BANGKOK, THAILAND – Nach der militärischen Eskalation zwischen Israel, den USA und Iran geraten internationale Flugpläne ins Wanken, weil mehrere Staaten der Region ihren Luftraum schlossen und Flüge strichen. Thailands Tourismusbranche warnt vor kurzfristig gestrandeten Reisenden und neuer Unsicherheit für die ambitionierten Besucher- und Umsatzpläne 2026.
Luftraumsperren – und plötzlich geht es nicht mehr weiter
Thienprasit Chaiyapatranun, Präsident der Thai Hotels Association (THA), sagte, der Iran-Konflikt werde Thailands Tourismus „unvermeidlich“ treffen, weil Sperrungen und Flugausfälle Reisewege zerreißen.
In Thailand säßen bereits einzelne Urlauber fest, weil Rückflüge wegfielen, während andere ihre Reise ins Land gar nicht erst antreten konnten, und das volle Ausmaß lasse sich frühestens nach etwa einer Woche seriös bewerten.
Nahost-Markt unter Druck – Blick auf die Saison Juni bis August
Besonders betroffen sei laut THA der Markt aus dem Nahen Osten, weil Reisende dort direkt von geschlossenen Lufträumen und gestrichenen Verbindungen abhängen.
Obwohl aktuell eher Nebensaison für diese Zielgruppe sei, wachse die Sorge, ob die Ankünfte in der Hauptreisezeit zwischen Juni und August wieder auf Normalniveau zurückkehren.
Europa muss umsteigen – und am Ende wird es teurer
Auch bei Europäern sieht die Branche ein Risiko, weil zahlreiche Langstreckenflüge bislang über Drehkreuze im Nahen Osten umstiegen und neue Routen Umwege bedeuten können.
Solche Umleitungen könnten die Ticketpreise erhöhen, doch weil Europas Hauptsaison für Reisen nach Thailand bereits vorbei ist, erwartet Thienprasit in der laufenden Nebensaison keine massiven Einbrüche und rechnet weiterhin mit Buchungen über dem Vorjahresniveau.
Asien zögert – 10 bis 20 Prozent könnten verschieben
Neben dem Nahen Osten und Europa könnten auch Reisende aus anderen Regionen, insbesondere aus Asien, vorsichtiger werden, wenn Sicherheitsbedenken oder ein Gefühl „instabiler“ Reisebedingungen wachsen.
Die THA hält es für möglich, dass 10 bis 20 Prozent ihre Trips zunächst verschieben, und regt an, dass eine neue Regierung in Bangkok notfalls mit Impulsen für den Inlandstourismus gegensteuert.
Sicherheitsdebatte – Angst vor Ausweitung und Terrorrisiko
Als größte Gefahr nach der Eskalation nannte Thienprasit die Möglichkeit, dass sich Terrorismus ausbreiten könnte, was die Reiselust weltweit drücken würde.
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Tourismusbetriebe drängen deshalb thailändische Stellen, darunter Sicherheitsbehörden und Immigration, die Schutz- und Kontrollmaßnahmen sichtbar zu stärken, um Vertrauen zu sichern.
Zielmarke 36 Millionen – externe Krise trifft auf ehrgeizige Planung
Vor dem Iran-Krieg war die THA davon ausgegangen, dass Thailand 2026 wieder über 36 Millionen ausländische Ankünfte erreichen könnte, gestützt durch eine starke Erholung aus China.
Während des chinesischen Neujahrsfests lagen die Ankünfte überraschend bei 30.000 pro Tag und pendelten sich am folgenden Wochenende bei 16.000 bis 17.000 pro Tag ein, doch der Krieg gilt nun als externer Faktor, der die 36-Millionen-Marke unsicher macht.
TAT-Rechnung – 3 Billionen Baht und mehr Inlandsreisen
Die Tourism Authority of Thailand (TAT) hatte für 2026 das Ziel ausgegeben, insgesamt 3 Billionen Baht Tourismuseinnahmen zu erzielen, was 11 Prozent mehr als 2025 wäre.
Geplant sind 36,7 Millionen Auslandsbesucher mit 2 Billionen Baht Einnahmen sowie 210 Millionen Inlandsreisen mit 1 Billion Baht, nachdem 2025 laut Branchenzahlen 2,7 Billionen Baht aus 32,97 Millionen Auslandsbesuchern erzielt wurden und der Inlandstourismus 202 Millionen Trips erreichte.
Centara und Minor – Hotels laufen, Gäste sollen bleiben können
Gun Srisompong, CFO von Central Plaza Hotel PLC., sagte, Centara beobachte die Lage eng und stimme sich mit Behörden ab, während alle Häuser in VAE, Katar und Oman geöffnet und voll betriebsfähig seien.
Gäste, die wegen Umständen außerhalb ihrer Kontrolle nicht weiterreisen könnten, würden im Rahmen offizieller Vorgaben mit verlängerten Aufenthalten unterstützt, zudem meldete Minor Hotels, dass auch die eigenen Golf-Häuser geöffnet seien und Sicherheitsmaßnahmen Priorität hätten.



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