BANGKOK, THAILAND – Der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) 2025 von Transparency International setzt für Thailand ein weiteres Warnsignal: 33 von 100 Punkten und nur Rang 116 weltweit. Auffällig ist vor allem der Einbruch bei Bestechungsindikatoren, während die NACC mehr politischen Willen und breitere Zusammenarbeit fordert.
Schlechter Schnitt im globalen Vergleich
Thailand erreichte im CPI 2025 nur 33 Punkte, die Veröffentlichung erfolgte am 10. Februar 2026 durch Transparency International.
Mit dem Wert bleibt das Land im internationalen Vergleich weit hinten, was laut Index auf strukturelle Probleme bei Integrität, Kontrolle und Durchsetzung von Regeln hindeutet.
ASEAN-Ranking – der Rückfall auf Platz 7
Innerhalb der ASEAN fiel Thailand auf Platz 7, nachdem das Land zuvor noch auf Rang 5 lag.
Besser schnitten Singapur (84), Brunei (63), Malaysia (52) und Vietnam (41) ab, während Indonesien und Laos mit 34 Punkten knapp vor Thailand liegen.
Wo es leicht besser wurde – aber auf niedrigem Niveau
In einzelnen Datenquellen ging es minimal nach oben, etwa bei PERC mit 45 Punkten (2024: 41), was den dritten Anstieg in Folge markierte.
Auch WEF (35 statt 34) und V-Dem (30 statt 29) verbesserten sich, doch gerade beim WEF bleibt der Wert deutlich unter dem Niveau von 2020 bis 2022.
Wo Thailand deutlich abstürzte – besonders bei Bestechung
Die stärksten Rückgänge zeigen Quellen, die Bestechung und Kontrolle im Staat besonders hart bewerten: Im IMD World Competitiveness Yearbook fiel Thailand auf 26 Punkte nach 36 im Vorjahr.
Auch Bertelsmann Stiftung Transformation Index (30 statt 34), EIU (34 statt 35) und das World Justice Project (32 statt 34) meldeten Rückgänge, was die Glaubwürdigkeit staatlicher Aufsicht weiter belastet.
Unveränderte Risiko-Signale aus der Wirtschaft
Zwei Bewertungen blieben unverändert: S&P Global Insight sah Thailand bei 32 Punkten, der PRS International Country Risk Guide bei 33 Punkten.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Diese Stabilität ist jedoch kein Entwarnungssignal, weil sie eher eine dauerhaft hohe Grundskepsis von Experten gegenüber Korruptionsrisiken in Politik-Wirtschaft-Verflechtungen und im Geschäftsalltag beschreibt.
Was TI fordert – Justiz, Transparenz, Schutz für Hinweisgeber
Transparency International empfiehlt unter anderem unabhängige und transparente Gerichte, nachvollziehbare Verfahren und die Veröffentlichung von Urteilen und relevanten Daten.
Zudem fordert TI mehr Transparenz bei Parteien- und Kampagnenfinanzierung, stärkeren Schutz von Zivilgesellschaft und Whistleblowern, bessere Kontrolle des Staatshaushalts sowie konsequente Verfolgung von Korruption und grenzüberschreitenden Geldflüssen.
Deine Meinung
Reicht es, an einzelnen Stellschrauben zu drehen, oder braucht Thailand angesichts des CPI-Rückfalls vor allem sichtbarere Ermittlungen, Prozesse und spürbare Konsequenzen für Amtsträger?
Welche Reform wäre aus Sicht der Leser am dringendsten: mehr Budgetkontrolle, offene Parteispenden, stärkere Pressefreiheit oder eine Justiz, die politischem Druck besser standhält?



Wieder ein Beweis, daß die Regierung Prayut Chan Ocha in allen Belangen besser war!
Haha! Der war gut 🤣