BANGKOK, THAILAND – Seit dem 22. Februar 2026 befindet sich das Land offiziell in der sommerlichen Hitzesaison, die nach Einschätzung der Meteorologen noch heißer ausfallen dürfte als im Vorjahr, mit erwarteten Höchstwerten von bis zu 42–43 Grad in Provinzen wie Mae Hong Son, Lampang und Tak. Angesichts Klimakrise, urbanem Heat Dome und steigenden Gesundheitsrisiken setzen Fachbehörden nun auf die neue App LifeDee, die die gefühlte Temperatur und konkrete Gesundheitsgefahren deutlich präziser abbilden soll als herkömmliche Vorhersagen.
Frühsommer mit Rekordpotenzial
Nach Angaben der Meteorologischen Behörde wird der Sommer 2026 landesweit heißer als im vergangenen Jahr ausfallen, wobei insbesondere bereits als Risikogebiete gelistete nördliche Provinzen mit Spitzenwerten bis 43 Grad rechnen müssen.
Die Warnung stützt sich dabei nicht nur auf Lufttemperaturen, denn für den menschlichen Körper entscheidend ist der Heat Index, also die gefühlte Temperatur aus Hitze und Feuchtigkeit, die oft deutlich über den offiziellen Angaben liegt.
Warum der Heat Index entscheidend ist
Im Zuge der anhaltenden Klimakrise und des sogenannten Heat Dome in dicht bebauten Städten steigt die Differenz zwischen gemessener und gefühlter Temperatur, was das Risiko für Hitzeerschöpfung und Hitzschlag stark erhöht.
Der Heat Index gilt daher als zentrale Größe für die Gesundheitsvorsorge, weil er näher an dem liegt, was der Körper tatsächlich erlebt, als die klassische Temperaturanzeige in vielen Wetterberichten.
LifeDee verbindet Satellitendaten und Künstliche Intelligenz
Fachleute des Raumfahrtzentrums GISTDA haben gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium die App LifeDee entwickelt, die MODIS Satellitendaten mit KI und Machine Learning verknüpft und mit Messwerten aus landesweiten Wetterstationen zusammenführt.
Diese Daten werden in der Anwendung aufbereitet, sodass die Bevölkerung die individuellen Gesundheitsrisiken der aktuellen Hitze deutlich genauer abschätzen und Outdoor Aktivitäten entsprechend planen kann.
Vier Farbstufen für Hitzestress
Die App arbeitet mit einem vierstufigen Farbsystem, das die Gefahr durch den Heat Index visualisiert: Grün für 27,0–32,9 Grad, Gelb für 33,0–41,9 Grad, Orange für 42,0–51,9 Grad und Rot ab 52 Grad aufwärts.
In der grünen Zone können bereits leichte Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hitzepickel, Schwellungen, Gliederschmerzen und Hitze Krämpfe auftreten, während Gelb die Gefahr von Hitzeerschöpfung und Hitzekrämpfen erhöht und zu Hitzschlag beitragen kann.
Wenn Orange oder Rot aufleuchten
Erreicht der Heat Index die Orange Stufe zwischen 42,0 und 51,9 Grad, steigt das Risiko für Hitzekrämpfe weiter an und die Wahrscheinlichkeit für einen Hitzschlag nimmt bei längerer Exposition deutlich zu.
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In der Rotstufe ab 52 Grad spricht die App von extremer Gefahr, bei der ein sehr hohes Risiko für einen lebensbedrohlichen Hitzschlag besteht.
Funktionen von LifeDee über die Hitze hinaus
LifeDee versteht sich als Gesundheits Super App und bietet neben dem Heat Index auch eine Heat Safety Zone, die hitzesichere Orte und nahegelegene Parks anzeigt.
Zusätzlich liefert die Anwendung Echtzeitinformationen zu PM2,5 und AQI, kartiert umliegende Gesundheitseinrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen und stellt einen stündlichen Heat Index Verlauf zur Reiseplanung bereit.
Verhaltensempfehlungen für heiße Tage
Sobald die Anzeige auf Orange oder Rot springt, empfehlen die Verantwortlichen, anstrengende Aktivitäten im Freien konsequent zu vermeiden und ausreichend sauberes Wasser zu trinken.
Zudem sollen Nutzerinnen und Nutzer die Hitzesituation regelmäßig über die App beobachten, die kostenfrei in den gängigen Stores zum Download bereitsteht.



Jetzt braucht es schon eine App um zu wissen, dass es heiß ist…Die Menschheit verblödet zusehends!
Es ist ein Rätsel, wie wir die letzten Jahrtausende in Hitze und Kälte überleben konnten.