PHUKET – Der Druck ist zu groß geworden. Phukets Gouverneur Nirat Pongsitthaworn hat den Startschuss für eine inselweite Großrazzia gegeben. Ziel: Illegale Touristentaxis, die das Geschäft der lizenzierten Fahrer kaputt machen und das Image der Insel ruinieren.
Die landesweite Jagd beginnt
Mit sofortiger Wirkung sollen integrierte Einsatztrupps in allen Bezirken ausschwärmen. Die Teams bestehen aus Polizei, Verwaltungsbeamten, Freiwilligen und dem Provinzialen Verkehrsamt (PLTO).
Vizegouverneur Adul Chuthong koordiniert die Offensive. Im Fokus stehen Flughafen-Zufahrten, große Sehenswürdigkeiten und hoch frequentierte Servicezonen.
Hier tummeln sich die „Black Plate Taxis“ – private Fahrzeuge ohne Gewerbelizenz, die über Ride-Hailing-Apps Touristen befördern und so legale Taxis unterbieten.
Warum die Lage eskaliert ist
Der Razzia-Befehl folgt einem Krisengipfel in der Provinzhalle. Lizensierte Taxi-Betreiber klagten dort lautstark über existenzbedrohende Einnahmeausfälle.
Sie werfen den Behörden vor, jahrelang zu lasch gegen illegale Konkurrenz durch Apps vorgegangen zu sein. „Die unlizenzierten Fahrzeuge untergraben unsere Lebensgrundlage“, lautete der Vorwurf.
Jetzt will die Provinzregierung handeln, bevor das Image der wichtigsten Touristeninsel weiter Schaden nimmt. Fairness und Durchsetzung des Gesetzes sind die neuen Maximen.
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Diese neuen Hightech-Waffen kommen zum Einsatz
Neben Straßenkontrollen setzen die Behörden auf digitale Lösungen. Eine geplante Maßnahme: Die Verknüpfung von Ride-Hailing-Apps mit Datenbanken des Verkehrsministeriums.
So sollen Fahrzeugzulassung und Führerschein in Echtzeit geprüft werden können. Gefälschte Papiere hätten so keine Chance mehr.
Ab März soll zudem das „Phuket Eyes“-Überwachungssystem eine größere Rolle bei der Überwachung von Brennpunkten spielen. Big Brother überwacht den Taxi-Krieg.
Das sagen die Verantwortlichen
Gouverneur Nirat betonte in seiner Anordnung, dass die Durchsetzung streng im rechtlichen Rahmen erfolgen müsse. Fairness für legale Betreiber sei oberstes Gebot.
„Alle zuständigen Behörden müssen ernsthaft und kontinuierlich zusammenarbeiten, um dieses Problem konkret zu lösen“, forderte der Gouverneur. Breitere negative Auswirkungen sollten dabei minimiert werden.
PLTO-Chef Adcha Buachan kündigte klarere und strengere Richtlinien für App-Betreiber an. Die Toleranzphase ist offiziell beendet.
Der schwierige Spagat der Insel
Die Behörden räumen die strukturellen Probleme Phukets ein: Begrenzter Straßenraum, hohes Touristenaufkommen und eine hohe Dichte an Taxis.
Eine langfristige Lösung müsse einen Ausgleich schaffen zwischen den Lebensgrundlagen der Fahrer, der Bequemlichkeit der Öffentlichkeit und einer effektiven Regulierung.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Großoffensive den illegalen Markt nachhaltig austrocknen kann – oder ob die „Black Plates“ einfach in die nächste Seitengasse ausweichen.
🗣 Ordnung schaffen – oder einen Dauerkrieg eröffnen?
Illegale Taxis, wütende Lizenzfahrer, Touristen im Chaos – Phuket kämpft seit Jahren mit einem Verkehrssystem, das niemand mehr richtig kontrolliert.
Ist diese Offensive der überfällige Befreiungsschlag?
Oder nur die nächste Runde in einem endlosen Katz-und-Maus-Spiel?
Braucht Phuket mehr Polizei –
oder endlich ein komplett neues Verkehrskonzept?
Sag offen:
Hartes Durchgreifen – oder längst zu spät?




Wenn man es als „Umbruch“ bezeichnen will, dass es wieder wie früher wird als die Taxiosi noch völlig ungestört abzocken konnten, dann wird hier tatsächlich gerade ein Umbruch versucht.