CHIANG MAI – Ein Australier-Paar hat einen buddhistischen Tempel in Chiang Mai mit Graffiti beschmiert. Die Polizei jagte die Vandalen durch Nordthailand und stellte sie in einem Reisebus. Jetzt müssen sie zahlen.
Nacht-Aktion gegen heilige Tempelmauer
In der Nacht zum 30. Januar, gegen 1:50 Uhr, geschah der Frevel. Vor dem Dok Eung Tempel in Sriphoom sprühte ein Mann schwarze Farbe an die Mauer. Eine Frau stand daneben und hielt Wache. Die Überwachungskamera des Tempels zeichnete die Tat minutiös auf. Danach gingen die beiden zu ihrem Hotel.
Der Abbot zeigte die respektlose Schändung an. Für ihn war es kein Kavaliersdelikt, sondern ein Angriff auf das Heilige.
Fahndung führte bis nach Pai
Die Polizei ermittelte schnell. Das Paar, Joshua (32) und Gabrielle (27), war nach dem Vorfall nach Pai in Mae Hong Son weiter gereist. Doch die Behörden ließen nicht locker. Touristen- und Einwanderungspolizei spürten ihre Unterkunft auf. Die Vermieterin kooperierte.
Sie verriet, dass die beiden am 6. Februar mit dem Bus nach Chiang Mai zurückkehren würden. Der Plan für die Festnahme stand.
Festnahme auf dem Bus unter der Brücke
Die Polizei wartete an der Pa Khoi Tai Brücke auf dem äußeren Ring von Chiang Mai. Als der Bus hielt, schlugen die Beamten zu. Das Paar wurde überrascht und widerstandslos festgenommen. Zurück auf der Chiang Mai Muang Polizeistation gestanden sie die Tat sofort.
Sie wurden nach dem Gesetz über öffentliche Sauberkeit verwarnt und müssen nun für die Reinigungskosten aufkommen. Der Abbot fordert zudem Schadensersatz.
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Immer mehr Vandalismus durch Touristen
Der Fall ist kein Einzelfall. Mönche und Anwohner in Chiang Mai klagen über zunehmenden Vandalismus durch ausländische Touristen. Tempelmauern, Geschäftstüren und Privatbesitz werden mit Sprühdosen verunstaltet. Das beschädigt das Image der Kulturstadt.
Der Abbot des Dok Eung Tempels sagt: „Die Mauer wurde schon mehrmals beschmiert. Die Reparatur kostet Zehntausende Baht.“
Paralleler Fall: Deutscher sprüht politische Slogans
Fast zeitzeitig wurde ein deutscher Tourist in Bangkok festgenommen. Er soll auf Ko Pha-ngan öffentliches Eigentum mit politischen Parolen besprüht haben. Seine Botschaften: „FREE GAZA“, „LIBRE“ und „GAZA“. Er beschmierte Strommasten, Kilometersteine und Verkehrsschilder.
Die Ermittler nutzten biometrische Identifikation. Ein Haftbefehl wurde erlassen, der Mann in einem Hotel geschnappt.
Harte Konsequenzen für Vandalen
Die Botschaft der Behörden ist klar: Vandalismus wird nicht geduldet. Ausländer, die öffentliches oder heiliges Eigentum beschädigen, müssen mit hohen Strafen rechnen.
Nach dem Einwanderungsgesetz kann ihnen sogar das Visum entzogen werden. Sie werden dann umgehend des Landes verwiesen. Die Polizei in Chiang Mai hat ihre Patrouillen verstärkt. Die Jagd auf respektlose Touristen hat begonnen.
Respektlos oder nur dumme Aktion?
Tempel sind in Thailand heilige Orte – doch immer wieder sorgen ausländische Besucher mit Schmierereien für Empörung.
Sollte Thailand härter durchgreifen und Vandalen sofort ausweisen? Oder reicht eine Geldstrafe?
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So langsam muss man ja schon fast froh sein, dass die Vandalen diesmal keine Deutschen waren. Ich hatte schon in Deutschland Nullkommanull Verständnis für die allgegenwärtigen Schmierereien. Dass da so ein paar hirnlose Touristen nun auch hier diesen Schwachsinn weiterführen, könnte einen schon irgendwie zweifeln lassen. Die sollen ihren Dreck selber beseitigen müssen, kräftig abkassieren werden und raus aus dem Land.
Vollste Zustimmung.