Hintergründe der Visapolitik verstehen: 30 oder 60 Tage?

Die Diskussion um die Dauer der visumfreien Einreise verunsichert viele Thailand-Reisende. Kehrt die 30-Tage-Regel zurück und was gilt aktuell für Ihren Urlaub?

Hintergründe der Visapolitik verstehen: 30 oder 60 Tage?
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Einreise am Flughafen Bangkok im Februar 2026

Wer im Februar 2026 am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok landet, erhält als deutscher Staatsbürger weiterhin 60 Tage Aufenthalt ohne Visum. Diese Regelung gilt seit Juli 2024 und ist aktuell in Kraft. Die Beamten an der Passkontrolle stempeln routiniert die zwei Monate in den Pass, während draußen das tropische Klima wartet.

Doch hinter dieser scheinbaren Großzügigkeit hat sich in den letzten Monaten etwas Entscheidendes verändert. Die Art und Weise, wie Thailand seine Grenzen kontrolliert, wurde seit November 2025 deutlich verschärft. Für normale Urlauber ändert sich wenig, doch wer das System umgehen will, bekommt die neue Strenge zu spüren.

Was sich seit November 2025 wirklich änderte

Im November 2025 wies die thailändische Einwanderungsbehörde alle Grenzposten an, genauer hinzusehen. Nicht die Gesetze wurden geändert, sondern ihre Anwendung. Beamte prüfen jetzt systematisch, ob Reisende das visumfreie System missbrauchen. Bis Anfang 2026 wurden bereits 2.900 Personen an der Einreise gehindert.

Diese Verschärfung trifft vor allem jene, die Thailand als dauerhaften Wohnsitz nutzen, ohne das passende Visum zu besitzen. Wer mehrmals im Jahr ein- und ausreist, ohne zwischendurch in sein Heimatland zurückzukehren, muss mit kritischen Fragen rechnen. Die Behörden haben eine klare Botschaft: Touristen sind willkommen, Dauergäste brauchen ein echtes Visum.

Die digitale Anmeldepflicht vor jeder Einreise

Seit dem 1. Mai 2025 gibt es eine neue Pflicht, die viele Reisende noch nicht kennen: die Thailand Digital Arrival Card, kurz TDAC. Jeder ausländische Besucher muss diese digitale Ankunftskarte innerhalb von 72 Stunden vor der Einreise online ausfüllen. Das bedeutet: Wer am Montag um 14 Uhr landet, kann die Karte frühestens ab Freitag 14 Uhr ausfüllen. Das System ersetzt die alten Papierformulare im Flugzeug.

Die Registrierung ist kostenlos und dauert wenige Minuten auf der offiziellen Website der thailändischen Einwanderungsbehörde. Man erhält einen QR-Code, den die Beamten bei der Passkontrolle scannen. Wer ohne TDAC ankommt, riskiert Verzögerungen und möglicherweise Probleme bei der Einreise. Diese Pflicht gilt ausnahmslos für alle, auch für Visumsinhaber.

Border Runs funktionieren nicht mehr wie früher

Jahrelang war es üblich, für einen Tag nach Kambodscha oder Malaysia zu fahren, um bei der Rückkehr einen neuen Stempel zu bekommen. Diese sogenannten Border Runs waren eine beliebte Methode, um den Aufenthalt zu verlängern. Seit November 2025 ist diese Strategie riskant geworden. Die Behörden limitieren visumfreie Landgrenzeneinreisen auf maximal zwei pro Kalenderjahr.

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Noch kritischer: Wer morgens ausreist und abends am selben Tag wieder einreist, löst automatisch Alarm aus. Die Beamten betrachten solche Same-Day-Returns als Versuch, das System zu täuschen. In vielen Fällen wird die Einreise dann verweigert. Die alte Taktik, sich mit Kurztrips über Wasser zu halten, funktioniert 2026 nicht mehr.

Verlängerungen wurden streng reglementiert

Wer mit 60 Tagen Stempel einreist, konnte früher problemlos beim lokalen Immigration Office verlängern. Auch das hat sich geändert. Pro Kalenderjahr sind jetzt nur noch zwei Verlängerungen möglich: Die erste für 30 Tage gegen 1.900 Baht, etwa 51 Euro. Die zweite nur noch für 7 Tage zum gleichen Preis.

