LKW-Fahrer stirbt unter Tanklaster

LKW-Fahrer stirbt unter Tanklaster
The Pattaya News

SRI RACHA, THAILAND – Ein 52-jähriger Fahrer eines Öltanklasters ist am frühen Morgen bei einer Routinekontrolle unter seinem eigenen Fahrzeug tödlich verletzt worden. Ermittler und Rettungskräfte gehen von einem tragischen Unfall aus, bei dem der schwer beladene Tankwagen sich ungesichert nach vorne bewegte und den Mann unter den hinteren Zwillingsrädern einklemmte.

Unfall am Wohnhaus

Der Vorfall ereignete sich am 10.02.2026 auf einem Grundstück in der Soi Nong Kwaek – Huai Kong Dai Soi 3 im Bezirk Sri Racha der Provinz Chonburi.

Der Fahrer, identifiziert als Surapol Mongpholmuang (52), bereitete dort seinen zehnrädrigen, in Chonburi zugelassenen Öltanker mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Litern für die tägliche Tour vor.

Routinecheck mit tödlichem Ausgang

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei von Nong Kham war Surapol gegen 4 bis 5 Uhr aufgestanden, um wie jeden Tag den Motor zu starten und den Laster technisch zu überprüfen.

Dabei soll er sich mit Werkzeugen unter das Fahrzeug gelegt haben, vermutlich um Bremsen oder andere Komponenten zu kontrollieren.

Unkontrollierte Bewegung des Tanklasters

Gegen etwa 5 Uhr hörten Nachbarn den Motor starten, bewerteten dies jedoch als normale Vorbereitung, da der Fahrer üblicherweise um diese Zeit losfuhr.

Offenbar setzte sich der schwere Tankwagen jedoch ungewollt nach vorne in Bewegung, vermutlich weil er nicht ausreichend gesichert oder gebremst war, und klemmte den Fahrer zwischen den hinteren Zwillingsreifen ein. Der Mann blieb für mehrere Stunden in dieser Position.

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Entdeckung durch Nachbar

Erst gegen 7 Uhr entdeckte der 44-jährige Nachbar Preecha Samiprem den Unfall, als er sein Haus verließ, um sein Kind zur Schule zu bringen. Er bemerkte, dass der Tanklaster die kleine Gasse ungewöhnlich blockierte und stellte fest, dass unter dem Fahrzeug ein Notfall vorlag.

Sofort erkannte Preecha die ernsthafte Situation und alarmierte umgehend die Rettungsdienste sowie die Familie des Fahrers.

Familie unter Schock

Die Ehefrau und der Sohn des Fahrers eilten zum Unfallort und wurden mit der Nachricht vom Tod des Familienoberhaupts konfrontiert. Die Familie brach unter dem Schock zusammen und wurde von Nachbarn sowie später eintreffenden Helfern unterstützt. Angehörige zeigten erwartungsgemäße Reaktionen der Trauer und Verzweiflung auf den plötzlichen Verlust eines nahestehenden Menschen.

Einsatz von Rettungskräften und Polizei

Gegen 7:30 Uhr wurde die Rettungseinheit Sawang Prateep Sri Racha verständigt, die gemeinsam mit medizinischen Teams des Laem Chabang Hospitals und Pol. Lt. Ratchakrit Rueangwong, dem diensthabenden Ermittler der Polizeistation Nong Kham, am Unfallort eintraf.

Die Einsatzkräfte stellten den Tod Surapols noch an der Unfallstelle fest. Neben dem unter dem Fahrzeug eingeklemmten Körper fanden die Retter Werkzeuge, darunter einen Schraubenschlüssel unter dem Fahrgestell sowie eine Werkzeugkiste auf dem Tank, was die Annahme stützte, dass er zum Unfallzeitpunkt Wartungsarbeiten durchgeführt hatte.

Bergung und weitere Untersuchungen

Zur Bergung des Leichnams musste ein Kran eingesetzt werden, um den schweren Tanklaster anzuheben. Der Körper wurde in ein Krankenhaus zur Obduktion gebracht und die unter Schock stehende Ehefrau zur Behandlung in eine örtliche Klinik transportiert.

Die Obduktion wird zur Bestätigung der genauen Todesursache und weiterer medizinischer Details durchgeführt, um die Ermittlungen vollständig zu dokumentieren.

Ermittlungen zu Unfallursache

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, dokumentiert den Unfallort und befragt Zeugen, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren und andere Faktoren auszuschließen.

Erste Ergebnisse sprechen für ein unbeabsichtigtes Wegrollen des Fahrzeugs während einer Inspektion unter dem Laster, was für die Ermittler als mahnendes Beispiel für die Gefahren bei Wartungsarbeiten an schweren Nutzfahrzeugen ohne ausreichende Sicherungsmaßnahmen gilt.

Sicherheitsstandards und Prävention

Der tragische Fall unterstreicht die Notwendigkeit strenger Sicherheitsprotokolle beim Umgang mit schweren Fahrzeugen. Fachleute weisen darauf hin, dass Wartungsarbeiten unter Fahrzeugen nur mit angemessenen Vorrichtungen wie Unterlegkeilen, Bremssicherungen und stabilen Böcken durchgeführt werden sollten, um solche Unfälle zu verhindern.

Besonders bei Öltanklastern, die aufgrund ihres Gewichts und der flüssigen Ladung besondere Anforderungen an die Fahrzeugsicherung haben, sind präventive Maßnahmen von großer Bedeutung. Schulungsprogramme für Fahrer und regelmäßige Sicherheitschecks können solche tragischen Unfälle in Zukunft minimieren.

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Quelle: The Pattaya News

Ein Kommentar zu „LKW-Fahrer stirbt unter Tanklaster

  1. Das ist kein Öltanklaster, sondern ein Tankwagen mit kennzeichnungspflichtigem Gefahrgut nach UN („United Nations“, zu deren Mitgliedern auch das Königreich Thailand gehört und sich somit der verpflichtende einheitlichen internationalen Kennzeichnung von Gefahrgut angeschlossen hat, nicht zu verwechseln mit dem ADR-Recht und deren Mitgliedsstaaten) -Vorschriften mit einer Ladung in verschiedenen Kammern von Diesel- und Ottokraftstoff (UN 1202, Diesel oder Heizöl, Flammpunkt 60- 100°C und UN 1203, Benzin, Flammpunkt minus 18 bis plus 23°C). Das ändert zwar nichts im Ergebnis für den Fahrer, aber für die Rettungskräfte spielt es schon eine Rolle, ob in der Beförderungseinheit für gewöhnlich kennzeichnungsbefreites Altöl geladen ist, oder doch hinsichtlich der Brandgefahr kritisches Ladegut in Form von Benzin….

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