BANGKOK, THAILAND – Die State Railway of Thailand (SRT) meldet nach einem sechsjährigen Stillstand beim Hochgeschwindigkeitsprojekt zur Anbindung von drei Flughäfen spürbare Fortschritte bei der Vertragsüberarbeitung.
Stillstand und neue Dynamik
Der amtierende SRT-Gouverneur Anan Phonimdang berichtete, der Verwaltungsrat der Staatsbahn habe auf seiner Sitzung die jüngsten Entwicklungen zur Anpassung des Public-Private-Partnership-Vertrags zur 220 Kilometer langen Strecke offiziell zur Kenntnis genommen.
Die Hochgeschwindigkeitslinie zwischen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao ist mit einem Volumen von 224,5 Milliarden Baht eines der zentralen Infrastrukturvorhaben für den Ausbau des Eastern Economic Corridor (EEC).
Verhandlungen mit Konzessionär und EEC-Behörden
Die SRT führte nach Angaben von Anan Phonimdang mehrere Runden von Gesprächen mit dem Eastern Economic Corridor Office (EECO) und Asia Era One, dem von der CP Group geführten Konzessionär des Projekts.
Alle Seiten einigten sich demnach grundsätzlich darauf, die staatliche Zahlungsstruktur auf ein „Build-and-Pay“-Modell umzustellen, bei dem die staatlichen Zahlungen bereits während der Bauphase und nicht erst nach Aufnahme des Fahrbetriebs fließen sollen.
Juristische Prüfung und offene Kernfrage
Das Büro des Attorney General (OAG) hat den überarbeiteten Vertragsentwurf geprüft und laut SRT insgesamt 18 Anmerkungen formuliert, von denen die meisten inzwischen in den Text eingearbeitet worden seien.
Offen ist nach wie vor eine zentrale Streitfrage, nämlich die Forderung, dass der private Partner zusätzlich 160 Milliarden Baht an Baugarantien für Tiefbau und Systeme über die geplante fünfjährige Bauzeit stellen soll.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Streit um Formulierung der Garantiebedingungen
Das OAG schlägt nach Angaben von Anan eine Vertragsklausel vor, nach der diese zusätzliche Garantie in allen Fällen einziehbar wäre, während der private Partner darauf besteht, dass ein Einzug nur bei Vertragsverletzung oder bei Nichteinhaltung des Bauzeitplans möglich sein soll.
Das Unternehmen argumentiert, eine strengere Formulierung könne Finanzinstitute von der Kreditvergabe abhalten und überlagere zudem bereits bestehende Garantien in Höhe von 4,5 Milliarden Baht.
Nächste Schritte und geplanter Zeitplan
Laut Anan Phonimdang deuten informelle Gespräche mit dem OAG darauf hin, dass das Verständnis für die Bedenken des Konzessionärs gewachsen ist und die SRT nun ihre bevorzugte Formulierung der Garantiepassage zur abschließenden rechtlichen Prüfung offiziell vorlegen wird.
Nach der juristischen Klärung sollen die Anpassungen nacheinander an das EECO, das EEC-Gremium und anschließend an das Kabinett weitergeleitet werden, wobei die Regierungsbefassung nach derzeitiger Planung im Zeitraum Juni oder Juli erfolgen soll, bevor der Bau voraussichtlich im August beginnen kann.
🚄 Mega-Projekt mit Zukunft – oder Dauerbaustelle?
224 Milliarden Baht, sechs Jahre Verzögerung – jetzt soll alles schneller gehen.
Ist das Drei-Airport-Projekt der Schlüssel für den EEC-Boom? Oder droht erneut ein Stillstand durch Vertragsstreit und Finanzierung?
Wird Thailand damit endlich in eine neue Bahn-Ära starten – oder bleibt es ein politisches Prestigeprojekt?
Was meint ihr?



Wenn man es noch ein paarmal wiederholt, dann wird’s ja vielleicht doch noch was. Könnte eventuell auch ein Beschwörungsritual reichen um die bösen Geister zu beschwichtigen? So mit mit „Humptata-Humptata und ein paar Mistelzweige um ein mystisches Feuer zu tanzen?