Non-O Visa wechsel: Vorsicht bei Banken

Non-O Visa wechsel: Vorsicht bei Banken
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Thailand zieht Jahr für Jahr zahlreiche Europäer an, die hier längerfristig leben möchten. Besonders Personen mit thailändischen Kindern nutzen das Non-O Visum als Aufenthaltstitel. Bei der Verlängerung dieses Visums gibt es zwei Möglichkeiten des finanziellen Nachweises: entweder ein festes Guthaben auf einem thailändischen Konto oder regelmäßige monatliche Überweisungen aus dem Ausland. Der Wechsel von der Guthaben- zur Einkommensmethode wirft bei vielen Betroffenen Fragen auf, da die Übergangsphase sorgfältig geplant werden muss.

Non-O Visum wegen thailändische Kinder: Zwei anerkannte Finanzierungswege

Die thailändische Immigration akzeptiert für das Non-O Visum basierend auf einem thailändischen Kind zwei Varianten des Finanzierungsnachweises. Bei der ersten Methode müssen 400.000 Baht dauerhaft auf einem thailändischen Bankkonto liegen.

Bei einem aktuellen Wechselkurs von etwa 36,50 Baht pro Euro entspricht dies rund 10.960 Euro. Dieses Kapital bleibt gebunden und kann nicht für den Lebensunterhalt verwendet werden, verliert jedoch durch Inflation an Kaufkraft.

Monatliche Überweisungen als Alternative: 40.000 Baht aus dem Ausland

Die Alternative ist die Einkommensmethode mit monatlichen Überweisungen von mindestens 40.000 Baht aus dem Ausland. Dies entspricht bei aktuellem Kurs etwa 1.095 Euro, die jeden Monat überwiesen werden müssen.

Diese Variante ermöglicht es, das Geld tatsächlich für den Lebensunterhalt zu verwenden, statt es nur gebunden zu halten. Für Personen mit regelmäßigen Rentenzahlungen oder anderen Einkünften aus Europa ist dies oft praktikabler.

Immigration prüft jeden einzelnen Monat – kein Jahresdurchschnitt

Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass ein Jahresdurchschnitt von 40.000 Baht ausreichend ist. Die Immigration prüft jedoch jeden Monat einzeln und berechnet keinen Durchschnittswert über das Jahr.

Ein einziger Monat mit weniger als 40.000 Baht kann zur Ablehnung des Verlängerungsantrags führen. Dies bedeutet konkret: Jeder der zwölf Monate vor dem Antrag muss mindestens 40.000 Baht ausweisen.

Schwankende Beträge erfüllen die Anforderung nicht

Schwankende Beträge wie 80.000 Baht in einem Monat und nichts im nächsten erfüllen die Anforderung nicht. Jeder Monat muss für sich genommen die Mindestgrenze erreichen oder überschreiten.

Diese strenge monatliche Betrachtung erfordert eine präzise Planung der Überweisungen über das gesamte Jahr. Unregelmäßige Zahlungen, selbst wenn die Jahressumme stimmt, werden von der Immigration nicht akzeptiert.

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Internationale Transfers sind Pflicht – inländische Überweisungen zählen nicht

Die monatlichen Überweisungen müssen zudem als internationale Transfers aus dem Ausland erkennbar sein. Inländische Überweisungen zwischen thailändischen Banken werden nicht als Einkommen aus dem Ausland anerkannt.

Die Banken codieren solche Eingänge meist mit „FTT“ oder „International Transfer“. Diese Codierung sollte auf jedem monatlichen Kontoauszug sichtbar sein und vor der Visumsverlängerung überprüft werden.

Wechselkursschwankungen als Risikofaktor bei der Einkommensmethode

Ein Risiko der Einkommensmethode sind Wechselkursschwankungen zwischen Euro und Baht. Wenn der Euro gegenüber dem Baht fällt, können 1.100 Euro plötzlich weniger als die erforderlichen 40.000 Baht wert sein.

Knapp kalkulierte Beträge bergen daher das Risiko einer Ablehnung bei der Visumsverlängerung. Eine einmalige Unterschreitung der Grenze in einem Monat kann den gesamten Antrag gefährden.

Sicherheitspuffer von 1.150 bis 1.200 Euro wird empfohlen

Experten raten zu einem Sicherheitspuffer bei den monatlichen Überweisungen. Überweisungen von mindestens 1.150 bis 1.200 Euro monatlich schaffen Spielraum für Kursschwankungen.

Dieser Puffer berücksichtigt auch eventuelle Bankgebühren, die bei internationalen Überweisungen anfallen können. So wird sichergestellt, dass nach allen Abzügen mindestens 40.000 Baht auf dem thailändischen Konto ankommen.