Besonders wichtig: Einreisen über Landgrenzen können oft gar nicht mehr verlängert werden. Die Behörden unterscheiden jetzt klar zwischen Flughafenankunft und Grenzübertritt auf dem Landweg. Wer per Bus aus Laos einreist, sollte nicht damit rechnen, vor Ort noch Zeit zu gewinnen. Diese Regelung soll verhindern, dass Menschen dauerhaft mit Visa-Runs im Land bleiben.

Die Zwei-Einreisen-Regel und ihre Folgen

Immigration Officers achten jetzt darauf, wie oft jemand ohne Rückkehr ins Heimatland einreist. Wer mehr als zweimal pro Jahr mit Visa Exemption einreist und nie nach Hause fliegt, gerät ins Visier. Die Beamten haben klare Anweisungen: Bei Verdacht auf Dauerwohnsitz ohne Visum dürfen sie die Einreise verweigern.

Das bedeutet nicht, dass man Thailand nur zweimal jährlich besuchen darf. Normale Touristen mit echten Heimreisen dazwischen haben keine Probleme. Kritisch wird es, wenn jemand beispielsweise von Thailand nach Vietnam fliegt, zwei Wochen später zurückkommt, dann nach Singapur und wieder zurück, ohne je in Europa gewesen zu sein. Solche Muster fallen auf.

Was Beamte bei der Kontrolle prüfen dürfen

An der Passkontrolle haben die Beamten weitreichende Befugnisse. Sie dürfen nach dem Rückflugticket fragen, nach Hotelreservierungen und nach Geldmitteln. Die Regel besagt: 10.000 Baht pro Person oder 20.000 Baht pro Familie sollten nachweisbar sein. Diese Kontrollen waren schon immer erlaubt, werden aber seit Ende 2025 häufiger durchgeführt.

Zusätzlich schauen sich die Beamten die Reisehistorie im Pass genau an. Viele Stempel aus Nachbarländern, wenige Heimatflüge, kurze Aufenthalte außerhalb Thailands – das alles sind Warnsignale. Wer ehrlich auf Fragen antwortet und seine Buchungen zeigen kann, hat in der Regel nichts zu befürchten. Ausweichende Antworten machen die Situation nur schwieriger.

Die 60 Tage stehen politisch zur Diskussion

Am 10. Februar 2026 diskutierte das thailändische Kabinett über eine mögliche Rückkehr zur alten 30-Tage-Regel. Das Tourismusministerium argumentierte, dass die meisten Urlauber ohnehin nur 21 Tage bleiben. Eine Verkürzung würde echte Touristen kaum treffen, aber Missbrauch eindämmen. Die Debatte läuft, doch es gibt noch keinen Beschluss.

Die königlich-thailändische Botschaft in Berlin bestätigt offiziell: Stand Februar 2026 gelten weiterhin 60 Tage Visa Exemption für deutsche Staatsbürger. Wann und ob diese Regelung geändert wird, ist unklar. Reisende sollten vor der Buchung die aktuellen Informationen der Botschaft prüfen, denn ministerielle Verordnungen können schnell umgesetzt werden.

Warum Thailand die Kontrollen verschärfte

Die Verschärfung hat konkrete Gründe. In den letzten Jahren nutzten Kriminelle das großzügige Visa-System als Schlupfloch. Cyberkriminelle, Betrugsringe und illegale Glücksspiel-Netzwerke ließen sich in Thailand nieder, ohne je ein richtiges Visum zu beantragen. Sie reisten einfach alle paar Monate kurz aus und wieder ein.

Die Immigration Bureau schätzt, dass mehrere tausend Ausländer dauerhaft in Thailand leben, während sie offiziell als Touristen gelten. Diese Menschen arbeiten schwarz, zahlen keine Steuern und entziehen sich jeder Kontrolle. Die neuen Regeln sollen diese Grauzone schließen, ohne normale Urlauber zu behindern. Das ist der Spagat, den Thailand 2026 versucht.

Das Destination Thailand Visa als Lösung

Für alle, die länger bleiben wollen, hat Thailand seit Juli 2024 eine elegante Lösung geschaffen: das Destination Thailand Visa, kurz DTV. Es gilt fünf Jahre und erlaubt pro Einreise 180 Tage Aufenthalt. Damit können digitale Nomaden, Freiberufler und Fernarbeiter legal in Thailand leben, ohne ständig Grenzen zu überschreiten.

