BANGKOK – Ein britischer Tourist hat sich auf riskante Weise gegen zwei Räuber gewehrt. Nachdem sie ihm eine wertvolle Goldkette raubten, stellte er die Täter mit Hilfe von Passanten selbst – ein seltener Erfolg im Kampf gegen Straßenkriminalität.
Überfall am frühen Morgen
Es war gegen 6.15 Uhr am Morgen des 28. Dezember. Der 29-jährige Brite Liam Robertson verließ das Restaurant „Dubai“ in der Sukhumvit Soi 4.
Er wollte ein Taxi rufen, als ihn zwei Männer ansprachen. Sie gaben vor, ihn zu kennen und starteten ein Gespräch.
Plötzlich griffen sie zu. Sie rissen ihm seine Goldkette im Wert von 150.000 Baht (ca. 3.750 Euro) vom Hals und flüchteten in eine Gasse.
Riskante Festnahme durch das Opfer
Doch Robertson gab nicht auf. Er schrie um Hilfe und verfolgte die Flüchtenden. Mehrere aufmerksame Passanten und Anwohner eilten ihm zu Hilfe.
Gemeinsam konnten sie die beiden Männer in der Nähe eines 7-Eleven Ladens stellen und festhalten. Noch bevor die Polizei eintraf, war die Gefahr gebannt.
Die Polizei unter der Leitung von Polizeileutnant General Siam Boonsom übernahm die festgenommenen Verdächtigen.
Die Täter und das Versteck der Beute
Bei den Festgenommenen handelte es sich um die beiden Tunesier Fahdi Khaled (29) und Marwan Aouissaoui (32). Bei der Durchsuchung fanden sich keine weiteren illegalen Gegenstände.
Unter Druck gestanden sie, die wertvolle Kette sofort weggeworfen zu haben. Sie hatten sie unter den Wagen eines Straßenverkäufers geschoben.
Die Polizei suchte das angegebene Versteck ab – und wurde fündig. Die Goldkette konnte sichergestellt und dem Opfer zurückgegeben werden.
Ein Fall mit politischen Untertönen
Der Vorfall zeigt auf die Sicherheitslage in Touristen-Hotspots Bangkoks. Die Sukhumvit Road ist bei Besuchern äußerst beliebt, zieht aber auch Kriminelle an.
Interessant ist die Nationalität der Täter: Tunesien. Dies deutet auf ein international aktives Täterprofil hin, das gezielt wohlhabende Touristen ins Visier nimmt.
Die Polizei hat die beiden Männer wegen Diebstahls angeklagt und zur Lumphini Polizeistation gebracht, wo die Ermittlungen weiterlaufen.
Nicht der erste Fall dieser Art
Dieser Raubüberfall ist kein Einzelfall. Erst kürzlich nahm die Polizei in Pattaya einen Briten fest, der dort gezielt Goldketten von Touristen riss.
Die Methoden sind ähnlich: Schnelle Überfälle in belebten Gebieten, oft mit Motorrädern als Fluchtfahrzeugen. Die Beute sind stets wertvolle Goldschmuckstücke.
Die thailändische Tourismusindustrie beobachtet diese Vorfälle mit großer Sorge, da sie das Image des Landes als sicheres Reiseziel beschädigen.
Signal an andere potenzielle Täter
Die schnelle Festnahme sendet eine klare Botschaft: Die Wachsamkeit der Bevölkerung ist hoch, und die Polizei reagiert schnell.
Für Touristen gilt dennoch die dringende Empfehlung, wertvollen Schmuck diskret zu tragen und in belebten Gegenden besonders achtsam zu sein.
Für Liam Robertson endete der Morgen glücklich – mit seiner Kette im Gepäck und dem Wissen, sich erfolgreich gewehrt zu haben.
Anm. d. Red.: Wir weisen darauf hin, dass das Verhalten des Briten riskant war und er verletzt werden könnte. Von einer Nachahmung raten wir ab.
🗣 Zivilcourage oder unnötiges Risiko?
Ein Tourist verfolgt seine Räuber selbst – mit Erfolg.
Doch was wäre passiert, wenn die Situation eskaliert wäre?
Der Fall zeigt, wie schnell harmlose Gespräche in Kriminalität umschlagen können.
Was meinst du: mutiger Einsatz oder gefährlicher Leichtsinn?




Wäre interessant zu erfahren, wie Thailand mit solchen Fachkräften umgeht.
Ich tippe auf sofortige Abschiebung und Wiedereinreisesperre.
Da stellt sich die Frage was ein Brite um 6.15 Uhr morgens in einem Arabischen Restaurant ( Dubai) in Nana Nua Distrikt zu suchen hat. Ich war dort mal ägyptisch Essen mit Bekannten, sehr interessante Gegend, man könnte meinen das man irgendwo im Orient ist. Spaß beiseite, seit jeher wird in Thailand Gold auf offener Straße geraubt. In den end 80iger bis in die 90 iger Jahre war es ein Pulver (GBL = Gamma-Butyrolacton) was bei Körperkontakt feucht wurde und das Opfer ( meist Frauen) zum Straucheln durch leichte Betäubung brachte, und die Kette oder das Armband war dann weg! Wer nachts, oder am Tag in bestimmten Vierteln Gold behangen unterwegs ist, sollte zumindestens ein Bodyguard haben, oder ein ausgezeichneter MMA Kämpfer sein, ansonsten bescheiden bleiben !!
Ich bin mittlerweile zu alt für solche Aktionen, aber vorläufige Festnahmen StPO §127 Satz 1 ( Deutschland ) habe ich auch schon durchgeführt. Bei einem bemerkten Raub auf ein gut 80 jährigen Ehepaars war ich einfach zu wütend. Es wurden noch 4 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes aufmerksam und kamen dann hinzu, als ich den Täter zu Boden brachte. Insofern war da die Gefahr begrenzt.
Doch heute, ich merke das Alter auch in der Schulter. Vermutlich könnte ich es noch, aber ich würde mich durch die Überlastung selbst verletzen. Doch etwas Feuer brennt noch; ich weiß nicht, wie ich reagieren werde.
Uhr und Brille sind aus Titan, Gelbgold nur der Ehering. Meine Frau konnte sich einfach nicht mit Platin anfreunden, eine echte Thai Lady halt. Man wird an mir nichts von Wert erkennen können. Zu arm, um ein Opfer zu sein.
Mittlerweile bin ich seit über 10 Jahren in Thailand.
Und egal wo ich mit oder ohne meiner thailändischen Frau egal zu welcher Uhrzeit unterwegs war/bin,ich bin noch nie in irgendeiner gefährlichen Situation gewesen.
Einige Menschen scheinen auf Grund ihres auftretens Verbrechen anzuziehen.
Wer in einem Land, in dem Menschen um das tägliche Überleben hart kämpfen müssen, seinen Familienklunker durch die Straßen spazieren führen muss, ist selber schuld.