Timing der Überweisungen: Fünf Werktage Puffer vor Monatsende

Die Überweisungen sollten rechtzeitig erfolgen, damit sie sicher im richtigen Monat ankommen. Verzögerungen durch Feiertage oder technische Probleme dürfen nicht dazu führen, dass eine Zahlung in den Folgemonat rutscht.

Empfohlen wird, automatische Überweisungen so zu planen, dass sie mindestens fünf Werktage vor Monatsende auf dem thailändischen Konto eingehen. Dies verhindert Lücken in der monatlichen Dokumentation.

Übergangsphase beim Methodenwechsel: Zwölf Monate Aufbauzeit erforderlich

Der Wechsel von der Guthaben- zur Einkommensmethode erfordert sorgfältige Planung über einen längeren Zeitraum. Die Immigration verlangt beim Verlängerungsantrag einen lückenlosen Nachweis über die letzten zwölf Monate.

Wer also zur Einkommensmethode wechseln möchte, muss ein Jahr lang monatliche Überweisungen aufbauen. Während dieser Zeit dient das bisherige Guthaben noch als Sicherheit für den aktuellen Visumsstatus.

Doppelte finanzielle Belastung während des Übergangsjahres

In diesem Übergangsjahr entsteht eine doppelte finanzielle Belastung. Die 400.000 Baht müssen weiterhin auf dem Konto bleiben, um den aktuellen Status nicht zu gefährden.

Gleichzeitig müssen monatlich 40.000 Baht überwiesen werden, um für die nächste Verlängerung die erforderlichen Belege zu haben. Dies bedeutet zusätzlich über 13.000 Euro im Jahr, die parallel zum gebundenen Kapital aufgebracht werden müssen.

Erst nach erfolgreicher Verlängerung kann das Guthaben aufgelöst werden

Das ursprüngliche Guthaben von 400.000 Baht kann erst aufgelöst werden, nachdem die erste Verlängerung mit der Einkommensmethode erfolgreich durchgeführt wurde. Vorher würde eine Auflösung den aktuellen Visumsstatus gefährden.

Diese Vorsichtsmaßnahme ist notwendig, da bei einer Ablehnung des Antrags mit der neuen Methode sonst kein Rückfallplan mehr existiert. Erst nach bestätigter Verlängerung steht das Kapital wieder zur freien Verfügung.

Banken stellen unterschiedliche Anforderungen an Bestätigungsschreiben

Für die Visumsverlängerung wird ein Bestätigungsschreiben der Bank benötigt, das die monatlichen Eingänge dokumentiert. Die Anforderungen und die Bereitschaft der Banken, solche Schreiben auszustellen, können variieren.

Manche Banken sind zurückhaltend, wenn vom üblichen Verfahren abgewichen wird oder wenn Kunden spezielle Anforderungen haben. Die Praxis kann sich zwischen einzelnen Filialen derselben Bank unterscheiden.

Kontowechsel ist möglich – Dokumentation muss lückenlos sein

Es ist möglich, ein zweites Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen, um flexibler zu sein. Die Immigration schreibt nicht vor, dass das Geld immer auf demselben Konto landen muss.

Entscheidend ist nur, dass die zwölf monatlichen Gutschriften aus dem Ausland lückenlos nachgewiesen werden können. Bei einem Kontowechsel während der Aufbauphase müssen die Unterlagen beider Konten vollständig vorgelegt werden.

Separates Konto für Visa-Transfers erleichtert die Dokumentation

Eine Trennung der Konten wird dringend empfohlen: ein Konto nur für Visa-Transfers, ein anderes für tägliche Ausgaben. Dies macht die monatlichen Kontoauszüge für die Immigration übersichtlicher.

Der Beamte kann so auf einen Blick die relevanten Eingänge erkennen, ohne private Ausgaben durchgehen zu müssen. Diese klare Struktur beschleunigt den Antragsprozess erheblich und vermeidet Nachfragen.

Zwei-Monats-Regel gilt primär für die Guthaben-Methode

Die oft zitierte Regel, dass ein Konto mindestens zwei Monate bestehen muss, gilt hauptsächlich für die Guthaben-Methode. Dabei muss das Guthaben von 400.000 Baht mindestens zwei Monate vor Antragstellung auf dem Konto liegen.

Bei der Einkommensmethode ist das Alter des Kontos weniger relevant. Wichtig sind die nachweisbaren zwölf monatlichen Gutschriften aus dem Ausland, unabhängig davon, ob sie auf einem alten oder neuen Konto eingegangen sind.

