Sex-Skandal am Strand: Französischen Touristen droht Abschiebung

Touristen filmten das Paar beim Sex am Strand – jetzt droht nach der Höchststrafe auch der Visa-Knall. Fliegen sie wirklich raus?

Sex-Skandal am Strand: Französischen Touristen droht Abschiebung
KhaoSod

PHUKET, THAILAND – Ein französisches Paar wurde nach einem Sex-Video an einem öffentlichen Strand in Kamala festgenommen und mit dem Höchstbußgeld belegt. Nun prüft die Immigration den Entzug der Visa und eine mögliche Abschiebung.

Video geht viral – Polizei greift ein

Auslöser der Ermittlungen war ein Video, das online auftauchte und sich in lokalen Netzwerken rasch verbreitete. Die Aufnahmen sollen das Paar beim Sex an einem öffentlichen Strand im Kamala-Unterbezirk (Kathu) zeigen.

Nachdem das Material viral ging, reagierten die Behörden nach eigenen Angaben umgehend. Der Fall fällt in eine Phase, in der die Geduld der Öffentlichkeit mit Fehlverhalten ausländischer Besucher spürbar abnimmt.

Festnahme in Patong und Identifizierung der Verdächtigen

Beamte der Polizeistation Kamala nahmen die beiden am Donnerstag gegen 21 Uhr in einem Hotel im Patong-Gebiet fest. Die Festnahme erfolgte, nachdem die Polizei die Beteiligten anhand der kursierenden Aufnahmen identifiziert hatte.

Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um Halan (24) und Nadia (24), beide französische Staatsangehörige. Die Behörden teilten mit, das Paar habe die Tat bei der Vernehmung eingeräumt.

Vorwurf: „Unanständige Handlung in der Öffentlichkeit“

Nach Darstellung der Ermittler fand der Vorfall am Layi Beach statt und damit in einem frei einsehbaren öffentlichen Bereich. Demnach geschah die Handlung in Sichtweite anderer Touristen und Strandbesucher.

Mehrere Zeugen sollen das Geschehen beobachtet und mit Mobiltelefonen gefilmt haben. Die hohe Sichtbarkeit und die Anwesenheit von Zuschauern werteten die Behörden als erschwerenden Umstand.

Höchststrafe als Bußgeld – Strafrechtlicher Teil abgeschlossen

Die Polizei erhob Anklage wegen einer unanständigen Handlung in der Öffentlichkeit, ein Delikt, das in Thailand mit Geldstrafen geahndet wird. Beide wurden mit jeweils 5.000 Baht belegt – laut Polizei die maximal zulässige Strafe für diesen Tatbestand.

Der strafrechtliche Teil des Falls gilt damit als abgeschlossen. Weitere strafrechtliche Anklagen wurden bislang nicht gemeldet, zusätzliche Sanktionen über die Bußgelder hinaus wurden zu diesem Zeitpunkt noch nicht verhängt.

Immigration prüft Visa-Entzug und Abschiebung

Der Fall wurde an die Einwanderungsbehörden weitergeleitet, die nun den Visastatus des Paares überprüfen. Nach Angaben der Behörden steht ein Widerruf der Visa im Raum, was eine Abschiebung nach sich ziehen könnte.

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ZUM ANGEBOT

Eine endgültige Entscheidung wurde noch nicht bekanntgegeben, das Verfahren läuft. Die Polizei erklärte zudem, die beiden hätten bei Festnahme und Bearbeitung kooperiert; weitere persönliche Details oder Angaben zur Aufenthaltsdauer wurden nicht veröffentlicht.

Signalwirkung für Touristenorte wie Phuket

Die Behörden betonten, öffentliche Unanständigkeit sei in Thailand eine Straftat und die Durchsetzung gelte unabhängig von der Nationalität. Gerade in stark frequentierten Touristengebieten wie Phuket könne solches Verhalten das öffentliche Bild der Region beschädigen.

Offizielle Stellen riefen Besucher dazu auf, thailändische Gesetze und lokale Gepflogenheiten zu respektieren und sich in gemeinsam genutzten öffentlichen Räumen angemessen zu verhalten. Zugleich kündigte die Polizei an, öffentliche Bereiche weiter zu überwachen und Hinweise aus der Bevölkerung ernst zu nehmen.

Vergleichsfall: Sex-Video im Tuk-Tuk führte zu härteren Konsequenzen

Die Behörden verwiesen auf einen ähnlichen Vorfall Anfang Februar: Französische Staatsangehörige wurden nach einem im Internet verbreiteten Video, das Sex in einem Tuk-Tuk in der Stadt gezeigt haben soll, zunächst ebenfalls mit jeweils 5.000 Baht bestraft.

In diesem Fall blieb es laut Bericht jedoch nicht bei den Geldstrafen: Die Immigration ordnete eine erneute Festnahme und Abschiebung an und zeigte damit, dass bei wiederholten oder öffentlichkeitswirksamen Fällen eine Eskalation der Maßnahmen möglich ist.

Deine Meinung

Sollte Thailand bei solchen Vorfällen konsequent abschieben, oder reichen Geldstrafen und Verwarnungen aus? Schreib uns in die Kommentare, wie du die Linie der Behörden in Phuket bewertest.

Und wie weit sollte die Verantwortung von Touristen gehen, wenn es um Respekt vor lokalen Regeln und Kultur geht – gerade in stark besuchten Orten wie Patong und Kamala? Diskutiere mit der Wochenblitz-Community unten mit.

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Quelle: Thai Examiner

3 Kommentare zu „Sex-Skandal am Strand: Französischen Touristen droht Abschiebung

  1. Das öffentliche Bild Phukets oder der Region schädigt mehr das überhand nehmende zubetonieren der Insel…aber das ist nur meine Meinung. Manche bevorzugen den öffentlichen Strand, sollten dann aber die evtl. Konsequenzen berücksichtigen bei den ganzen Hobbyfilmern. Andere haben den Kick auf dem Küchentisch…jeder so wie er mag.

  2. Früher hat man bei solchen Fällen einfach weggesehen und gegrinst und damit wäre das Thema erledigt. Heute wird sowas belangloses aufgebauscht, während gleichzeitig viele Fußgänger von rücksichtslosen Auto- und Motorradfahrern wirklich in Lebensgefahr gebraucht werden und im Krankenhaus oder dem Bestattungsinstitut landen. Die Nachrichten kann man jeden Tag lesen. An einem Strand, an dem man alleine ist, ist das Verhalten weniger problematisch als in der Nähe anderer Badegäste.

    Hinweis: Ein persönliches Statement wurde durch die Redaktion entfernt.

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