BANGKOK, THAILAND – Thailands Luftfahrtbehörde CAAT bereitet tiefgreifende Änderungen bei der Sicherheitskontrolle von Fluggästen vor, während der Flughafenbetreiber AOT eine deutliche Anhebung der Passagiergebühr für internationale Flüge durchsetzt. Beide Maßnahmen haben bereits vor ihrem vollständigen Inkrafttreten Kritik und Verunsicherung bei Flughafenmitarbeitern, Fachleuten und Reisenden ausgelöst.
Neue Sicherheitsregeln nach internationaler Prüfung
Nach einem Bericht der Zeitung DailyNews vom 23.02. führt die Luftfahrtbehörde CAAT neue Regeln für die Kontrolle von Passagieren und deren Gepäck ein, obwohl dazu bislang keine offizielle Bekanntmachung auf der Website oder der Facebook-Seite der Behörde veröffentlicht wurde.
Die Änderungen gehen demnach auf Empfehlungen des United States of Aviation Program (USAP) zurück, das Verbesserungen der Luftsicherheitsstandards im Land anmahnt.
Abschied von Handsonden und mehr Handkontrollen
USAP habe laut DailyNews festgestellt, dass mehrere Staaten von Hand-Metalldetektoren (HHMD) auf konsequente manuelle Kontrollen jedes einzelnen Passagiers umgestellt haben.
Vorgesehen ist dabei, dass die Durchsuchung jeweils von einer Sicherheitskraft desselben Geschlechts wie die kontrollierte Person vorgenommen wird.
Umstellung bis 2027 und neue Befugnisse
Nach den Angaben von DailyNews plant CAAT, den Einsatz von HHMD ab Januar 2027 vollständig zu beenden und die Kontrollen dann auf manuelle Abtastungen, Walk-through-Metalldetektoren (WTMD) und Körperscanner zu stützen.
Zudem sollen Flughafenbedienstete laut Bericht umfassende Befugnisse erhalten, verdächtige Taschen und Gegenstände jederzeit zu durchsuchen, ohne die betroffenen Passagiere vorab informieren zu müssen.
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Dokumentationspflicht und Sorge vor Beschwerden
Gleichzeitig schreibt das Konzept laut DailyNews vor, dass jede Durchsuchung von Gepäck per Video oder auf andere Weise dokumentiert und den Passagieren auf Wunsch vorgeführt werden muss.
Dieses Verfahren soll dem Bericht zufolge bis spätestens Oktober dieses Jahres in Kraft treten.
Bedenken bei Personal und mögliche Folgen für Reisende
Mitarbeiter an Flughäfen äußerten laut DailyNews die Sorge, dass die neuen Maßnahmen bislang zu wenig öffentlich kommuniziert wurden und daher auf Unverständnis bei Reisenden stoßen könnten.
Sie befürchten, dass verstärkte manuelle Kontrollen zu Verzögerungen, längeren Wartezeiten und Unbehagen führen, insbesondere wegen des intensiveren körperlichen Kontakts.
Streit um Gepäckkontrollen und Verlustfälle
Zusätzlich gibt es nach dem Bericht die Sorge, dass unangekündigte Gepäckdurchsuchungen verstärkt zu Beschwerden und Konflikten führen könnten.
Vor allem Fälle mit angeblich verlorenen Wertsachen im Zusammenhang mit Kontrollen gelten unter Mitarbeitern als potenziell konfliktträchtig.
Deutliche Erhöhung der Passagiergebühr
Parallel zu den Sicherheitsplänen sorgt eine weitere Entscheidung für Diskussionen, nachdem Airports of Thailand (AOT) eine Anhebung der Passenger Service Charge (PSC) für internationale Flüge von 730 Baht auf 1.120 Baht pro Person angekündigt hat.
Einige Fachleute warnten laut Bericht, dass diese Erhöhung die Reisekosten spürbar steigen lassen und die Wahl des Reiseziels bei internationalen Besuchern beeinflussen könnte.
Kritik an Höhe der Gebühr und Forderung nach Gegenleistung
DailyNews berichtete zudem, die neue PSC liege über den Entgelten an manchen der fünf weltweit führenden Flughäfen.
Der frühere Vorsitzende der Democrat Party, Samart Ratchaphongsit, forderte, die höhere Gebühr müsse sich in klaren und konkreten Verbesserungen von Service und Infrastruktur an den Flughäfen widerspiegeln und dürfe nicht nur Gewinne, Boni und Dividenden erhöhen.
Starttermin für neue PSC an sechs Flughäfen
AOT hat bestätigt, dass die erhöhte PSC ab 20.06. an sechs internationalen Flughäfen im Land erhoben wird.
Damit greifen höhere Gebühren und schärfere Kontrollen zeitlich versetzt, könnten den Reisealltag an großen Airports aber dauerhaft verändern.
✈️ Mehr Sicherheit – oder mehr Frust für Reisende?
Manuelle Körperkontrollen statt Handscanner, Taschenkontrollen ohne Vorankündigung, dazu deutlich höhere Passagiergebühren. Offiziell geht es um internationale Sicherheitsstandards.
Doch drohen längere Wartezeiten, Beschwerden und steigende Reisekosten? Sind strengere Kontrollen gerechtfertigt – oder wird hier überzogen reagiert?
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