Kein Sprit: Mann reitet mit Kanister durchs Dorf

🐎 Kuriose Szene in Thailand: Ein Pferdebesitzer reitet mit Benzinkanister durchs Dorf, weil seinen Fahrzeugen der Sprit ausgeht. Selbst die Arbeit mit den Tieren steht still. Wie ernst ist die Lage wirklich?

Kein Sprit: Mann reitet mit Kanister durchs Dorf
DailyNews

ANG THONG, THAILAND – Auf einem Pferdehof im Bezirk Sawaeng Ha sucht der Betreiber San Kongwet Treibstoff auf ungewöhnliche Weise: zu Pferd, mit Kanister, durch die Dorfstraßen. Der Benzinmangel legt nicht nur Fahrzeuge lahm, sondern bringt auch die Fütterung der Tiere durcheinander und trifft damit einen Betrieb, der von verlässlicher Logistik lebt.

Ritt mit Kanister durch Ban Phran

San Kongwet, Besitzer der Cowboy Farm im Unterbezirk Ban Phran, schwang sich auf sein Pferd und ritt mit einem Gallonen-Behälter los, um irgendwo noch Benzin zu bekommen.

Nach eigenen Angaben kam er aus den Reisfeldern und fuhr die Straßen im Dorf ab, um eine Tankstelle zu finden, die noch Treibstoff vorrätig hatte.

Tankstellen – Mal da, mal schon leer

San berichtete, Benzin sei derzeit schwer zu kaufen, weshalb er inzwischen ständig nachverfolgen müsse, welche Stationen überhaupt noch liefern können.

Mehrfach sei er erst angekommen, als der Vorrat bereits aufgebraucht gewesen sei, wodurch jeder Versuch zur Wette gegen die Zeit werde.

Stillstand auf dem Feld und Arbeit mit der Sichel

Am selben Tag blieb ein Auto, das eigentlich Gras für die Pferde holen sollte, mitten auf einem Feld liegen, nachdem der Tank leer war.

Auch die Maschine zum Grasschneiden stoppte, als ihr der Treibstoff ausging, woraufhin die Mitarbeiter kurzfristig per Hand mit einer Sichel weitermachten.

Futter per Pferdewagen – Improvisation im Alltag

Ein Angestellter, der die Pferde versorgt, schnitt Gras auf den Feldern und sammelte laut Bericht ungefähr einen Korb voll.

Das Gras wurde anschließend auf einen pferdegezogenen Wagen geladen und zur Farm gebracht, damit die Tiere gefüttert werden konnten, während parallel weiter nach Benzin gesucht wurde.

Aufträge in anderen Provinzen geraten ins Wanken

Die Treibstofflage trifft den Hof auch wirtschaftlich, weil San nach eigenen Angaben Pferde für Drama-Produktionen und Shows in anderen Provinzen bereitstellt.

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Ohne verlässlich betankte Fahrzeuge lassen sich Transporte und Futterfahrten kaum planen, was Termine und Abläufe bei externen Einsätzen erschwert.

Behörden geben Entwarnung – aber die Schlangen bleiben real

In einem weiteren, damit zusammenhängenden Update erklärte der Generaldirektor des Department of Energy Business, die Treibstoffversorgung im Land sei grundsätzlich ausreichend.

Zugleich entschuldigte er sich für zuletzt beobachtete Warteschlangen an Tankstellen sowie für Probleme bei Auslieferungen, die vielerorts den Eindruck einer Knappheit verstärkt hätten.

Deine Meinung

Wie sollten Behörden und Anbieter in solchen Phasen kommunizieren und reagieren, damit aus kurzfristigen Lieferproblemen nicht sofort ein Alltag voller Improvisation wird?

Welche Erfahrungen gab es zuletzt in den eigenen Regionen mit Warteschlangen, Limits oder leeren Zapfsäulen – und was hat tatsächlich geholfen?

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Quelle: thethaiger.com

2 Kommentare zu „Kein Sprit: Mann reitet mit Kanister durchs Dorf

  1. Haben Regierung und WB nicht gestern odervorgestern verkündet, dass die nationale Kraftstoffreserve für über 90 Tage reichen würde?

    Warum haben dann so viele Tankstellen nichts oder verkaufen nur max. für 500 THB?

    1. Wenn Lügen und Selbstbeweihräucherung weh tun würde müssten die Verantwortlichen jeden Morgen und bis hin zur Nacht vor Schmerzen schreien!!
      Zu gönnen wäre es ihnen allemal!

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