ANG THONG – Ein fünf Tage altes Baby stirbt unter mysteriösen Umständen in einem thailändischen Staatskrankenhaus. Zuvor hatten die Eltern beobachtet, wie direkt auf der Kinder-Intensivstation ein Bankett mit fünf Tischen gefeiert wurde. Die spätere Untersuchung offenbart auffällige Verletzungen am Körper des Babys.
Bankett mit Kellnern direkt neben dem Brutkasten
Der Fall sorgt in Thailand für Entsetzen. Am 20. Juli besuchten die Eltern ihr frühgeborenes Kind gegen 11:00 Uhr. Der Arzt berichtete von einer deutlichen Besserung. Gegen 13:30 Uhr kehrten sie zurück und trauten ihren Augen nicht.
Im Raum der Kinder-Intensivstation, nur durch einen durchsichtigen Vorhang vom Brutkasten ihres Babys getrennt, fand ein chinesisches Bankett statt. An fünf Tischen saßen der Direktor, Krankenschwestern und medizinisches Personal. Kellner gingen ohne Schutzmasken ein und aus.
Mit scharfem Ton von der Station verwiesen
Als die Eltern zu ihrem Kind wollten, schickte eine Krankenschwester sie weg. Die Begründung: Wegen einer Feier sei heute kein Besuch möglich. Auf Nachfrage der leitenden Schwester erklärte der behandelnde Arzt, es bestehe keine Infektionsgefahr.
Das Kind liege schließlich im sterilen Brutkasten. Die Eltern berichten jedoch, dass das Servicepersonal bis in unmittelbare Nähe des Brutkastens vordrang. Niemand trug dort die vorgeschriebene Schutzkleidung.
Nur einen Tag später fiel das Baby ins Koma
Am Morgen des 21. Juli um 09:14 Uhr klingelte das Telefon des Vaters. Der Zustand des Kindes sei kritisch. Bei Ankunft im Krankenhaus erklärte der Arzt, der Herzschlag sei langsamer geworden. Er sprach von einer „neuen Infektion im Blutkreislauf“.
Der Arzt untersuchte das Baby 45 Minuten lang. Dann kam er zurück und teilte mit, das Kind sei tot. Bereits kurz darauf drängte das Personal die Eltern, den Leichnam in einen Tempel zu bringen. Eine Krankenschwester fragte mehrfach telefonisch nach, ob die Einäscherung schon vollzogen sei.
Totenschein nennt „hohen Lungendruck“
Das am 17. Juli per Kaiserschnitt entbundene Kind wog 4.305 Gramm. Es litt von Geburt an unter hohem Lungendruck und lag im Brutkasten. Im Totenschein des Krankenhauses wurde als Todesursache „hoher Lungendruck“ vermerkt.
Gegenüber den Eltern sprachen die Ärzte jedoch von einer Blutinfektion. Die widersprüchlichen Angaben und der massive Druck auf eine sofortige Einäscherung machten die Familie misstrauisch.
Eltern entdecken auffällige Verletzungen am Leichnam
Am 22. Juli brachten die Eltern den Leichnam zur Vorbereitung der Einäscherung in einen Tempel. Dabei fielen dem Vater deutliche Unregelmäßigkeiten am Körper des Kindes auf, die nicht zu der vom Krankenhaus angegebenen Todesursache passten.
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Die Mutter schaltete noch am selben Tag die Paveena Hongsakul Foundation for Children and Women ein. Die Stiftung koordinierte umgehend mit Polizeioberst Kantaphon Thanathippinsakul von der Polizeistation Samko die Sicherstellung des Leichnams.
Polizei schreitet kurz vor der Verbrennung ein
Der Polizeichef begab sich zusammen mit Ärzten des Krankenhauses Samko sofort zum Tempel. Die vorläufige Leichenschau bestätigte den Verdacht der Eltern: Es lagen tatsächlich mehrere äußere Verletzungen vor, die im Widerspruch zur offiziellen Todesursache stehen.
Statt der geplanten Einäscherung kam die Leiche ins Institut für Forensische Medizin des Polizeikrankenhauses nach Bangkok. Dort ordneten die Ermittler eine offizielle Obduktion an.
Obduktion bringt noch keine Klarheit
Am 23. Juli fand die Obduktion statt. Die Rechtsmediziner untersuchten den äußeren und inneren Zustand des Leichnams. Eine eindeutige Todesursache konnten sie bislang nicht feststellen.
Blut-, Leber- und Gewebeproben wurden zur weiteren Analyse entnommen. Die endgültigen Laborergebnisse sollen in etwa zwei Wochen vorliegen. Erst dann wird sich klären, woran das Kind tatsächlich starb.
Stiftung fordert lückenlose Aufklärung
Paveena Hongsakul, Präsidentin der Stiftung, übt scharfe Kritik an den Abläufen im Krankenhaus. Dass auf einer neonatologischen Intensivstation ein Festbankett mit externen Kellnern ohne Schutzmasken stattfand, sei unfassbar. Die hygienischen Bedingungen seien grob fahrlässig gewesen.
Das Krankenhaus hatte die Polizei über den Todesfall gar nicht informiert. Stattdessen setzte das Personal die Eltern unter Druck, den Leichnam sofort einzuäschern. Die Stiftung will nun juristische Schritte prüfen.
Keine Einäscherung vor Abschluss der Ermittlungen
Die Leiche bleibt bis auf Weiteres im Institut für Forensische Medizin. Erst wenn die Gewebeproben ausgewertet sind und Klarheit über die Todesursache herrscht, dürfen die Eltern ihr Kind beisetzen.
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Die Mutter hatte am 19. Juli das Krankenhaus verlassen, um sich zu Hause zu erholen. Die Rechtsmediziner konnten nach der ersten Untersuchung noch keine eindeutige Todesursache feststellen und haben Proben zur weiteren Analyse entnommen.
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es wird immer besser hierzulande…..