KO YAO NOI – Ein idyllisches Inselparadies im Streit: Die Bewohner von Ko Yao Noi in der Provinz Phang Nga haben sich zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Ein Ausländer soll gestoppt werden, der illegal Geschäfte macht und ihnen die Touristen wegnimmt.
Der Protestzug zum Bezirksamt
Am 9. Januar war es genug. Bewohner und Unternehmer aus Ban Tha Khao versammelten sich mit Protestschildern. Ihr Ziel: das Bezirksamt von Ko Yao.
Sie reichten eine offizielle Beschwerde ein und forderten eine sofortige Untersuchung. Der Konflikt schwelt seit Jahren, aber jetzt ist das Fass übergelaufen.
Die Gemeinschaft leidet unter dem unlauteren Wettbewerb. Immer wieder kommt es zu Streit und Konfrontationen. Die Lage ist angespannt.
Mann im Zentrum des Sturms
Der Beschuldigte ist ein südafrikanischer Staatsbürger. Seit etwa 2013 lebt er mit einem Rentnervisum (Non-Immigrant O) auf der Insel und ist mit einer Thailänderin verheiratet.
Laut der Anzeige hat er ein kleines Imperium aufgebaut: Thai-Massage, Tour-Operationen und Unterkünfte. Alles Geschäfte, die Einheimischen vorbehalten sein sollten.
Er wirbt aktiv im Internet, stellt Schilder auf und bedient Touristen persönlich – sogar mit eigenen Booten. Ein klarer Verstoß gegen sein Visum.
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Die schwerwiegenden Vorwürfe im Detail
Die Liste der Anschuldigungen ist lang. Der Südafrikaner soll Grundstücke gekauft und verkauft haben – Ausländern eigentlich verboten.
Er baute Häuser mit Wohn-Genehmigung, vermietet sie aber täglich an Touristen. Ein klassischer Fall von illegalem Hotelbetrieb.
Der dickste Vorwurf: Er soll thailändische Strohmänner (Nominees) benutzen, um Firmen anzumelden. So umgeht er das Gesetz.
Einschüchterung und angebliche Beziehungen
Nicht nur die Geschäftspraktiken empören die Einheimischen. Der Mann soll auch Druck ausgeübt haben.
Er prahlte angeblich mit Verbindungen zu einflussreichen Offiziellen und zeigte Missachtung für thailändisches Recht.
Für die Dorfbewohner ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Sie fühlen sich im eigenen Land nicht mehr sicher.
Das fordern die Kläger von den Behörden
Die Sprecherinnen der Gruppe, Rewadi Hapsa und Nuanjan Kinglek, haben klare Forderungen. Das Visum des Mannes muss genau geprüft werden.
Stimmen die Firmenregister? Werden Steuern ordnungsgemäß gezahlt? Gibt es illegale Nominee-Strukturen?
Sie fordern sofortige Kontrollen der Grundbesitzverhältnisse und Baugenehmigungen. Sie wollen, dass das Gesetz für alle gilt.
Wie geht es jetzt weiter?
Das Bezirksamt hat die Beschwerde entgegengenommen. Der Fall wird nun an die zuständigen Stellen wie Einwanderungsbehörde, Handelsregister und Finanzamt weitergeleitet.
Noch gibt es keine offiziellen Ergebnisse oder Strafmaßnahmen. Die Bewohner werden den Prozess genau beobachten.
Für sie geht es um mehr als einen Streit. Es geht um Gerechtigkeit, fairer Wettbewerb und den Schutz ihrer Heimat. Der Kampf um Ko Yao Noi hat gerade erst begonnen.
🗣 Wenn das Paradies zum Revierkampf wird
Eine kleine Insel. Ein boomender Tourismus. Und das Gefühl, dass Einheimische plötzlich Fremde im eigenen Geschäft sind.
Wo endet Unternehmergeist – und wo beginnt Ausbeutung?
Wie viel ausländische Beteiligung verträgt lokaler Tourismus, bevor er seine eigene Bevölkerung verdrängt?
Und die heikle Frage:
Schützen Gesetze wirklich die Menschen vor Ort – oder nur die, die sie umgehen können?
Schreib offen:
Wessen Insel ist Ko Yao wirklich?




Das ist, leider, wie so oft in Thailand. Ein Ausländer kommt, hat eine Geschäftsidee und setzt diese dann um. Ob alles mit legalen Mitteln zugeht lasse ich mal dahin gestellt. Weil den Einheimischen entweder das Geld für die Investitionen fehlt oder sie gar nicht erst auf die „Ideen“ kommen. Nur ein Beispiel: Die sogenannten Hongs (Zimmer) in der Pang-Nga-Bay wurden von einem Amerikaner in den Neunzigern „entdeckt und erforscht“. Er hat dann ein Sea Canoing aufgebaut und die Touristen rumgepaddelt. Kurz darauf hat eine Tauchschule, bei der ich war, mitgemacht. War ein gutes Geschäft und für die Touristen ein einmaliges Erlebnis. 3 Jahre später haben wir wieder aufgehört…es waren dann hunderte von Kajaks und Kanus unterwegs…weil die Thais gemerkt haben, da geht was. Der Artikel oben beinhaltet wieder Schlagwörter wie „Ausländer kauft Grundstücke“, „Verbindung zu Offiziellen“, „die Dorfbewohner fühlen sich in eigenem Land nicht mehr sicher“, „fairen Wettbewerb“ usw. Unternehmergeist oder Ausbeutung?
Der Ausländer der mit einer Thai verheiratet ist, soll sich zurückhalten + sämtliche Geschäfte “ überwachen “ – ohne selber tätig zu werden – dafür erhält er eine monatliche Rente – (fürś Nichtstun) = schon ist der ganze “ Aufstand der Einheimischen vor bei. Und das beste ist: Die zuständigen Behörden sind auch zufrieden gestellt.
Den einheimischen “ Aufständischen “ wird das sicher – gar nicht – gefallen aber was sollen sie dagegen ausrichten, Gesetz ist Gesetz. ALLES andere ist Diskriminierung.
Der hält sich zurück, sonst hätte die besagte Person schon Ärger. Mit Sicherheit ist das ein ehemaliger Geschäftsmann mit irgendeinem Visa der O Klasse, der eine Thai geheiratet hat die vorher im Consulting beschäftigt( Anwältin o.ä.) war. Er macht die Finanzierung, sie die Behörden, Registrierungen/Tax und die Nominees. Da braucht man nichts zu Unterstellen, das ist bombenfest. Eine ähnliche Geschichte hatte, sagen wir Mal ein entfernter Bekannter am Laufen.