CHIANG MAI, THAILAND – In Chiang Mai beobachten Einheimische zunehmend ausländische Digitalnomaden, die ohne gültiges Arbeitsvisum in Cafés arbeiten. Dies wirft Fragen zur Visa-Politik und deren Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung auf.
Die Herkunft des 60-tägigen visumfreien Aufenthalts
Im Jahr 2023 versuchte die thailändische Regierung, den Tourismus nach der Covid-Pandemie schnell wiederzubeleben, indem sie die visumfreie Aufenthaltsdauer von 30 auf 60 Tage verlängerte. Diese Maßnahme sollte es internationalen Touristen ermöglichen, länger im Land zu bleiben und mehr Geld auszugeben.
Obwohl die Strategie zunächst erfolgreich war und die Touristenzahlen stiegen, traten auch soziale und wirtschaftliche Probleme für die Einheimischen auf.
Wer profitiert von der visumfreien Einreise?
Die meisten echten Touristen bleiben in der Regel weniger als zwei Wochen, sodass die Verlängerung auf 60 Tage für sie kaum einen Unterschied macht. Statistiken zeigen, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei etwa 9 bis 10 Tagen liegt.
Das Problem liegt jedoch bei denjenigen, die die 60 Tage ausnutzen, um illegal im Land zu arbeiten, was nicht im Sinne der Regierung ist.
Digitale Nomaden: Ein oft unerwähntes Problem
Digitale Nomaden sind online arbeitende Personen, die sich nicht an ein Land binden. Thailand ist für diese Gruppe aufgrund der niedrigen Lebenshaltungskosten und der guten Internetverbindung zu einem beliebten Ziel geworden.
Obwohl sie in Thailand arbeiten, halten sie sich oft nicht an die gesetzlichen Bestimmungen, da sie kein Arbeitsvisum besitzen und somit keine Steuern zahlen.
Visa Run: Ein bekanntes Schlupfloch
Um länger als 60 Tage im Land zu bleiben, nutzen viele das sogenannte Visa Run, bei dem sie kurz ins Ausland reisen und dann wieder einreisen, um ihre Aufenthaltsdauer zurückzusetzen.
Diese Praxis ist seit Jahrzehnten verbreitet und wird von vielen als Routine angesehen, obwohl die thailändische Regierung sich dessen bewusst ist und Maßnahmen ergreift.
Änderungen ab November 2024
Ab November 2024 hat das Innenministerium neue Richtlinien erlassen, die es Einwanderungsbeamten ermöglichen, die Einreise von Personen zu verweigern, die mehr als zweimal ohne triftigen Grund einreisen.
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Dies bedeutet, dass Personen, die häufig mit einem Touristenvisum einreisen, ohne tatsächlich Touristen zu sein, sofort zurückgewiesen werden können.
Warum eine Rückkehr zu 30 Tagen?
Die thailändische Regierung erwägt, die visumfreie Aufenthaltsdauer wieder auf 30 Tage zu reduzieren, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten und illegale Aktivitäten zu bekämpfen.
Die tatsächlichen Touristen wären von dieser Maßnahme kaum betroffen, da die meisten für kurze Aufenthalte reisen.
Deine Meinung
Wie stehen Sie zu den aktuellen Visa-Regelungen in Thailand? Glauben Sie, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Einwanderung notwendig sind?
Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren und teilen Sie Ihre Gedanken zu den Auswirkungen der digitalen Nomaden auf die lokale Wirtschaft!



Mir ist nicht ersichtlich von was die Thais genervt sind außer dem illegalem Arbeiten in Cafés.
Als digitaler Nomade darf man remote arbeiten, allerdings nicht für thai-, sondern ausschließlich für ausländische Firmen. Was also soll an der Arbeit illegal sein?
Was für illegales arbeiten? Niemand arbeitet illegal wenn er für eine ausländische Firma arbeitet. Warum gibt es zehntausend coworking spaces wenn es illegal ist? Es gäbe ja auch keine Marihuana Shops wenn Marihuana illegal wäre. Wenn die meisten nnur 10 Tage bleiben ist es sowieso kein Problem. Da das aber der durchschnitt ist und die meisten Europäer 3 bis 5 Wochen bleiben wird es den Tourismus weiter schädigen. Bald ist der Punkt of no Return erreicht und Thailand wird von anderen Nachbarn überholt.
