BANGKOK, THAILAND – Ein 37-jähriger thailändischer Geschäftsmann ist nach einer kosmetischen Nasen- und Kinn-Operation in Bangkok nicht mehr aufgewacht und liegt seit Tagen bewusstlos. Die Familie sucht Hilfe über die Facebook-Verbraucherseite „สายไหมต้องรอด“, während die Behandlungskosten inzwischen über 2 Millionen Baht liegen.
Operation für 480.000 Baht – dann blieb er bewusstlos
Nach Angaben der Angehörigen ließ sich der Mann am 4. März in einer Schönheitsklinik Nase und Kinn operieren und zahlte dafür rund 480.000 Baht.
Die Klinik sei in der Branche bekannt und werde mit Prominenten-Werbung präsentiert, weshalb die Familie von einem seriösen Anbieter ausgegangen sei.
Komplikationen in der Nacht – Notverlegung ins Krankenhaus
Die Angehörigen berichteten, der Patient habe nach dem Eingriff das Bewusstsein nicht wiedererlangt und das Personal habe später in der Nacht von schweren Komplikationen gesprochen.
Genannt wurden unter anderem ein auffällig schneller Herzschlag sowie erhöhte Kohlendioxidwerte im Körper, woraufhin der Mann zur Notfallbehandlung in ein Krankenhaus verlegt worden sei.
Ärzte berichten von Fieber, fixen Pupillen und Beatmung
Im Krankenhaus sei der Patient weiterhin nicht ansprechbar gewesen, mit fixierten Pupillen und hohem Fieber, wie die Familie weiter mitteilte.
Er habe eine Tracheotomie benötigt und werde über ein Beatmungsgerät versorgt, während Untersuchungen zudem auf mögliche Herzmuskel-Schäden und akutes Nierenversagen hindeuteten, weshalb eine Dialyse erforderlich sei.
Ursache unklar – OP oder Narkose im Fokus
Mehr als eine Woche nach der Operation sei der Mann weiterhin bewusstlos und es bestehe die Gefahr eines längeren Koma-Zustands, so die Angehörigen.
Spezialisten hätten die genaue Ursache noch nicht bestimmen können, und offen sei auch, ob die Komplikationen mit dem Eingriff selbst oder mit der Vollnarkose zusammenhingen.
Familie beklagt fehlende Klarheit der Klinik zur Verantwortung
Die Klinik habe laut Familie bisher keine klare Position zur Verantwortung bezogen und lediglich erklärt, man prüfe den Fall.
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Zwar habe der Anbieter angedeutet, einen Teil der Zusatzkosten übernehmen zu können, eine verbindliche Zusage gebe es jedoch bislang nicht.
Kostenexplosion und Wunsch nach Verlegung ins staatliche System
Da die Krankenhauskosten bereits über 2 Millionen Baht lägen, wolle die Familie den Patienten in ein lokales Krankenhaus verlegen lassen, das unter die universelle Gesundheitsversorgung fällt.
Im Mittelpunkt stehe die Genesung, doch der Mann sei der Hauptversorger der Familie und führe Haushalt wie Geschäft, weshalb die Angehörigen Unterstützung bei den zusätzlichen Behandlungskosten fordern, solange die Ursache untersucht wird.
Ermittlungen durch Behörde – Verbraucherschützer schalten Ministerium ein
Die Unterstützer der Verbraucherseite erklärten, sie würden mit dem Department of Health Service Support im Gesundheitsministerium kooperieren, um den Vorfall zu prüfen.
Dabei solle es auch darum gehen, wie es dem Patienten aktuell geht und ob die Komplikationen mit den Abläufen der Klinik in Zusammenhang stehen.



Seltsam ist, daß es erst hieß, daß er wegen Komplikationen in eine Klinik eingeliefert wurde und dann, daß die Klinik in Verantwortung genommen werden soll. Was jetzt? Und sorry, als Unternehmer wird er mit Sicherheit kein Problem haben, die Kosten zu decken. Wohl eher die Familie, die wohl jetzt schon aufs Erbe hofft
Was für ein dummer und frecher Kommentar! Woher willst du wissen, ob ein Unternehmer mehr als mal eben 2Mio. Baht Behandlungskosten locker machen kann und die Angehörigen nur auf ein Erbe hoffen. Bei einem 37jährigen warten vielleicht eine Ehefrau und Kinder oder Eltern auf die Genesung eines geliebten Menschen. Der Kommentar ist eine Unverschämtheit!