CHUMPHON – Mit einer scharfen Razzia haben thailändische Sicherheitskräfte ein Zeichen gesetzt. In einer Holzverarbeitungsfirma wurden zwei Ausländer festgenommen, die Jobs ausübten, die gesetzlich Thailändern vorbehalten sind.
Kontrollteam ertappt illegale Arbeiter
Ein Kontrollteam unter der Leitung von Oberst Nipon Inmai durchsuchte eine Gummiholz-Verarbeitungsfirma im Distrikt Sawi. Der Einsatz zielte gezielt auf illegale Beschäftigungspraktiken.
Dabei stellten die Beamten die beiden Myanmarer Zaw Myo Htike (42) und You Min Thu (30). Sie arbeiteten in Positionen, die nach thailändischem Recht Einheimischen vorbehalten sind.
Diese Praxis verstößt gegen Paragraph 8 des Ausländerbeschäftigungsgesetzes von 2017. Die Männer wurden sofort festgenommen und zur Polizeistation Sawi gebracht.
Harte Strafen für Arbeitgeber angedroht
Die Behörden warnten die Arbeitgeber mit deutlichen Worten. Wer Ausländer in für Thais reservierten Jobs beschäftigt, muss mit harten Konsequenzen rechnen.
Drohend sind hohe Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen. Das Kommando für Innere Sicherheit in Chumphon betonte die Wichtigkeit solcher Kontrollen.
„Unser Ziel ist es, thailändische Arbeitsplätze zu schützen und für Fairness auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen“, so ein Sprecher der Operation.
Bevölkerung soll mithelfen und anzeigen
Die Behörden riefen die Bevölkerung zur aktiven Mithilfe auf. Wer verdächtige Beschäftigungsverhältnisse beobachtet, soll diese umgehend melden.
Diese Zusammenarbeit sei entscheidend, um Recht und Ordnung in den Gemeinden zu wahren. Eine Hotline für Hinweise wurde eingerichtet.
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Der Vorfall ist kein Einzelfall. Die Regierung hat eine landesweite Kampagne zur Überprüfung von Arbeitskräften gestartet.
Das ist die politische Strategie dahinter
Die Razzia unterstreicht das politische Commitment der Regierung, die heimische Arbeitskraft zu schützen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wächst der Druck.
„Wir werden die Regularien weiter verschärfen, um Jobchancen für Thailänder zu bewahren“, hieß es aus Regierungskreisen. Die laufenden Inspektionen sollen ausgeweitet werden.
Gleichzeitig soll die Integrität des Arbeitsmarktes gestärkt und die gesetzliche Compliance bei Unternehmen sichergestellt werden.
Warnschuss an die Wirtschaft
Für die thailändische Wirtschaft ist die Aktion ein klares Signal. Die Zeiten, in denen ausländische Billigarbeiter problemlos in geschützten Bereichen arbeiten konnten, sind vorbei.
Unternehmen müssen ihre Personalpolitik überprüfen. Die Einhaltung des Arbeitsrechts wird zum zentralen Thema für Betriebe aller Größen.
Die Justiz wird in den kommenden Wochen zeigen, wie ernst es der Regierung mit ihren Drohungen ist. Die ersten Urteile werden mit Spannung erwartet.
🗣 Wenn Arbeit zur politischen Frage wird
Wer darf was arbeiten – und wer nicht? Hier geht es nicht nur um zwei Festnahmen, sondern um Angst vor Jobverlust, Lohndruck und Kontrolle.
Schützt der Staat damit wirklich thailändische Arbeitnehmer? Oder werden einfache Arbeiter zum sichtbaren Sündenbock eines viel größeren Problems?
Wo liegt die Grenze zwischen Schutz und Abschottung? Und wer kontrolliert eigentlich die Arbeitgeber genauso hart wie die Arbeiter?
Schreib offen: Notwendiger Schutz – oder populärer Aktionismus?




Was für ein Glück für die hiesigen Sklaventreiber, dass es keine Sau interessiert was da so ein alter, weißer Mann meint. Trotzdem, hier wäre ein Paradigmenwechsel notwendig und auch möglich. Statt die ausländischen Arbeitssklaven zu bestrafen, würde ich lieber die Sklaventreiber gesetzlich dazu verpflichten an jeden entdeckten Sklaven den zehnfachen Mindestlohn für seine gesamte Beschäftigungsdauer nachzuzahlen. Und solange er das nicht gezahlt hat ab in den Bau. Und dazu noch jedem Illegalem ein Arbeitsvisum anbieten, soweit er sich freiwillig meldet. Und dann mit den Sklavenhaltern wie oben verfahren. Wie schnell würde sich dann wohl was grundsätzliches ändern?