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Schon betrunken? Kein Alkohol! Staat legt Maßstab fest

Schon betrunken? Kein Alkohol! Staat legt Maßstab fest
The Nation

BANGKOK – Ab sofort gilt in Thailands Bars und Läden ein hartes Alkohol-Gesetz. Verkäufer dürfen Betrunkenen keinen Drink mehr servieren. Doch wie erkennt man, wer zu viel intus hat? Das Gesundheitsministerium schreibt jetzt verrückte Tests vor!

Neues Gesetz mit strengen Auflagen in Kraft

Seit dem 8. November 2025 ist die verschärfte Version des Alkoholgesetzes in Kraft. Paragraph 29(2) verbietet eindeutig den Verkauf von Alkohol an offensichtlich betrunkene Personen.

Da die detaillierten Durchführungsbestimmungen aber auf sich warten lassen, hat das Gesundheitsministerium einen provisorischen Leitfaden herausgegeben. Dieser soll bis zur offiziellen Regelung gelten.

Gesundheitsminister Pattana Promphat persönlich hat die Richtlinien abgesegnet. Sie basieren auf Empfehlungen des Royal College of Psychiatrists of Thailand.

DAS sind die Zeichen für einen Betrunkenen

Laut dem Leitfaden gilt eine Person als betrunken, wenn sie eine Kontrolle über ihre Bewegungen verloren hat. Dazu zählt unsicherer Gang, Schwierigkeiten beim Stehen oder unkontrollierte Bewegungen.

Auch auffälliges Verhalten oder eine Sprache, die die öffentliche Ordnung stören könnten, sind klare Warnsignale. Der typische Alkoholgeruch in Kombination mit körperlichen Anzeichen reicht ebenfalls.

Rote oder tränende Augen, zittrige Hände oder Schwierigkeiten, geradeaus zu gehen, zählen dazu. „Auch undeutliches Sprechen, Aggression oder bedrohliches Verhalten sind klare Indikatoren“, heißt es in dem Papier.

Der Finger-auf-Nase-Test wird Pflicht

Doch wie soll ein Barkeeper das objektiv prüfen? Das Ministerium schlägt drei konkrete Sobriety-Tests vor, die vor Ort durchgeführt werden können.

Beim Finger-auf-Nase-Test muss der Kunde die Augen schließen, den Arm ausstrecken und mit einem Finger seine Nasenspitze berühren. Verfehlt er sie um mehr als einen Zentimeter oder zittert die Hand, gilt er als betrunken.

Der Zehenspitzen-Gang verlangt, zehn Schritte in einer geraden Linie zu gehen, wobei die Ferse jedes Mal die Zehenspitze des vorderen Fußes berühren muss. Schwanken oder Ausgleichsbewegungen sind ein Fail.

Der ultimative Einbein-Stand

Die vielleicht härteste Prüfung ist der Einbein-Stand. Der Kunde muss auf einem Bein stehen, den anderen Fuß 15 cm anheben und laut von „eintausendeins“ bis „eintausenddreißig“ zählen.

„Setzt er den Fuß vor Ablauf der 30 Sekunden ab, schwankt er stark oder braucht die Arme zum Balancieren, sollte er als betrunken eingestuft werden“, so die klare Vorgabe.

Fällt ein Kunde bei zwei Durchgängen eines Tests durch, ist der Alkoholausschank an ihn streng verboten. Wirte, die dagegen verstoßen, müssen mit Geldstrafen rechnen.

Wirte sind verunsichert, Gäste amüsiert

Die neuen Regeln sorgen für gemischte Reaktionen. Viele Barkeeper und Shop-Besitzer sind verunsichert„Soll ich jetzt jeden Gast, der ein Bier bestellt, erst mal auf einem Bein hüpfen lassen?“, fragt ein Barbesitzer in Bangkok.

Gäste sehen die Tests teilweise amüsiert. Einige fürchten aber auch willkürliche Schikanen oder unangenehme Situationen. Die offiziellen, rechtlich verbindlichen Unterlagen sollen innerhalb der nächsten 180 Tage folgen.

Bis dahin gilt der provisorische Leitfaden – und Thailands Wirte müssen zu ehrenamtlichen Trunkenheits-Prüfern werden.

🗣 Wirt als Richter – Funktioniert das wirklich?

Jetzt sollen Verkäufer entscheiden, ob jemand noch ein Bier bekommt oder nicht.
Reicht Augenmaß und ein Balance-Test, um Verantwortung fair zu verteilen?

Oder lädt das neue System zu Konflikten, Willkür und Ausreden ein – auf Kosten von Wirten und Gästen?
Und was passiert, wenn es trotz Ablehnung eskaliert?

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Quelle: The Nation

3 Kommentare zu „Schon betrunken? Kein Alkohol! Staat legt Maßstab fest

  1. Gute Idee mit dem Test auf einem Bein zu stehen. Ich würde mal behaupten, dass mehr als die Hälfte der nüchternen Testpersonen nicht 30 Sekunden und mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehen kann.

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