Banküberweisungen müssen korrekt als internationale Transfers codiert sein

Ein technisches Detail kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden: die korrekte Codierung der Überweisungen. Die Eingänge müssen als internationale Transfers erkennbar sein, meist mit „FTT“ oder „International Transfer“.

Es empfiehlt sich, nach jeder Überweisung den Kontoauszug zu prüfen. Falls die Codierung nicht korrekt ist, sollte dies umgehend mit der Bank geklärt werden, bevor der Visumsverlängerungsantrag gestellt wird.

Kontoauszüge müssen alle zwölf Monate lückenlos dokumentieren

Die Immigration verlangt vollständige Kontoauszüge für die letzten zwölf Monate. Jeder Monat muss klar dokumentiert sein, mit sichtbaren internationalen Eingängen von mindestens 40.000 Baht.

Fehlende Monate oder unleserliche Auszüge führen zur sofortigen Ablehnung. Die Unterlagen sollten daher bereits während des Aufbaujahres sorgfältig gesammelt und auf Vollständigkeit geprüft werden.

Bankbestätigung muss exakte Beträge und Zeiträume ausweisen

Zusätzlich zu den Kontoauszügen wird eine offizielle Bankbestätigung benötigt. Dieses Schreiben muss die monatlichen Eingänge, deren Herkunft und die genauen Beträge aufführen.

Die Bestätigung sollte einige Tage vor dem Termin bei der Immigration beantragt werden, da Banken unterschiedlich lange Bearbeitungszeiten haben. Manche Banken stellen solche Bescheinigungen nur in der Hauptfiliale aus.

Vollständige Unterlagen sind Pflicht – Nachbesserung ist nicht möglich

Am Ende des Prozesses prüft die Immigration zwölf monatliche Einträge über jeweils mindestens 40.000 Baht aus dem Ausland. Die Beweislast liegt vollständig beim Antragsteller.

Fehlende oder unvollständige Unterlagen führen zur sofortigen Ablehnung ohne Nachbesserungsmöglichkeit während des laufenden Verfahrens. Eine erneute Antragstellung ist erst nach vollständiger Korrektur der Unterlagen möglich.

Systematische Vorbereitung über zwölf Monate ist entscheidend

Der Wechsel zur Einkommensmethode ist realisierbar, erfordert aber Disziplin über ein ganzes Jahr. Die Übergangszeit muss finanziell überbrückt werden können, mit gleichzeitig gebundenem Guthaben und monatlichen Überweisungen.

Eine präzise Planung der Überweisungen, ausreichende Puffer gegen Kursschwankungen und die korrekte Dokumentation sind entscheidend. Wer diese Anforderungen konsequent erfüllt, kann die Visumsverlängerung problemlos erhalten.

Einkommensmethode bietet langfristig mehr finanzielle Flexibilität

Nach erfolgreicher Umstellung auf die Einkommensmethode steht das früher gebundene Guthaben wieder zur Verfügung. Das monatliche Einkommen kann direkt für den Lebensunterhalt verwendet werden.

Langfristig bietet diese Methode mehr finanzielle Flexibilität, da kein großer Betrag dauerhaft gebunden bleiben muss. Die monatlichen Überweisungen können aus verschiedenen Quellen wie Rente, Mieteinnahmen oder anderen regelmäßigen Einkünften stammen.

Anmerkung der Redaktion:

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3 Kommentare zu „Non-O Visa wechsel: Vorsicht bei Banken

  1. „Non-O Visum für thailändische Kinder“ Ja sicher!
    Abgesehen davon würde ich dem Herrn Frederik Baumann empfehlen sich sein ausländisches Einkommen konsularisch bestätigen zu lassen. Mir wäre nicht bekannt, dass es jetzt verpflichtend wäre zusätzlich den Geldeingang auf einem thailändischen Bankkonto nachzuweisen.

  2. Die Visagesetze verlangen keine monatliche Überprüfung sondern ein dauerhaft nachgewiesenes Einkommen mit Bestätigung einer Behörde.
    Die verpflichtende Einkommenssteuererklärung erfüllt diese Bedingungen ohne weitere Bestätigungen.
    Der Immigration Officer hat allerdings einen großen Ermessensspielraum.
    Langfristig wird es ohne die thailändische Steuererklärung keine Verlängerung mehr geben

  3. Am besten ist, einfach nicht mehr in diesem unfreundlichen Land zu bleiben. Ich kann mein Geld auch anderswo ausgeben, ohne dass ich mich als Bettler vorkommen muss.
    Ich habe diesem Land schon vor Jahren den Rücken gekehrt, und das war die beste Entscheidung die ich je getroffen habe.

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