brachten ihn sofort in das nahegelegene Jomtien Hospital. Ein Sicherheitsmann eines benachbarten Condominiums hatte den lauten Knall gehört und war zur Hilfe geeilt.

„Einer war bewusstlos, der andere saß daneben“, berichtete der Zeuge. Er blieb bei den Verunglückten, bis die Rettungskräfte eintrafen.

Straße eine bekannte Todesfalle

Die Polizei bestätigte, was viele Anwohner längst wissen: Diese Kurve ist ein berüchtigter Unfallschwerpunkt. Sie trägt den düsteren Beinamen „Deadly Curve“ – Todeskurve.

In den letzten zwölf Monaten gab es hier über zehn schwere Unfälle mit Todesfolge oder schweren Verletzungen. Die örtlichen Behörden sind alarmiert.

Die vorläufige Ermittlung der Polizei ist eindeutig: „Das Motorrad fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit und konnte die Kurve nicht mehr bewältigen.“

Immer wieder leiden Touristen unter Leichtsinn

Der tragische Vorfall ist kein Einzelfall. Immer wieder verunglücken vor allem junge, männliche Touristen in Pattaya mit gemieteten Motorrollern.

Leichtsinn, unbekannte Straßenverhältnisse und oft auch Alkohol sind eine tödliche Mischung. Die thailändische Polizei warnt seit Jahren vor den Risiken.

Die „Todeskurve“ in Jomtien ist besonders tückisch. Sie sieht harmlos aus, erfordert aber eine starke Reduzierung der Geschwindigkeit.

Was jetzt passieren muss

Anwohner und Geschäftsleute fordern seit langem drastische Maßnahmen. Mögliche Lösungen sind geschwindigkeitsdämpfende Bodenwellen, auffälligere Warnschilder oder sogar eine komplette Umgestaltung der Kurve.

Bis es soweit ist, appelliert die Polizei an alle Verkehrsteilnehmer: „Runter vom Gas, vor allem in unbekanntem Gelände!“

Für die Familie und Freunde des getöteten Zubairu beginnt das neue Jahr mit einer unfassbaren Tragödie. Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern an.

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Quelle: KhaoSod English

7 Kommentare zu „Gefürchtete Kurve fordert erneut Todesopfer

  1. Es hätte nicht erst, zu bereits – 10 schweren Unfällen mit, teils, tödlichem Ausgang kommen dürfen – bauliche Veränderungen hätten längst stattfinden können – 3-5 schwere Unfälle hätten so bereits vermieden werden können. Vor allem – die Bäume in der Kurve – hätten, aus Sicherheitsgründen, entfernt werden können, als zusätzliche Sicherheitszone – wenn doch einmal etwas passiert.

  2. Mit dieser Straße, von der Sukumvit bis zur Kreuzung Chaiyapruek/ Jomtien Secound Road und darüber hinaus falls die Ampel auf Grün steht hat man eine Hochgeschwindigkeitsstrecke geschaffen. Ich habe mein Condo ganz in der Nähe und höre des Nachts ziemlich oft diese Wannabe Racer.

  3. Bodenwellen und Warnschilder sind ok. Bäume zu fällen ist übertrieben, dann müssten auch die Lichtmasten weg.
    Wie es im Artikel steht, beruhen die Unfälle alle auf überhöhter Geschwindigkeit, wenn die Raserei nicht an einem Baum endet, dann vielleicht im Gegenverkehr mit weiteren Opfern.

  4. Bäume fällen ? Warum ? Man muss halt seine Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen, ganz einfach.
    Möchte mal wissen, wie viele Unfälle hier auf überhöhte Geschwindigkeit zurückgehen. Denke mal 100%.
    Schlimm ist es immer wieder, wenn durch die Raserei unschuldige hineingezogen werden.

  5. Da gibt es also eine Kurve in der immer wieder irgendwer verunglückt. Und dann meint man, dass es hier irgendwelche Behörden dazu veranlassen könnte dagegen etwas zu unternehmen. Leute, wir sind hier nicht im gepamperten Europa. Hier ist jeder und jederzeit selbst verantwortlich um nicht durch irgendwelche äußere Umstände vorzeitig in der Kiste zu landen. Das mag man auch alles ganz fürchterlich finden. Nur das ändert rein gar nix. Es ist wie es ist.

  6. Das traurige an solchen Aussagen, wer aber auch – gar nichts verändern möchte – + dadurch auch “ unschuldige, vollkommen Unbeteiligte “ dem Wahnsinn durch ANDERE die die Geschwindigkeiten wissentlich überschreiten aussätzt, macht sich – durch Unterlassen – mitschuldig. Damit meine ich nicht – mitschuldig durch abfällige Kommentare – vielmehr diejenigen die für die Genehmigung die Entscheidung getroffen haben, solche Raserstrecken zu bauen, schön das jemand Bodenwellen bereit ist zuzulassen – diese könnten dann als “ Sprungschanze “ dienen. Ist das so gewollt ?

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