45 Tage in Vietnam ohne Probleme bei jeder Einreise! Ohne Limit!
350 Baht ATM Gebühren, Flugkosten das doppelte wie vor COVID, Abzocke an jeder Straßenecke und weniger service und offener Rassismus in Thailand zerstören das Image komplett
Die ganze Diskussion greift zu kurz. Entscheidend ist nicht das Visum, sondern die Aufenthaltsdauer: Wer sich mehr als 180 Tage im Jahr in Thailand aufhält, gilt steuerlich als ansässig – und dann kann auch Einkommen aus dem Ausland steuerpflichtig werden, insbesondere wenn es nach Thailand überwiesen wird. Gleichzeitig bleibt Remote-Arbeit ohne Work Permit formal problematisch, egal für wen man arbeitet. Das oft zitierte Argument „Ich arbeite ja für eine ausländische Firma“ hält rechtlich nicht stand. Die Verkürzung von 60 auf 30 Tage zielt daher weniger auf Touristen, sondern auf genau diese Grauzone rund um digitale Nomaden.
Alles, was dazu geeignet ist, den billigen Massentourismus endlich zu stoppen, ist außerordentlich zu begrüßen! So auch die Rückkehr zu der visafreien Einreise nach Thailand für 30 Tage!
Mich würde ja mal interessieren, wie Thais feststellen wollen, dass hier digitale Nomaden illegal arbeiten? Vielleicht ist es ja der Qualitätstourist der gerade seine Bilder ordnet oder ein Video schneidet…
Selten so viel Blödsinn gelesen! Von wo will der genervte Thai wissen welches Visa wer hat??? Auch die sogenannten Visa Runs sind eine thailändische Erfindung, jahrelang haben sich Agenturen damit eine goldene Nase verdient!!
In Koh Samui ist gleich neben der lmmigration ein Büro mit der Aufschrift Visa Run von wo aus tägliche Fahrten nach Malaysia angeboten wurden!!! 😡😡😡
Absolut auf den Punkt gebracht. Das Geld wollen sie, aber am liebsten wären den Thais die Touristen bleiben zu Hause.
Noch besser keine Touristen, sollen gleich das Geld nach Thailand überweisen.
Thailand macht eine paar Schritte zurück wie vor 40 Jahren. Die umliegenden Länder überholen Thailand in grossen Schritten, angefangen mit Englisch usw.
Seit Menschen Gedenken überweisen Farangs aus ihren Heimatländern regelmäßig Geld an ihre große „Liebe“ in Thailand. Ein beliebtes und äußerst lukratives Geschäftsmodell… 📲🇹🇭💃🏻💶💵
…30 Tage das reicht, wehr länger bleiben will soll nachweisen daß er Kohle mitbringt und auch ausgibt…
Die meisten echten Touristen bleiben in der Regel weniger als zwei Wochen, sodass die Verlängerung auf 60 Tage für sie kaum einen Unterschied macht. Statistiken zeigen, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei etwa 9 bis 10 Tagen liegt.
Das Problem liegt jedoch bei denjenigen, die die 60 Tage ausnutzen, um illegal im Land zu arbeiten, was nicht im Sinne der Regierung.
Das habe ich vor 2 Wochen hier auf Wochenblitz in dieser Form geteilt.
Denn die echten Touristen haben ein Rückflug-Ticket in der Tasche. Zwei einzelne Tickets zu buchen sind definitiv teurer als ein Hin-und Rückflug-Ticket. Zudem müssen die meisten Touristen wieder zur Arbeit! Ausser sie sind Rentner aber auch die wissen, wenn sie wieder nach Hause reisen.
Ich Grüsse den allesbesserwissenden Oskar Kusch, welcher – und das scheint so, den ganzen Tag nur vor der Kiste sitzt, um bei jedem Post seinen gebildeten Kommentar abzugeben.
Du erinnerst mich an Günter Scharf, der auch immer zu jedem Post seinen scharfen und belehrenden Senf dazugeben musste.
