NAKHON PATHOM â Die Masche war dreist wie aus einem Krimi: Ein Mann lieĂ sich kahl scheren, schlĂŒpfte in Mönchsroben und gab sich als Abt aus â nur um die Sparkonten echter Mönche zu plĂŒndern. Nach ĂŒber zehn Jahren auf der Flucht ist der BetrĂŒger jetzt gefasst!
Dreiste Verkleidung des BetrĂŒgers
Alles begann mit einem Tipp einer Bank an die Polizei. Eine Bande hatte einen Plan ausgeheckt. Sie heuerte den 54-jÀhrigen Manop an, der in finanziellen Schwierigkeiten steckte.
Sein Auftrag: Kopf und Augenbrauen rasieren, eine orangefarbene Mönchsrobe anziehen und sich als Abt prominenter Tempel in Nakhon Pathom und Suphan Buri ausgeben.
Mit diesem KostĂŒm posierte er fĂŒr Fotos. Diese Bilder wurden fĂŒr gefĂ€lschte Mönchsausweise genutzt, die tĂ€uschend echt aussahen.
So funktionierte der Millionen-Betrug
Mit den gefÀlschten Papieren betrat Manop Bankfilialen. Er behauptete, der echte Abt zu sein und sein Sparbuch verloren zu haben.
Das vertrauensvolle Bankpersonal lieà sich tÀuschen und eröffnete ihm neue Konten. Der geniale, aber böse Trick folgte sogleich.
Die Gang beantragte die Ăberweisung des gesamten Guthabens vom echten Konto des Abtes auf das neue Konto unter Manops Kontrolle. AnschlieĂend hob er das Geld sofort ab. Der Schaden: Ăber 1,8 Millionen Baht (etwa 45.000 Euro)!
Verzweifelte Flucht endet nach einem Jahrzehnt
Bei seiner Festnahme gestand Manop alles. Er sei mit seinem Wassersfilter-GeschÀft gescheitert und habe in einer schwachen Stunde zugestimmt.
Zwei Komplizen ĂŒberredeten ihn. FĂŒr nur 20.000 Baht (ca. 500 Euro) spielte er den frommen Abt. Nach der Tat begann eine lange Flucht.
Er lebte im Verborgenen, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und hoffte, der Justiz zu entkommen. Ein Haftbefehl von 2019 holte ihn nun ein.
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Anklage lautet auf schwere Straftaten
Der gefasste Mann muss sich jetzt vor Gericht verantworten. Die Anklage ist lang und schwerwiegend.
Sie umfasst Betrug, UrkundenfÀlschung, Diebstahl und den unbefugten Einsatz einer elektronischen Karte zur Eingabe falscher Daten in Computersysteme.
Der Fall wurde an die Ermittler der VerbrechensbekĂ€mpfungsabteilungÂ ĂŒbergeben, die nun weitere Schritte einleiten.
Ein Fall, der das Vertrauen erschĂŒttert
Dieser Skandal erschĂŒttert das öffentliche Vertrauen in religiöse Einrichtungen und Banken gleichermaĂen. Kriminelle nutzen den Respekt vor dem Mönchsstand schamlos aus.
„Es ist eine besonders verwerfliche Form des Betrugs, die die GefĂŒhle der GlĂ€ubigen missbraucht“, kommentiert ein Polizeisprecher.
Die Behörden zeigen sich entschlossen, solche Taten konsequent zu verfolgen, egal wie lange die TĂ€ter flĂŒchten.
Nicht der erste Fall seiner Art
Dies ist leider kein Einzelfall. Erst vor einer Woche wurde in der Provinz Ang Thong ein anderer Mann festgenommen, der sich als Mönch ausgab.
Er bettelte um Spenden, stand jedoch unter Drogeneinfluss und konnte keine einfachen Gebete aufsagen. Die Serie an VorfĂ€llen sorgt fĂŒr Besorgnis.
Die Polizei warnt die Bevölkerung und Bankangestellte, Ausweise stets genau zu prĂŒfen, um solchen Maschinen keinen Vorschub zu leisten.
đŁ Wenn Glaube zur Waffe wird
Rasierter Kopf, Robe, falsche Dokumente â und plötzlich öffnen sich TĂŒren, die sonst verschlossen bleiben.
Dieser Fall zeigt, wie leicht religiöses Vertrauen missbraucht werden kann.
Braucht es strengere Kontrollen â auch bei spirituellen AutoritĂ€ten?
Oder zerstört Misstrauen am Ende genau das, was Religion zusammenhalten soll?
Was meinst du: notwendige Vorsicht oder gefÀhrlicher Verlust von Vertrauen?


