Schüsse an der Grenze zu Kambodscha – Armee beschwichtigt

Schüsse an der Grenze zu Kambodscha! Die Armee beschwichtigt, spricht von Wiederholungen und fehlender Disziplin. Was steckt wirklich hinter den Geräuschen – und droht jetzt neue Spannung?

Schüsse an der Grenze zu Kambodscha - Armee beschwichtigt
ThaiRath

UBON RATCHATHANI, THAILAND – Nach gemeldeten Schussgeräuschen an der thailändisch-kambodschanischen Grenze spricht die Royal Thai Army von einem wiederkehrenden Problem und vermutet eher mangelnde Disziplin auf kambodschanischer Seite als eine gezielte Provokation.

Schüsse am Nachmittag an zwei Brennpunkten

Nach Angaben von Maj. Gen. Winthai Suvaree, Sprecher der Royal Thai Army, wurden am 23. März gegen 15.48 Uhr Schussgeräusche im Bereich des Smaragd-Dreiecks bei Chong Bok in Ubon Ratchathani gemeldet.

Ähnliche Meldungen gab es demnach entlang der Linie beim Tempelgebiet Ta Muen Thom in Surin, wo kambodschanische Soldaten nahe einer Umzäunung Stellungen unterhalten.

Armee sieht kein gezieltes Vorgehen gegen Thailand

Ein aktueller Detailbericht lag laut dem Armeesprecher zunächst nicht vollständig vor, allerdings seien vereinzelt Schüsse oder auch explosionsartige Geräusche in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen.

Die thailändische Seite werte das bislang nicht als absichtliche Gefährdung, sondern eher als Folge einer aus Sicht Bangkoks lockeren Truppendisziplin auf kambodschanischer Seite.

Unklar, von welcher Seite die Schüsse kamen

Die zuständigen Einheiten vor Ort stünden in ständigem Kontakt und würden sich wechselseitig informieren, sagte Maj. Gen. Winthai Suvaree.

Wo das Risiko hoch sei, würden Warn- und Sicherheitsmaßnahmen verschärft, zugleich sei am 23. März noch nicht bestätigt gewesen, aus welcher Richtung die Schüsse kamen, statistisch stammten solche Geräusche jedoch meist aus Kambodscha.

Keine Pläne zur Öffnung des Grenzübergangs Khlong Luek

Gerüchte über eine angeblich bevorstehende Öffnung des Grenzübergangs Khlong Luek in der Provinz Sa Kaeo wies der Armeesprecher zurück.

Er habe davon nichts gehört, zudem sei dieses Thema schon seit längerer Zeit nicht mehr offiziell besprochen worden.

Streitpunkt Energie: LPG-Fragen offen, Öl-Export verneint

Zu Berichten, Kambodscha könne den Verkauf von LPG im Land vorübergehend aussetzen, erklärte die Armee, dazu lägen ihr noch keine belastbaren Informationen vor und der Sachverhalt werde geprüft.

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Beim Thema Öl betonte der Sprecher hingegen, Thailand exportiere derzeit ohnehin kein Öl nach Kambodscha.

Sorge um Umwege über Laos

Bedenken, dass Öl-Exporte nach Laos indirekt nach Kambodscha weitergeleitet werden könnten, begegnete die Armee mit dem Hinweis auf strenge Kontrollmaßnahmen der zuständigen Behörden.

Man sehe sich ausreichend gerüstet, um eine solche Weiterleitung zu verhindern, während die Prüfung zu LPG weiterlaufe.

Deine Meinung

Wie sollte Thailand aus deiner Sicht auf wiederkehrende Schussgeräusche an der Grenze reagieren, ohne die Lage unnötig zu verschärfen?

Diskutiere in den Kommentaren, ob dir die Erklärungen der Armee reichen oder ob es mehr Transparenz und klare Sicherheitsmaßnahmen braucht.

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Quelle: thairath.co.th

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