Deshalb Ignoriere ich Oskar Kusch’s Postings hier, bzw. seine Antworten auf meine nicht allzu häufigen Postings. Der Unterschied zwischen ihm und dem lieben Gott? Der liebe Gott weiß alles. Aber O.K. weiß alles BESSER….
Ich möchte Oskar Kusch nicht verteidigen. Meine Verteidigung wird er sicherlich auch nicht benötigen, aber ich finde es niveaulos, wenn man jemanden pauschal als Allesbesserwisser bezeichnet. Wenn man jemanden angreifen will, dann sollte man dies an einem konkreten Fall tun, also eine konkrete Aussage von ihm, aber nicht so wie Du es tust. Es gibt Menschen, die schon allein aus beruflichen Gründen viel Zeit am PC verbringen. So auch ich als IT-Berater in Deutschland, der immer wieder zwischendurch mal hier reinschauen und lesen und ggf. auch schreiben kann. Wenn ich mich nicht täusche besitzt Oskar Kusch DTV. Vermutlich kann er dadurch auch häufig auf den PC zugreifen und lebt wohl auch (zumindest teilweise) in Thailand.
Mit Grausen erinnere ich mich an diverse Thailandforen, wo z.T. Leute ihren Senf auf unterstem sprachlichen Niveau abgaben. Man konnte es förmlich sehen, dass diese Leute nicht über die Baumschule hinausgekommen sind. Und trotzdem meinten sie alle, die Weisheit gepachtet zu haben und ließen sich nichts sagen. Es gibt gebildete und gut informierte Menschen und es gibt die, auf die diese Aussage nicht zutrifft. Und trotzdem halten auch Letztere ihre Meinung für das gelobte Wort.
Jetzt zu deinem Beitrag: Die ersten drei Zeilen deines Beitrags stehen oben im Artikel. Wenn man einen Text übernimmt, dann muss man diesen als Zitat kenntlich machen, weil man ihn ansonsten als den eigenen Text anzeigt. Du hast nicht zitiert, also hast Du dir die darin enthaltenen Aussagen zu eigen gemacht. Aber immerhin ist da noch dein Hinweis auf eine Aussage des WB von vor zwei Wochen.
Aber ganz offensichtlich übernimmst Du die Aussagen aus dem Artikel. Da frage ich dich doch, welche Statistiken? Hast Du welche gesehen und was bzw. welche Touristen umfassten diese? Wie bist Du zu einer Durchschnittverweildauer von 9-10 Tagen gekommen? Wenn ich als deutscher Tourist auf eigene Faust (mit Rückflugticket und visa-on-arrival!) nach Thailand fliege, dann für 30 Tage. Für zwei Wochen ist mir die Entfernung und somit der zeitliche Aufwand viel zu groß. Und fast jeder Werktätige in Deutschland kann die 30 Tage zumindest annähernd ausreizen. Hat irgendjemand in Europa nicht mehr als zwei Wochen Urlaub? Die, die nur zwei Wochen bleiben, sind i.d.R. Pauschaltouristen, die mit Schneckermann, Lui & Co. gekommen sind und ihren nächsten Urlaub vermutlich in einem anderen Land verbringen. Die, die immer wiederkommen, kommen auf eigene Faust und länger als zwei Wochen. Wie kommt man anhand von Statistiken zu einem Durchschnittswert von 9-10 Tagen, wenn viele Touristen bis zu 30 Tagen und teilweise auch darüber (so auch ich vor 15 Jahren mit Zwei-Monatsvisum) bleiben? Weil andere Touristen nur 3-5 Tage bleiben? Wer bleibt so kurz? Aus Europa wohl niemand. Vielleicht die Chinesen, die Europa in einer Woche abgrasen. Diese angebliche durchschnittliche Verweildauer von 9-10 Tagen halte ich für sehr fragwürdig! Und genauso fragwürdig ist die pauschale Aussage, dass die, die 60 Tage bleiben, illegal arbeiten. Ich kann mir vorstellen, dass es solche auch gibt, würde aber niemals eine solche pauschale Aussage treffen.
