PHANGNGA, THAILAND – Der Krieg im Nahen Osten trifft den Tourismus an der Andaman-Küste über die Luftwege: Phangnga meldet deutlich weniger Europa-Ankünfte und beziffert den Schaden auf fast 1,7 Milliarden Baht. Flugumleitungen und um mehr als 20% gestiegene Ticketpreise drücken auf Buchungen, besonders rund um Khao Lak.
Alarmruf der Hoteliers
Bei der Jahresversammlung der Phangnga Hotel Association wurde der Einbruch offiziell zum Top-Thema, geleitet vom Vize-Gouverneur Bancha Thanuin und mit Vertretern aus Staat und Privatwirtschaft.
Neben der Krise diskutierten die Teilnehmer auch über Marketingstrategien und eine engere Zusammenarbeit unter den Mitgliedshotels, um die Saison zu stabilisieren.
Umwege am Himmel, teure Tickets
Die Kämpfe beeinträchtigten den Flugverkehr über dem Luftraum des Nahen Ostens, der für Langstrecken aus Europa Richtung Südthailand als zentrale Route gilt.
Airlines wichen aus, die Betriebskosten stiegen und die Ticketpreise legten laut Verband um mehr als 20% zu, was Urlaubsentscheidungen spürbar ausbremste.
Stornos und Verschiebungen über 20%
Hoteliers in Phangnga berichteten, dass Verschiebungen und Stornierungen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um mehr als 20% zugenommen hätten.
Der dadurch verursachte wirtschaftliche Schaden werde für die Provinz auf nahezu 1,7 Milliarden Baht geschätzt, hieß es auf dem Treffen.
Warum Phangnga stärker leidet als andere
Sompong Daopiset, Präsident der Phangnga Hotel Association, sagte, die Provinz treffe es an der Andaman-Küste besonders hart, weil der Markt stark von Gästen aus Europa abhänge.
Andere Provinzen könnten Ausfälle eher abfedern, weil sie eine breitere Mischung an Herkunftsmärkten hätten, darunter mehr Reisende aus Asien.
Mehr als 90% Europäer – und plötzlich geht nichts mehr
Nach Angaben von Sompong Daopiset stammen mehr als 90% der Besucher in Phangnga aus Europa, und viele Langstreckenverbindungen liefen traditionell über den Nahen Osten, um Treibstoffkosten zu senken.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Als Flüge kurzfristig gestrichen worden seien, hätten zahlreiche Reisende trotz bereits gekaufter Tickets ihre Weiterreise nicht antreten können, und die Zahl der Betroffenen könne steigen, falls der Konflikt anhalte.
Forderungen an die Tourismusbehörde
Der Verband forderte die Tourism Authority of Thailand (TAT) auf, Social-Media-Kampagnen zu verstärken, um neue Zielgruppen und mehr Inlandsreisende zu gewinnen, wobei Khao Lak als Priorität genannt wurde.
Zusätzlich wurden Co-Payment-Modelle für Reisen sowie vorübergehende Anpassungen bei ungenutzten Airport-Slots vorgeschlagen, damit in der Green Season mehr Kurzstreckenangebote möglich werden.



Und das dürfte jetzt nur der Anfang sein. Das sind alles noch Leute, die vor dem Netatrumpischen Krieg gegen den Iran ins Land kamen oder zumindest vorher noch bei Nicht-Arabischen-Fluglinien zu günstigeren Konditionen gebucht hatten. Abgesehen von den momentanen Mondpreisen, wird es wohl auf absehbare Zeit ein ziemlich exklusives Vergnügen bleiben sich einen Thailand-Urlaub zu gönnen. Die gestiegenen Energiepreise werden auf die allgemeine Inflation und das global voll und ganz durchschlagen und dann werden die Budgets für Urlaube, speziell Fernreisen zudem ein ganzes Stück kleiner. Erste Anzeichen dafür sind ja auch schon hierzulande wahrnehmbar. Abgesehen davon dürften sich viele überlegen, insbesondere Familien mit Kindern, ob man in dieser völlig unberechenbaren, labilen Welt(un)ordnung irgendwohin fliegen will wo man morgen vielleicht schon wieder nicht mehr sicher weiß ob und wie man zurückkommen könnte.
Ganz ohne Ironie, das Ansinnen nur noch hochpreisigen „Qualitätstourismus“ im Land haben zu wollen, sind die Thailänder so nah wie noch nie.