Russen wegen illegaler Bungalows gefasst

🏝️ Was als harmlose Bungalow-Anlage wirkte, endete mit einer Razzia und drei Festnahmen. Warum die Ermittler jetzt von weit mehr ausgehen als nur fehlenden Lizenzen…

Russen wegen illegaler Bungalows gefasst
KhaoSod English
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KO PHA-NGAN – Der Traum vom einfachen Leben in den Tropen ist für ein russisches Ehepaar geplatzt. Die Polizei verhaftete die beiden und eine Myanmarische Angestellte, weil sie eine Bungalow-Anlage ohne jede Genehmigung betrieben. Jetzt ermitteln die Beamten auch wegen des Verdachts auf ein verbotenes Nominee-System.

Wohnzimmer als Buchungszentrale enttarnt

Alles begann mit einem anonymen Hinweis auf ein illegales Mietwagen-Geschäft. Als die Polizei am 1. Dezember ein Haus im Dorf Sri Thanu überprüfte, traf sie auf Oleg (51) und Ekaterina (38).

Der Russe saß entspannt unter dem Haus, während seine Frau an einem Laptop arbeitete. Auf dem Bildschirm: Ein Buchungskalender für Gäste.

Das Paar gestand sofort, die „Moon Way Bungalow“ zu führen. Die Buchungen liefen über WhatsApp, die Zentrale war ihr Wohnzimmer.

Sieben Zimmer zum Schnäppchen-Preis – ganz ohne Lizenz

Vor Ort bot sich den Beamten ein klarer Verstoß. An der Rezeption der Bungalow-Anlage fehlte jeglicher Aushang einer Hotel- oder Unterkunftslizenz.

Die Russen vermieteten sieben Zimmer zum Preis von 500 Baht (ca. 12,50 Euro) pro Nacht. Sie glaubten fälschlicherweise, ihre Firmenregistrierungsbescheinigung reiche als Genehmigung aus.

Als Hausdame und Rezeptionistin arbeitete die 21-jährige La aus Myanmar für ein Gehalt von 15.000 Baht (ca. 375 Euro) im Monat.

Schwere Vorwürfe und Nominee-Verdacht

Die Anklagen sind schwerwiegend. Oleg wird vorgeworfen, ein Bungalow-Geschäft ohne Lizenz zu führen, ohne Arbeitserlaubnis als Manager tätig zu sein und illegal eine ausländische Arbeitskraft beschäftigt zu haben.

Seine Frau Ekaterina und die Angestellte La stehen unter ähnlichen Anklagen. Doch damit nicht genug.

Polizeioberst Apichat Chansamret kündigte an, zu prüfen, ob die dahinterstehende Firma ein Nominee-Konstrukt ist. Millionen-Baht-Transaktionen und verdächtige Geldflüsse werden untersucht.

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Klare Botschaft an kriminelle Ausländer

Dieser Fall ist kein Einzelfall. Immer wieder versuchen Ausländer, sich mit illegalen Geschäften im thailändischen Tourismussektor eine goldene Nase zu verdienen.

Die Behörden auf Ko Pha-ngan und anderen Inseln verschärfen nun ihre Kontrollen. Die Botschaft ist unmissverständlich: Thailand ist kein rechtsfreier Raum.

Wer ohne die erforderlichen Lizenzen und Arbeitserlaubnisse Geschäfte macht, muss mit empfindlichen Strafen, Geldbußen und der Ausweisung rechnen.

Ein teures Ende vom Traumstrand

Für das russische Paar und ihre Angestellte geht es nun vor Gericht. Ihnen drohen hohe Geldstrafen, eine mögliche Haftstrafe und die Abschiebung.

Ihre beschlagnahmten Laptops und Buchungsunterlagen werden als Beweismittel dienen. Der kurze Erfolg mit ihren sieben billigen Zimmern endet in einem langen juristischen Albtraum.

Für andere, die ähnliche Pläne hegen, ist dies eine deutliche Warnung: In Thailand gilt das Gesetz – auch im Paradies.

🗣 Wer verdient am Inseltraum – und wer bricht die Regeln?

Ein russisches Paar, sieben Zimmer, Geldflüsse in Millionenhöhe – und eine Nachbarschaft, die genug hatte. Während die Insel boomt, wächst auch das Schattenbusiness.

💬 Was meint ihr: Handelt Thailand zu spät – oder endlich richtig gegen illegale Ausländer-Betriebe?

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Quelle: KhaoSod English

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