Geldübergabe im Parkhaus endet mit Millionenverlust

🚨📞 Ein perfider Anruf reicht – kurz darauf ist ein junger Mann um ein Vermögen ärmer. Ermittler verfolgen die Spur über mehrere Provinzen, bis sie schließlich zuschlagen. Der Fall zeigt, wie professionell Betrüger heute vorgehen…

Geldübergabe im Parkhaus endet mit Millionenverlust
KhaoSod English
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PATTAYA, THAILAND – Ein 20-Jähriger ist nach einem ausgeklügelten Callcenter-Betrug in Pattaya um 1.933.000 Baht gebracht worden. Pattaya City Police haben einen malaysischen Staatsbürger als dringend tatverdächtigen Kurier festgenommen, der das Geld in einem Einkaufszentrum übernommen haben soll.

Gefälschter Anruf und Geldübergabe

Nach Angaben der Pattaya City Police Station erstattete das Opfer, ein 20-jähriger Mann mit dem Namen Pen Tai, am 11. Februar 2026 Anzeige, nachdem er einen Anruf von einer angeblichen AIS-Service-Hotline erhalten hatte.

Der Anrufer behauptete, die persönlichen Daten des Mannes seien zur Registrierung einer Telefonnummer genutzt worden, um eine Online-Glücksspielseite zu bewerben, und wies ihn an, die Kommunikation über die App Line fortzusetzen, um angeblich seine Finanzströme zu überprüfen.

Hohe Summe in Bar übergeben

Der junge Mann wurde laut Polizei angewiesen, eine große Summe Bargeld abzuheben, damit diese angeblich durch die Behörden überprüft werden könne.

Im Vertrauen auf die Darstellung hob er insgesamt 1.933.000 Baht ab und übergab das Geld in einem Parkhaus des Einkaufszentrums Big C South Pattaya an einen unbekannten Mann.

Bewegungen im Einkaufszentrum auf Video

Überwachungskameras vom 11. Februar 2026 zeigten um 14:42 Uhr einen Verdächtigen mit weißem langärmligem Hemd, Mund-Nasen-Schutz und schwarzem Rucksack, wie er durch das Parkhaus ging.

Um 14:50 Uhr trat derselbe Mann laut Auswertung an das Heck des Fahrzeugs des Opfers, nahm das Bargeld entgegen und kehrte anschließend in das Einkaufszentrum zurück.

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Gezielter Kleidungswechsel und Flucht

Die Aufnahmen zeigen weiter, dass der Mann um 15:01 Uhr aus einer Toilette kam, nun in einem weißen kurzärmligen Hemd und ohne Maske, bevor er das Gebäude verließ.

Um 15:16 Uhr stieg er in einen weißen Toyota Yaris Cross mit Kennzeichen aus Bangkok und fuhr über die Sukhumvit Road in Richtung Hauptstadt davon.

Spur führt zu Fahrer und Hotelgast

Die Polizei stellte fest, dass das Fahrzeug auf einen Mann namens Noppadol zugelassen ist, es aber von dessen 60-jährigem Vater Samphan genutzt wurde, der als Fahrer für eine Fahrdienst-App arbeitet.

Der Fahrer erklärte den Ermittlern, er habe einen Fahrgast von Bangkok nach Pattaya gebracht und diesen später zu einem Hotel im Gebiet Ngamwongwan in der Provinz Nonthaburi zurückgefahren.

Identifizierung des malaysischen Verdächtigen

Die Ermittler identifizierten den Hotelgast als Yap Chin Keong, einen malaysischen Staatsbürger, der nach Behördenangaben zuletzt am 10. Februar 2026 über den Flughafen Don Mueang eingereist war.

Laut Polizei stimmten die Passfotos des Mannes mit der Person überein, die auf den CCTV-Aufnahmen im Zusammenhang mit der Geldübergabe zu sehen ist.

Festnahme in Nonthaburi

Beamtinnen und Beamte der Pattaya City Police Station erwirken daraufhin einen Haftbefehl und nahmen den Mann am 14. Februar 2026 in Kooperation mit der Bang Phongphang Police Station in einem Hotel in Nonthaburi fest.

Er muss sich nun unter anderem wegen gemeinschaftlichen Betrugs durch Amtsanmaßung, gemeinschaftlicher Urkundenfälschung, Verwendung gefälschter amtlicher Dokumente sowie gemeinsamer Einführung falscher Informationen in ein Computersystem verantworten und befindet sich in Polizeigewahrsam.

📲 Ein Telefonat – und fast zwei Millionen sind weg

Betrüger geben sich als Behörden aus, erzeugen Druck und bringen Opfer dazu, ihr gesamtes Geld zu übergeben. Der Fall zeigt, wie ausgeklügelt moderne Scam-Methoden geworden sind.
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Quelle: KhaoSod English

2 Kommentare zu „Geldübergabe im Parkhaus endet mit Millionenverlust

  1. Was ist an dieser Methode ausgeklügelt? Wenn man einem wildfremden Mann im Parkhaus knapp 2 Mio übergibt, die man vorher „auf Anweisung“ auch noch abgehoben hat, ist das ausgesprochen naiv, könnte man auch dumm nennen.

    1. Von der Naivität der Betroffenen leben die Betrüger. In anderen Fällen auch von der Gier.
      Was mich so erstaunt hat, ist das Alter des Geschädigten. Wenn der mit 20 schon auf so eine plumpe Masche reinfällt, was passiert dann, wenn er mal 70+ ist?

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