BANGKOK, THAILAND – Das thailändische Gesundheitsministerium rechnet mit einem überdurchschnittlich heißen Sommer. Experten mahnen Bürger und Betriebe zur Vorsorge, während erste schwere Gewitterfronten über den Norden des Landes ziehen.
Ministerium bereitet das Land auf die Hitze vor
Das Department of Medical Services (DoMS) mahnt zur Wachsamkeit. Die Behörde erwartet für die kommenden Monate Temperaturen, welche die Belastungswerte des vergangenen Jahres übersteigen.
Vize-Generaldirektor Dr. Akkarathan Jitnuyanon führt diese Entwicklung auf den globalen Temperaturanstieg zurück und fordert Unternehmen auf, ihre Betriebsabläufe an die erwartete Hitzewelle anzupassen.
Mediziner warnen vor Belastungen des Kreislaufs
Extreme Temperaturen belasten den menschlichen Organismus erheblich. Dr. Jitnuyanon weist darauf hin, dass die Gefahr für einen Hitzeschlag bei der prognostizierten Wetterlage rapide ansteigt.
Gleichzeitig verschärft die Hitze bestehende Leiden, insbesondere Herz-Kreislauf-Probleme und chronische Atemwegserkrankungen. Wer bereits gesundheitlich vorbelastet ist, muss in den kommenden Wochen besondere Vorsicht walten lassen.
Behörden identifizieren besonders gefährdete Gruppen
Das Gesundheitssystem richtet sein Augenmerk auf fünf spezifische Risikogruppen. Senioren, Kleinkinder und Schwangere reagieren besonders empfindlich auf die thermische Belastung.
Ebenso zählen chronisch Kranke und Menschen ohne Zugang zu ausreichender Kühlung oder sauberem Trinkwasser zu den gefährdeten Personen. Das Ministerium empfiehlt, körperliche Aktivitäten in die kühleren Morgenstunden zu verlegen und die direkte Mittagssonne zu meiden.
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Instabile Wetterlage bringt Gewitter und Schwüle
Aktuell prägt ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Luftmassen das Wetter. Ein Hochdruckgebiet aus China trifft im Nordosten auf feuchte Winde aus dem Golf von Thailand.
Diese Konstellation löst örtlich schwere Gewitter und Sturmböen aus. Zwar bringen die Regenfälle punktuell Abkühlung, doch die einsetzende Verdunstung erhöht die Luftfeuchtigkeit und sorgt für eine belastende Schwüle.
Stürmische See erschwert die Schifffahrt im Süden
Auch an den Küsten des Südens bleibt die Lage angespannt. Kräftige Winde peitschen die See auf und sorgen im unteren Golf von Thailand für Wellenhöhen von über zwei Metern. Kapitäne und Fischer sollten Gewitterzonen weiträumig umfahren und die Wetterberichte lückenlos verfolgen.
Erst ab dem 21. Februar rechnen Meteorologen mit einer vorübergehenden Beruhigung der Windverhältnisse, bevor neue Tiefausläufer den Norden erreichen.
Wie verändert die Hitze unseren Alltag langfristig?
Die aktuellen Warnungen der Mediziner sind notwendig, werfen aber eine grundlegende Frage auf. Genügen individuelle Verhaltenstipps wie „mehr trinken“ noch, wenn extreme Hitzeperioden zur neuen Normalität werden?
Thailand steht vor der Herausforderung, seine Infrastruktur und Arbeitswelt klimafest zu gestalten, statt lediglich auf die nächste Warnmeldung zu reagieren. Wie viel Anpassung verträgt eine Gesellschaft, bevor das Klima ihr den Rhythmus komplett diktiert?



Endlich wird einmal darauf hingewiesen wie schaedlich das oft als „schoenes warmes Wetter in Thailand“ propagierte Klima fuer den Menschen ist.
In den letzten Monaten wurde dauernd ueber Kaeltewellen und Temperaturstuerze geschrieben. Ich empfinde Nachmittagstemperaturen in den 20er-Graden und nachts 10 – 15 Grad als angenehm und gesund. Wem das zu kalt ist, der kann Socken und Jacke anziehen um sich dagegen zu schuetzen.
Aber was macht man bei Temperaturen nahe und ueber der 40-Grad-Marke ? OK, AC anstellen – auch nicht grade gesund und umweltfreundlich. Und ich kann mich auch nicht den ganzen Tag im Supermarkt in der Frischfleichabteilung aufhalten. Man kann nur hoffen das man die naechsten 3 – 4 Monate unbeschadet uebersteht und waehrend der Regenzeit auf die beste Jahreszeit in Thailand – naemlich Mitte November bis Mitte Februar – warten.