Gold-Schmiergeldskandal: Anklage gegen Big Joke und NACC-Mitglied

Bestechungsvorwurf mit 246 Goldbarren: Ein unabhängiges Gremium hat offiziell Anklage gegen den einflussreichen Top-Polizisten und ein NACC-Mitglied erhoben. Müssen die Mächtigen nun um ihre Ämter und ihre Freiheit bangen?

Gold-Schmiergeldskandal: Anklage gegen Big Joke und NACC-Mitglied
ThaiRath

Korruptionsvorwürfe erschüttern Thailands Justiz: Ein hochrangiger Anti-Korruptions-Ermittler und der ehemalige Vize-Polizeichef sollen in einen handfesten Gold-Bestechungsskandal verwickelt sein.

Vier Schwergewichte im Visier

Es geht um Schmiergeld in massiver Form. Der neunköpfige unabhängige Untersuchungsausschuss unter Vorsitz von Chavalit Issaradej, Vizepräsident des Obersten Gerichtshofs, zielt auf vier Personen.

Unter den Beschuldigten: Ekawit Watcharawanku, selbst Mitglied der Nationalen Antikorruptionskommission (NACC), und Polizeigeneral Surachate Hakparn, bekannt als „Big Joke“. Dazu kommen Sombat Thortham, ein NACC-Unterkommissar, und der Fahrer von Ekawit, Surasit Phonluean.

Gold statt Gerechtigkeit

Im Kern des Falls steht ein Bestechungsvorwurf, bei dem massives Gold die Hauptrolle spielt. Es geht um nicht weniger als 246 Baht-Gewicht an Gold.

Der Verdacht: Das Gold floss als Gegenleistung für eine pflichtwidrige Handlung. Der Ausschuss hat nun wegen dieser Pflichtverletzung im Zusammenhang mit dem Goldbestechungsgeld formell Vorwürfe gegen alle vier Beteiligten erhoben.

Parallelverfahren gegen „Big Joke“

Für Polizeigeneral Surachate Hakparn ist der Gold-Vorwurf nicht die einzige Baustelle. Gegen den ehemaligen Mächtigen der thailändischen Polizei läuft bereits ein weiteres Verfahren.

Die NACC selbst ermittelt gegen ihn wegen des angeblichen Empfangs von Vorteilen. Diese sollen aus dem Betrieb illegaler Online-Glücksspiel-Websites stammen.

Noch kein Schuldspruch

Trotz der schwerwiegenden Vorwürfe betont der Untersuchungsausschuss eine entscheidende juristische Nuance: Es handelt sich um eine formelle Erhebung von Anklagepunkten, nicht um einen Schuldspruch.

Keiner der vier Beschuldigten ist bislang verurteilt. Ihnen muss gesetzlich erst die Gelegenheit gegeben werden, sich zu den Anschuldigungen zu äußern, bevor eine endgültige Entscheidung fallen kann.

Nächster Schlagabtausch im Juli

Das Verfahren tritt nun in die entscheidende Phase ein. Alle Beteiligten müssen sich gegenüber dem unabhängigen Untersuchungsausschuss erklären.

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Die nächste Sitzung ist für Mitte Juli 2569 anberaumt. Dann werden die mutmaßlichen Bestechungsempfänger Farbe bekennen müssen.

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Quelle: Thairath

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