Phuket: Illegale App-Taxis im Visier

Phuket: Illegale App-Taxis im Visier
PR Phuket

PHUKET – Der Streit zwischen lizenzierten Taxis und illegalen App-Fahrdiensten auf der Touristeninsel spitzt sich zu. Die Behörden planen nun einen massiven Schlag gegen Grauzonen und Betrug – mit Folgen für Millionen Urlauber.

Krisensitzung in Provinzhalle

Vize-Gouverneur Adul Chuthong hat die Lage für ernst erklärt. In einer Dringlichkeitssitzung mit Polizei und Verkehrsamt wurde über die wachsende Krise im Personentransport beraten.

Der Druck der legalen Taxi-Verbände ist enorm. Sie fordern lautstark, unregistrierte Fahrzeuge aus Apps wie Grab und Bolt zu verbannen.

„Die Disparität zwischen lizenzierten und illegalen Diensten ist nicht länger haltbar“, hieß es aus den Reihen der etablierten Betreiber.

Diese scharfen Pläne liegen jetzt auf dem Tisch

Adcha Buachan, Chef des Phuket Land Transport Office (PLTO), kündigte konkrete Maßnahmen an. Es werden klare Richtlinien für App-Betreiber erarbeitet.

Kernpunkt: Eine direkte Datenbank-Anbindung an das Fahrzeugregister und die Führerscheindatenbank des Verkehrsministeriums soll Schlupflöcher schließen.

Bisher konnten gefälschte Papiere oft unerkannt durchrutschen. Künftig soll jede Registrierung digital überprüft werden – automatisch und lückenlos.

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Polizei setzt auf High-Tech-Überwachung

Polizeioberst Phatsakorn Sonthikun bestätigte laufende Razzien. Doch das reicht nicht mehr. Ab März soll das ausgebaute „Phuket Eyes“-Kamerasystem die Verfolgung unterstützen.

„Wir müssen unsere Regulierung an die neue Technologie anpassen“, räumte der Polizeichef ein. Nicht nur Kontrollen, auch die Gesetze selbst stehen auf dem Prüfstand.

Gleichzeitig bleiben physische Inspektionen an Straßensperren und Touristenspots ein zentrales Element der Strafverfolgung.

Das größte Problem: Phukets Infrastruktur

Die Beamten machten kein Geheimnis aus dem Hauptproblem: Phukets Straßen sind chronisch verstopft, und die Zahl der Taxis ist viel zu hoch für die verfügbaren Flächen.

Diese strukturellen Engpässe machen jede Regulation zur Sisyphusarbeit. Jede Lösung muss daher drei Ziele vereinen: Existenzsicherung der Fahrer, Komfort für die Gäste und Schutz des Tourismus-Images.

Technologie gilt als Schlüssel für bessere Übersicht und Fairness. Ein Vorschlag: Nur noch Fahrzeuge, die eine amtliche Inspektion bestanden haben, dürfen auf den Plattformen gelistet werden.

Was bedeutet das für Touristen?

Für Urlauber könnte die geplante Säuberung kurzfristig zu weniger Auswahl und höheren Preisen führen. Langfristig verspricht sie aber mehr Sicherheit und Verlässlichkeit.

Betrug mit überhöhten Preisen oder unseriösen Fahrern soll eingedämmt werden. Die geplanten Maßnahmen sind ein klares Signal: Thailand will sein wichtiges Tourismusziel entlasten.

Die Umsetzung wird schrittweise in einem klaren Rechtsrahmen erfolgen. Konsultationen mit allen Beteiligten sollen Konflikte minimieren. Der Taxi-Krieg auf Phuket ist noch nicht vorbei – aber die Regeln werden neu geschrieben.

🗣 Ordnung schaffen – oder das nächste Chaos?

App-Taxis sind bequem. Klassische Taxis fühlen sich verdrängt. Behörden stehen dazwischen.
Doch was ist gefährlicher für Phuket: ein unkontrollierter Graumarkt – oder ein überregulierter Verkehr, der Innovation erstickt?

Soll der Staat jede Fahrt überwachen dürfen, wenn es der Ordnung dient?
Oder braucht Phuket endlich ein völlig neues Verkehrssystem?

Schreib ehrlich, auf welcher Seite du stehst.

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Quelle: The Phuket News

Ein Kommentar zu „Phuket: Illegale App-Taxis im Visier

  1. Zuerst überzieht man die lästige Konkurrenz, weil besser und günstiger, mit einer ganzen Reihe von administrativen Hürden und dann muss man natürlich diese nun zu illegalen Mitbewerbern gemachten strengstens verfolgen. Das muss man schon verstehen, dass die seit Jahrzehnten operierenden Abzocker mit ihrem Kartell ihren einträglichen Markt wegen ein bisschen moderner Technik nicht kampflos aufgeben wollen. Nicht die Grab und/oder Bolt gehören verfolgt, sondern die mafiös organisierten „Etablierten“. Aber was schreibe ich da? Erstens interessiert das niemanden im Lande und zum zweiten in welchem Protektionismus mit zu den obersten Prioritäten zählt.

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