Interpol schlägt zu: schwedischer Mafia-Boss in Phuket geschnappt

Interpol jagt ihn wegen Mord und Waffen: In Phuket saß er im Luxus-Condo — und war auch noch 6 Tage überfällig. Wie flog er auf? 🚨

Interpol schlägt zu: schwedischer Mafia-Boss in Phuket geschnappt
Facebook/ ดาวแปดแฉก

PHUKET, THAILAND – Die Polizei hat einen schwedischen Staatsbürger festgenommen, der per Interpol-„Red Notice“ gesucht wurde und in Schweden mit Mord, illegalen Waffen und Drogenhandel in Verbindung stehen soll. Der Zugriff ist Teil einer breiteren Offensive gegen ausländische Tatverdächtige, die Thailand als Rückzugsort oder Basis für grenzüberschreitende Kriminalität nutzen.

Festnahme in Phuket nach Interpol-Fahndung

Die Provinzpolizei Phuket nahm am 9. April einen schwedischen Staatsbürger fest, der unter einer Interpol-„Red Notice“ gesucht wurde. Ihm werden in Schweden unter anderem Mord, Verstöße gegen das Waffenrecht und Drogenhandel vorgeworfen.

Die Behörden ordneten den Einsatz einer größeren Kampagne zu, die sich gegen ausländische Kriminelle richtet, darunter Verdächtige, die aus ihren Heimatländern geflohen sein sollen. Thailand werde dabei auch als möglicher Standort für transnationale Straftaten betrachtet.

Zusammenarbeit mit nordischer Verbindungsstelle

Laut Polizei erfolgte die Identifizierung des Verdächtigen in Zusammenarbeit mit dem Nordic Police Liaison Office. Der Mann wurde als „Boran“ bezeichnet.

Er soll mit einer tödlichen Schussabgabe im Stockholmer Stadtteil Årsta in Verbindung stehen. Die Ermittler führten diese Spur bis nach Phuket.

Vorwürfe: Mafia-Strukturen, Waffen und Drogen

Der Festgenommene wurde als führendes Mitglied einer Mafia-Gruppe beschrieben, die mit mehreren Tötungsdelikten, illegalen Schusswaffen und Drogenhandel in Verbindung gebracht wird. Diese Angaben stammen aus den polizeilichen Ermittlungsinformationen.

Die Beamten lokalisierten ihn schließlich in einem Luxus-Condominium in Phuket. Dort erfolgte die Festnahme am Nachmittag.

Einreise, Visum und Overstay

Aus den Unterlagen geht hervor, dass der Mann am 4. Januar über die Provinz Satun nach Thailand einreiste und ein Touristenvisum nutzte. Die ursprüngliche Aufenthaltsgenehmigung galt demnach bis zum 4. März.

Später verlängerte er seinen Aufenthalt bis zum 3. April, überschritt diese Frist jedoch um sechs Tage. Bei der Festnahme lag damit ein Overstay vor.

Weiteres Vorgehen: Strafe in Thailand, dann Abschiebung

Nach Angaben der Behörden muss der Mann zunächst in Thailand mit den üblichen Konsequenzen wegen Overstay rechnen. Erst danach soll er nach Schweden abgeschoben werden.

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Dort würden dann die weiteren rechtlichen Schritte zu den mutmaßlichen Straftaten erfolgen. Die thailändischen Behörden verwiesen in diesem Zusammenhang auf die internationale Zusammenarbeit.

Serie ähnlicher Fälle: Betrug und Drogen in den letzten Wochen

In den vergangenen Wochen wurden mehrere ähnliche Einsätze gemeldet: In Phuket wurde zuletzt ein chinesischer Betrugsverdächtiger festgenommen, der mehr als 30 Opfer getäuscht haben soll. Er soll Zahlungen für Waren angenommen haben, die nie geliefert wurden, wodurch ein Schaden von rund 4,7 Millionen Baht entstanden sei.

Ebenfalls in derselben Woche wurde in Pathum Thani ein Südkoreaner festgenommen, dem vorgeworfen wird, in einem Kreditbetrug mehr als 355 Millionen Baht von über 9.000 südkoreanischen Opfern erbeutet zu haben. Im März wurde zudem ein weiterer Chinese in Khon Kaen festgesetzt, der in einem Investmentbetrug mehr als 500 Millionen Baht ergaunert haben soll, sowie ein Australier in Bangkok, der wegen 11 drogenbezogener Vorwürfe gesucht wurde.

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Quelle: Thaiger

3 Kommentare zu „Interpol schlägt zu: schwedischer Mafia-Boss in Phuket geschnappt

  1. Da fragt man sich doch unwillkürlich wie es sein kann, dass ein per „Red Notice“ gesuchter Verdächtiger unbehelligt einreisen und sogar seinen visumsfreien Aufenthalt auf einer Immigration sogar noch verlängern kann? Da wundert man sich dann nicht mehr besonders darüber, dass das auch nicht auffällt als dieser Typ zum Overstayer wurde.
    Aber jeden alten Rentner mit Bürokratie überziehen. Das scheint viel besser zu funktionieren.

  2. Beim Antrag des TDAC hätten doch schon alle Thailändischen Alarmglocken laut läuten müssen.
    Vor Einführung des TDAC hieß es doch, das die Einwanderungsbehörde im Vorfeld wissen möchte wer ins Land kommt.
    Als ich das letzte Mal eingereist bin, wusste der Beamte am Immigration Schalter , welches Hotel ich wie lange gebucht hatte, etc. pp.
    -Aber eine Rote Ausschreibung durch Interpol fällt bei der Einreise nicht auf ?
    Ich bin begeistert von dem System.

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