Zu weiteren Aussagen in dem obigen Artikel will ich mich gar nicht äußern. Und auch Du solltest überlegen, ob Du Aussagen, die wohl von Thai-Politikern abgegeben werden, deren Interessen und Kenntnisstände Du nicht überprüfen kannst, dir zu eigen machen solltest. Es gibt in allen Ländern Personen, die irgendwelche Behauptungen heraushauen, die dann von Leuten unbedarft einfach übernommen und verbreitet werden.
Es ist schon lächerlich, dass kriminelle Machenschaften mit der Dauer des Visums in Verbindung stehen (sollen). Da machen 30 oder 60 Tage doch keinen Unterschied. Anders wäre es vielleicht bei 6 Monaten o.ä. Wer kriminell handeln will, findet auch einen Weg abseits von Visa-Regelungen.
Das sehe ich genauso. Aus den 30 Tagen kann man mit einem Gang zur Immi auch wieder 60 Tage daraus machen. Nur im vorraus einen Flug/Urlaub zu buchen dessen Rückflug nach den 30 Tagen liegt, im Glauben man könnte ihn dann vor Ort verlängern, erscheint auch riskant. 30 oder 60 Tage werden keinen Überzieher daran hindern zu kommen. So wie bisher auch. Und Kriminellen sind irgendwelche Regeln sowieso egal. Bei der 30 Tage Reglung gab es sie, bei der 60 Tage und nun dann halt wieder bei der 30 Tage Reglung. Fazit: Es wird sich am Problem nichts ändern.
Bin jedes Jahr 6 Wochen in Thailand, nun muß ich nach 30 Tagen zur Immigrant gehen und 30 Tage verlängern(1900Bath) Das macht mich auch nicht Pleite.
Nöö, pleite sicherlich nicht, denn ansonsten sollte man daheim auf Balkonien bleiben. Da ich aber noch nicht bei der örtlichen Immigration verlängert habe, weiß ich nicht, wie viel Zeit dafür nötig ist. Bis auf zweimal (2011 visa-run nach Kambodscha, der mehr als einen halben Tage kostete + 2000 THB + paar lusche THB für 2 Passbilder sowie 2009 mit 2 Monatsvisum ankommend) haben mir immer 30 Tage gereicht. Trotzdem halte ich morgens ausschlafen und nach dem Frühstück an die Beach gehen für angenehmer, als bei der Immigration abzuhängen bis man endlich dran ist.
Seit meine Frau 2022 ein Haus gekauft hat fliegen wir im Januar/ Februar immer für 6-8 Wochen nach Thailand. Vor der 60 Tage Regelung hieß das einmal zur Immi. In Rayong geht das zum Glück recht schnell, am längsten dauert das Ausfüllen des Formulars. Hatte auch Online Visa probiert aber bin damals am System gescheitert. Falls sie wieder auf 30 Tage gehen, werde ich ich es wohl noch mal probieren in der Hoffnung, dass das System nun besser ist. Sonst halt einmal zur Immi.
Das Problem ist nicht die Länge des Visum oder die Arbeit. Früher kamen v.a. westliche sozialisierte Touristen, darunter auch eine gewisse Anzahl Qualitätstouristen Steintischsäufer und Weiberhelden, wie man sie allzugut kennt. Aber mit immer noch einem gewissen Respekt. Heute mit der Globalisierung kommen viel, viel mehr und ganz anders sozialisiert. Heute aus eher hierarchisch strukturierten Gesellschaften mit der Einstellung, wer zahlt, bestimmt. Der Geldempfänger ist Diener und hat zu tun, was immer die Herrschaft möchte. Aber leider ist es ist von Thailand auch so gewollt, zumindest von den Eliten, die hauptsächlich davon profitieren. Insofern muß Thailand sich entscheiden, welche Art Ausländer es möchte. Oder eben die neuen Qualitätstouristen akzeptieren.
Nun, man schaue mal, welche Währungen jetzt wichtig sind! Rubel/Yuan/Dirham, d.h. Leute aus Russland, China und aus dem arabischen Raum. Ist jetzt nicht diskriminierend gemeint, zumal auch Europäer zuweilen keine Engels sind. [entfernt]
Hinweis: Zwei Passagen mit pauschalen Verallgemeinerungen wurden durch die Redaktion entfernt.