Pilz-Razzia in Phuket: Russen festgenommen

Pilz-Razzia in Phuket: Russen festgenommen
Region 8 Police

PHUKET – Unter dem Deckmantel spiritueller Heilung betrieben zwei Russen eine illegale Drogen-Klinik. Sie verkauften massenweise psychedelische Pilze an ahnungslose Touristen. Die Polizei schlug mit einer Großrazzia zu.

Die Masche: Drogen als Heilung verkaufen

Die Gruppe lockte ausländische Touristen mit einem hehren Versprechen: Stressabbau und spirituelle Therapie. Unter dem Namen „Mushroom Temple“ (Pilz-Tempel) boten sie ihre Dienste an.

Dahinter verbarg sich ein dreistes Geschäftsmodell: Der Verkauf von Psilocybin-Pilzen, in Thailand als Betäubungsmittel der Kategorie 5 eingestuft. Kunden, die unter Drogeneinfluss gerieten, mussten für die „Behandlung“ zahlen.

Die Razzia: Zehn Kilo Drogenpilze sichergestellt

Nach einem Hinweis stürmte ein Großaufgebot aus Region-8-Polizei, Sonderermittlern und der Chalong-Polizei ein gemietetes Haus in Rawai. Der Einsatz war für 9:19 Uhr angesetzt.

Was die Beamten fanden, übertraf alle Befürchtungen: 140 verpackte Beutel mit psilocybinhaltigen Pilzen. Das Gesamtgewicht lag bei erschreckenden zehn Kilogramm.

„Das ist einer der größten Einzelfunde dieser Art in Phuket in letzter Zeit“, so ein Ermittler vor Ort.

Die Festnahmen: Zwei Russen in Handschellen

Im Haus trafen die Polizisten auf drei Russen: „Mr. Rinat“„Mr. Alexander“ und „Ms. Landysh“. Die ersten beiden wurden sofort festgenommen.

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Die Frau, Landysh, konnte fliehen, bevor die Einsatzkräfte eintrafen. Gegen sie wurde bereits eine offizielle Anzeige bei der Chalong-Polizei erstattet.

Die Festgenommenen wurden wegen gemeinschaftlichen Besitzes einer Kategorie-5-Droge mit Verkaufsabsicht angeklagt.

Das Motiv: Das große Geschäft mit der Verzweiflung

Die Ermittler sehen klare Motive: Das Ausnutzen der Verletzlichkeit von Touristen. Viele Urlauber suchen in Thailand Entspannung oder spirituelle Erfahrungen.

Diese Nachfrage machte sich die Gruppe zunutze. Besonders alarmierend: Der Zeitpunkt vor anstehenden Musikfestivals auf der Insel, zu denen tausende junger Touristen erwartet werden.

Die Polizei befürchtete eine rasante Verbreitung der Drogen und einen immensen Imageschaden für Phuket.

Die Folgen: Schwerwiegende Anklagen drohen

Für die beiden inhaftierten Russen sehen die thailändischen Drogengesetze harte Strafen vor. Der Besitz und Verkauf solcher Mengen wird nicht milde geahndet.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Polizei sucht nicht nur nach der flüchtigen Landysh, sondern auch nach weiteren Komplizen und der Geldwäsche-Struktur.

Für Phuket ist dies ein weiterer Schlag gegen den Drogentourismus – und eine Warnung an alle, die das Paradies für ihre kriminellen Geschäfte missbrauchen wollen.

🗣 Heilung oder Hochrisiko-Geschäft?

Wenn Drogen als „Therapie“ verkauft werden und Spiritualität als Tarnung dient – wo endet persönliche Freiheit und wo beginnt organisierte Kriminalität?

Ist Phuket zu naiv gegenüber solchen Angeboten geworden?
Oder ist genau dieser Markt entstanden, weil zu viele Touristen gezielt danach suchen?

Sag offen:
Mehr Kontrollen – oder mehr Aufklärung?
Und wer trägt am Ende die Verantwortung, wenn jemand dabei stirbt?

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Quelle: The Phuket News

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