Das DTV kostet einmalig 10.000 Baht, etwa 270 Euro, und man kann die 180 Tage vor Ort um weitere 180 Tage verlängern. Voraussetzung: Man muss 500.000 Baht, circa 13.500 Euro, auf einem Konto nachweisen. Das Visum richtet sich auch an Teilnehmer von Muay-Thai-Kursen, Kochkursen oder medizinischen Behandlungen. Es ist die offizielle Antwort Thailands auf die Bedürfnisse moderner Langzeitreisender.

Steuerliche Folgen bei langen Aufenthalten

Wer mehr als 180 Tage pro Kalenderjahr in Thailand verbringt, wird steuerresident. Das gilt unabhängig vom Visum. Diese Regel existierte schon immer, doch Thailand setzt sie seit 2026 konsequenter durch. Steuerresidenten müssen ausländisches Einkommen versteuern, wenn sie es nach Thailand transferieren.

Für DTV-Inhaber bedeutet das: Die rechtliche Klarheit bei der Einreise erkauft man sich mit steuerlicher Transparenz. Wer dauerhaft in Thailand lebt, soll auch Steuern zahlen. Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und anderen Ländern verhindern meist, dass man doppelt zahlt. Dennoch: Die Zeit der steuerfreien Dauertouristen läuft ab. Thailand möchte Langzeitgäste, aber als offizielle Residenten.

Für normale Urlauber ändert sich wenig

Wer zwei bis vier Wochen Strandurlaub plant, spürt von all diesen Änderungen kaum etwas. Die TDAC ausfüllen, mit Rückflugticket anreisen, höflich an der Passkontrolle sein – das war schon immer sinnvoll. Die 60 Tage gelten weiterhin, die Einreise läuft reibungslos ab. Thailand will Touristen, und echte Urlauber sind weiterhin herzlich willkommen.

Problematisch wird es nur für jene, die versuchen, das System zu dehnen. Wer plant, mehrere Monate zu bleiben, sollte 2026 von Anfang an das richtige Visum beantragen. Die Zeiten, in denen man sich mit Border Runs durchlavieren konnte, sind vorbei. Diese Klarheit ist vielleicht unangenehm für manche, aber sie schafft Planungssicherheit für alle anderen.

Alternative: Das klassische Touristenvisum

Wer sich die hohen Anforderungen des DTV nicht leisten kann oder will, hat eine unkomplizierte Alternative: das normale Touristenvisum. Es gilt 60 Tage ab Einreise und kann vor Ort um 30 Tage verlängert werden. Man beantragt es vor der Reise bei einer thailändischen Botschaft oder online per E-Visa-System.

Die Kosten liegen bei etwa 40 Euro, die Bearbeitungszeit bei wenigen Tagen. Mit diesem Visum erhält man insgesamt 90 Tage legalen Aufenthalt. Für eine Überwinterung von Oktober bis Januar reicht das völlig aus. Der Vorteil: Man hat das Visum schon vor Abflug und muss sich bei der Einreise keine Gedanken über kritische Fragen machen.

Wie Rentner langfristig bleiben können

Für Personen über 50 Jahre bietet Thailand das Retirement Visa, auch Non-Immigrant-O-A genannt. Es ermöglicht einen Aufenthalt von einem Jahr und kann jährlich verlängert werden. Die finanziellen Anforderungen: 800.000 Baht auf einem thailändischen Konto oder ein monatliches Einkommen von 65.000 Baht, beziehungsweise eine Kombination daraus.

Dieses Visum ist ideal für Rentner, die den europäischen Winter dauerhaft in Thailand verbringen möchten. Es erfordert keine 90-Tage-Meldungen per Border Run, sondern nur eine Meldung beim lokalen Immigration Office. Viele deutsche Rentner nutzen diese Option seit Jahren erfolgreich. Die Krankenversicherungspflicht wurde verschärft, doch passende Versicherungen sind verfügbar.

Aufenthalt in Nachbarländern als Strategie

Manche Langzeitreisende kombinieren Thailand mit Aufenthalten in Vietnam, Kambodscha oder Malaysia. Diese Länder bieten eigene Visa-Systeme, teilweise sogar großzügiger als Thailand. Vietnam gewährt 45 Tage visumfrei, Malaysia 90 Tage für deutsche Staatsbürger. Eine Rundreise durch Südostasien ist damit ohne Thailand-zentrierte Visa-Runs möglich.

