PATTAYA, THAILAND – In Pattaya standen am 4. März Autos und Motorräder Stoßstange an Stoßstange vor Tankstellen, ausgelöst durch unbestätigte Gerüchte, Thailands Ölreserven reichten nur noch 60 Tage. Premierminister Anutin Charnvirakul wies die Behauptung zurück und bat um Ruhe, doch die Schlangen prägten das Stadtbild.
Lange Schlangen bis auf die Straße
Reporter beobachteten in Zentral-Pattaya einen ungewöhnlich starken Andrang an Tankstellen, bei dem Fahrzeuge teils in die umliegenden Straßen zurückstauten.
Viele Fahrer wollten ihre Tanks und Kanister vorsorglich füllen, was die ohnehin dichte Verkehrslage rund um die Stationen zusätzlich verschärfte.
Das 60-Tage-Gerücht als Zündfunke
Auslöser waren kursierende Behauptungen und Fehlinformationen, wonach die nationalen Vorräte nur noch 60 Tage reichen würden und eine Knappheit bevorstehe.
Die Gerüchte verbreiteten sich in kurzer Zeit so weit, dass selbst Menschen ohne akuten Bedarf zum Nachtanken fuhren, um „auf Nummer sicher“ zu gehen.
Nahost-Konflikt als Angstverstärker
In vielen Gesprächen vor Ort fiel als Begründung die Sorge, der eskalierende Konflikt im Nahen Osten könne die weltweiten Lieferketten treffen, insbesondere mit Blick auf Iran, Israel und die USA.
Im Zentrum der Befürchtungen stand eine mögliche längerfristige Schließung der Straße von Hormus, einer zentralen Route für globale Öllieferungen.
Stimmen aus Pattaya – Existenzangst am Zapfhahn
Ein Anwohner schilderte, er sei auf sein Fahrzeug täglich für Arbeit und Einkommen angewiesen und fürchte bei Treibstoffmangel direkte finanzielle Einbußen.
„Hearing that supplies might only last 60 days made me afraid, so I rushed to top up in advance,“ sagte er und beschrieb, dass er im Ernstfall nicht arbeiten könnte.
Premier Anutin weist Panik zurück
Premierminister Anutin Charnvirakul trat öffentlich auf, um die Lage zu beruhigen, und erklärte, die Treibstoffversorgung sei in Thailand trotz der Spannungen im Nahen Osten weiterhin normal.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Er betonte, es gebe keinen Anlass zur Panik, die Regierung habe die Situation unter Kontrolle und beobachte die Entwicklung eng.
PTT, Gesetze und Alternativen bei der Versorgung
Anutin verwies darauf, dass große thailändische Ölgesellschaften unter PTT operieren, an der der Staat die Mehrheit hält, und dass die Versorgung durch Energiesicherheitsgesetze gestützt werde.
Zugleich stellte er klar, die nationalen Reserven seien nicht auf „nur 60 Tage“ begrenzt, und Thailand könne Treibstoff auch aus Regionen außerhalb des Nahen Ostens beziehen.
Behörden mahnen gegen Hamstern – Sorge bleibt
Der Premier beauftragte zuständige Stellen, kontinuierlich korrekte Informationen zu liefern, um Missverständnisse auszuräumen und unnötige Alarmstimmung zu verhindern.
Trotzdem rissen die Kundenzuströme in Pattaya tagsüber nicht ab, während Behörden landesweit zur Ruhe aufriefen und vom Horten von Kraftstoff abrieten, auch wegen ähnlicher Warteschlangen in anderen Landesteilen.
Deine Meinung
Sind Hamsterkäufe an der Zapfsäule in Krisenzeiten ein verständlicher Reflex oder verschärfen sie das Problem erst recht?
Welche Informationen müssten Regierung und Energiebranche liefern, damit Gerüchte wie das „60-Tage“-Narrativ gar nicht erst zu kilometerlangen Schlangen führen.



wäredoch so einfach zu reguiieren.
Abegabemenge festlegen und Zapfsäülen entsprechend programmieren,fertig!
Weil die kleinen Leute, die auch auch Sprit angewiesen sind, nicht mit x- Kanistern die Zapfsäulen leeren können.
Aber man sieht wie immer, ein ein kleiner Fake und Panik bricht aus und vor allem der Sprit verteuert sich schlagartig. Wer wohl davon am meisten provitiert???
Mit der Preierhöhundmg durch die schliessung der Strsse von Hormus ist das gefrackte Öl aus den USA wieder Konkurenzfähig .Gut überlegt Herr Trump
Das thailändische Energieministerium selbst hat am Sonntag (1. März 2026) mitgeteilt, dass das Land über Ölreserven für rund zwei Monate verfügt. Sollte sich der Krieg mit Beteiligung Irans auf weitere Staaten im Nahen Osten ausweiten, werde Thailand nach Ersatzlösungen suchen.
Tankstellen haben einfach keinen Vorrat für mehrere Tage. Diese werden einfach regelmäßig beliefert. Steigt der Bedarf wegen solcher Gerüchte oder einfach weil die Bürger mit einem starken Preisanstieg rechnen, sind die Tanks ziemlich schnell leer.
Die Lösung ist einfach, die Menge zu begrenzen und das Hamster mit Zusatzkanistern zu verbieten.