BANGKOK – Das thailändische Narcotics Control Board (ONCB) und die Airport Interdiction Task Force (AITF) haben ein internationales Drogennetzwerk ausgehoben. Fünf vietnamesische Kuriere wurden festgenommen, die Heroin in Postpaketen nach Australien schmuggeln wollten.
Zollfahnder wird am Flughafen stutzig
Der Schlag gelang, als Beamte im Suvarnabhumi Airport Free Zone verdächtige Pakete nach Australien untersuchten. In einem simplen Karton entdeckten sie ein verstecktes Fach.
Darin fanden sie reines Heroin. Die Menge: 1,52 Kilogramm der hochgefährlichen Droge. Sofort startete eine Großfahndung nach den Absendern.
„Die Tarnung war professionell, aber unsere Beamten sind geschult“, so ein ONCB-Sprecher. Die Spur führte die Ermittler direkt in die Hauptstadt.
Zwei Kuriere werden auf frischer Tat ertappt
In einem Postamt eines Einkaufszentrums im Bezirk Lat Phrao schlugen die Ermittler zu. Sie erwischten zwei Vietnamesen, die weitere Pakete aufgeben wollten.
Auch diese enthielten Heroin – 1,4 Kilogramm. Die Verpackungsmethode war identisch. Zwei weitere Verdächtige, die als Wachen im Einkaufszentrum postiert waren, wurden festgenommen.
Damit war das Kurier-Netzwerk zunächst ausgehoben. Doch die Ermittler wollten die Hintermänner erwischen.

Razzien in drei Verstecken
Die Polizei durchsuchte drei verdächtige Adressen in Samut Prakan und Bangkok. In einem Condominium in Samut Prakan fanden sie lediglich zwei Gramm Ketamin.
Doch im Bang Na Distrikt schlugen sie den Jackpot. In einer Wohnung nahmen sie einen weiteren Vietnamesen fest und sicherten eine massive Drogenlieferung.
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Die Beute: 75 Gramm Ketamin, 107 Gramm Crystal Meth, 1,7 Kilogramm MDMA, 309 Ecstasy-Pillen, 230 Gramm Kokain und 380 Gramm Nimetazepam.
Professionelle Verpackung enthüllt
Neben den Drogen beschlagnahmten die Beamten auch das gesamte Verpackungs-Equipment. Dazu gehörten digitale Waagen, Vakuumiergeräte und Quittungen.
Auch Handys und ein Laptop wurden sichergestellt. In einer dritten Wohnung in Lat Phrao fanden die Ermittler dagegen nichts Illegales.
„Dies war eine hochprofessionelle Operation. Die Gruppe war gut organisiert“, bestätigte ein Ermittler vor Ort.
Internationale Verbindungen
Der Fall zeigt die internationale Dimension des Drogenhandels. Erst am 22. November hatte die ONCB zwei Japaner festgenommen.
Sie sollen für ein Yakuza-Netzwerk Drogen nach Südkorea geschmuggelt haben. Ein südkoreanischer Komplize ist weiter flüchtig.
Thailand bleibt ein zentraler Drehpunkt für den internationalen Drogenhandel. Die Behörden gehen nun mit aller Härte dagegen vor.
🗣 Wie groß ist das Problem wirklich?
Fünf Festnahmen, mehrere Standorte, Razzien – und trotzdem sind internationale Netzwerke weiter aktiv. Wird hier nur ein Arm des Kartells gekappt, während der Rest unberührt bleibt? Wie effektiv ist der Kampf gegen grenzüberschreitenden Drogenschmuggel?