Diese Strategie funktioniert, solange man echte Reisen unternimmt und nicht nur pro forma die Grenze überquert. Die thailändischen Behörden sehen den Unterschied zwischen einem Reisenden, der zwei Wochen in Hanoi verbringt, und jemandem, der morgens nach Poipet fährt und nachmittags zurückkommt. Authentisches Reisen ist erlaubt, Systemtricks werden bestraft.

Die Rolle der grenznahen Hotspots

Grenzstädte wie Mae Sot an der burmesischen Grenze oder Aranyaprathet nahe Kambodscha stehen unter besonderer Beobachtung. Diese Orte waren jahrelang Drehscheiben für schnelle Visa-Runs. Hier wurden auch illegale Aktivitäten wie Scam-Callcenter beobachtet. Die Behörden haben diese Übergänge 2025 auf Watchlists gesetzt. Wichtiger Hinweis: Die Grenzübergänge nach Kambodscha sind weiterhin auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Wer an solchen Grenzposten wiederholt auftaucht, riskiert verschärfte Kontrollen oder Einreiseverweigerung. Reisende, die legitime Gründe haben, diese Grenzübergänge zu nutzen, sollten alle Nachweise bereithaben: Hotelreservierungen auf der anderen Seite, Geschäftstermine, Besuchseinladungen. Transparenz ist an diesen sensiblen Punkten besonders wichtig.

Konsequenzen bei Overstay vermeiden

Thailand versteht bei Overstay keinen Spaß. Wer seinen Stempel überzieht, zahlt 500 Baht pro Tag, maximal 20.000 Baht. Bei längeren Überschreitungen drohen Einreiseverbote von einem bis zehn Jahren. Diese Strafen werden konsequent durchgesetzt, besonders seit 2026 die Kontrollen intensiviert wurden.

Die beste Strategie: Rechtzeitig verlängern oder ausreisen. Die Immigration Offices sind in allen größeren Städten vorhanden – Bangkok, Chiang Mai, Phuket, Pattaya. Eine Verlängerung kostet 1.900 Baht und gibt Planungssicherheit. Wer denkt, er könne unbemerkt bleiben, unterschätzt die digitalen Systeme der Einwanderungsbehörde. Jede Einreise und Ausreise wird erfasst.

Sprachkenntnisse und kultureller Respekt

Ein freundliches „Sawasdee Krub“ und eine respektvolle Verbeugung an der Passkontrolle schaden nie. Thailand legt großen Wert auf Höflichkeit und Respekt gegenüber Autoritäten. Beamte reagieren positiv auf Reisende, die sich Mühe geben, kulturelle Normen zu beachten. Wer Interesse an der thailändischen Kultur zeigt, hat oft einen Vorteil.

Grundlegende Thai-Sprachkenntnisse öffnen Türen und erleichtern den Alltag erheblich. Auch wenn Englisch in Touristengebieten funktioniert, signalisiert das Bemühen um die Landessprache ernsthafte Absichten. Für Langzeitaufenthalte ist dies fast unerlässlich, besonders beim Umgang mit Behörden außerhalb der Hauptstadt.

Die Realität für digitale Nomaden

Viele junge Menschen arbeiten remote von Thailand aus, ohne dass ihre Arbeitgeber davon wissen. Diese Grauzone tolerierte Thailand früher stillschweigend. Mit der Einführung des DTV signalisiert die Regierung: Wir wollen euch, aber legal. Wer von Thailand aus für ausländische Firmen arbeitet, braucht das DTV, nicht die Visa Exemption.

Die Unterscheidung ist wichtig: Touristenvisa und Visa Exemption verbieten jede Arbeit, auch remote. Das DTV erlaubt explizit Arbeit für ausländische Auftraggeber. Eine Thai Work Permit braucht man dafür nicht. Diese Klarstellung macht Thailand 2026 attraktiver für die wachsende Community digitaler Nomaden, die vorher in rechtlicher Unsicherheit lebte.

Versicherungsschutz nicht vergessen

Thailand verlangt für manche Visa-Typen eine Krankenversicherung, für andere nicht. Trotzdem ist der Abschluss dringend empfohlen. Eine schwere Erkrankung oder ein Unfall kann ohne Versicherung existenzbedrohende Kosten verursachen. Thailändische Privatkliniken sind exzellent, aber teuer. Eine Notoperation kann leicht 100.000 Baht oder mehr kosten.

Viele internationale Versicherer bieten spezielle Tarife für Thailand-Aufenthalte an. Diese decken nicht nur medizinische Notfälle, sondern oft auch Rücktransporte. Wer länger bleibt, sollte eine Jahrespolice abschließen. Die monatlichen Kosten sind überschaubar und schaffen ein beruhigendes Sicherheitsnetz für den Aufenthalt im Königreich.

Praktische Checkliste für die Einreise 2026

Vor dem Abflug sollte jeder Reisende folgende Punkte abhaken: TDAC online ausgefüllt und QR-Code gespeichert. Reisepass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit. Rückflugticket oder Weiterreiseticket aus Thailand heraus. Nachweis über Unterkunft, zumindest für die ersten Nächte. Optional, aber hilfreich: Kontoauszug oder Kreditkartenlimit als Geldnachweis.

Wer all diese Dokumente griffbereit hat, läuft durch die Passkontrolle wie durch Butter. Die meisten Kontrollen dauern weniger als eine Minute. Nur wer unsicher wirkt oder unvollständige Unterlagen hat, gerät in längere Befragungen. Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem stressfreien Start in den Thailand-Aufenthalt.

Informationsquellen und Updates verfolgen

Die thailändische Visa-Landschaft ändert sich dynamisch. Was heute gilt, kann in drei Monaten anders sein. Die zuverlässigsten Quellen sind die Website der thailändischen Botschaft in Berlin und das offizielle Portal der Immigration Bureau. Dort werden Änderungen in der Regel zeitnah veröffentlicht, allerdings oft zuerst auf Englisch oder Thai.

Facebook-Gruppen und Expat-Foren sind hilfreiche Ergänzungen, aber keine offiziellen Quellen. Hier kursieren oft Gerüchte, bevor Fakten geklärt sind. Es lohnt sich, mehrere Quellen zu prüfen und im Zweifelsfall direkt bei der Botschaft nachzufragen. Ein Anruf oder eine E-Mail kann Klarheit schaffen und kostspielige Fehlplanungen verhindern.

Langfristige Perspektive: Thailand bleibt offen

Trotz aller Verschärfungen: Thailand braucht den Tourismus. Die Branche macht etwa 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Regierung hat kein Interesse daran, Besucher abzuschrecken. Die Maßnahmen zielen auf Missbrauch, nicht auf ehrliche Gäste. Diese Unterscheidung wird in der öffentlichen Debatte manchmal verwischt, ist aber entscheidend.

Die kommenden Jahre werden zeigen, wie Thailand die Balance zwischen Offenheit und Kontrolle findet. Das Land hat verstanden, dass moderne Reisende flexible Lösungen brauchen. Das DTV ist ein Beispiel dafür. Es ist wahrscheinlich, dass weitere Visa-Kategorien folgen, die auf neue Bedürfnisse reagieren. Thailand bleibt ein Land, das Gäste willkommen heißt – allerdings mit klareren Regeln als je zuvor.

Anmerkung der Redaktion

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3 Kommentare zu „Hintergründe der Visapolitik verstehen: 30 oder 60 Tage?

  1. Sie schreiben zur TDAC: „ Man erhält einen QR-Code, den die Beamten bei der Passkontrolle scannen.“ Das stimmt so nicht! Die TDAC ist im System der Immigration hinterlegt. Das vorzeigen des QR-Codes bei der Einreise ist überhaupt nicht erforderlich…

  2. 30 Tage sind für Touristen doch genug!!
    Es ist einfach okay, wenn die Thais für Ordnung in ihrem Land sorgen.
    Und wer länger bleiben möchte, kann schließlich auch das passende Visa machen.

  3. in thailand zählt aber jeder der nicht thai ist als ausländer–nicht denken das mit ausländer nur nicht asiaten gemeint sind.ich denke nicht das viele weisshäutige ausländer in thailand ohne visa leben und den staat betrügen–das sind dann doch schon asiaten wie chinesen-laoten-kambodia-malysia usw.
    einreise für 60 tage nur an rentner oder alte leute vergeben-die betrügen nicht!!!

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